TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

2. Landesliga 5er Herren 2012/13 – 4. Runde, 13.01.2013, Plus

 

Die Bedingungen:     Wir waren schon gespannt darauf, wie die Hausölung der Verbandshalle einen Fünfer-Bewerb für die Rechtshänder überstehen würde – und wir wurden nicht enttäuscht. Der Jahreszeit entsprechend lasst es mich einmal so sagen: nachdem alle im gleichen Bereich der Autobahnen ihre Bälle laufen ließen – na ned – entstanden nach dem dritten Spiel sozusagen die ersten „Frostaufbrüche“ (oder sagen wir lieber „Fahrbahnschäden“) und es wurde galoppierend schwerer, den Unannehmlichkeiten (Gassen-Splits, Neuner aus der Gasse, Achter aus der Gasse, Grundlinien-Splits, Eckpins beiderseits) zu entkommen. Nicht alle wurden damit fertig, daher stammten Top-Ergebnisse vorwiegend aus den ersten 3 Spielen – Ausnahmen und Teams mit Linkshändern bestätigten die Regel.

In unserer Liga schafften 5 von 6 Teams die magische 200-Schnitt-Grenze. War zu erwarten. Punkt.

 

Übrigens, mit kurzem Seitenblick auf das STM-Doppel vor Weihnachten: „Schön“ (Achtung: Wortspiel), dass es uns vom LVWB wieder „erlaubt“ wurde, auf dem „Hausschuss“ unsere Schnitte hoch zu trommeln (dass wir wieder glauben, wir könnten auch wirklich so gut spielen) und nicht wieder auf Geheiß wichtiger Offizieller eine fremde, vorher nicht trainierbare Sonderölung (wie „Turnpike 2441“ beim STM Doppel oder ähnliches Gschisti-Gschasti) aufgelegt wurde, um irgendjemand irgendetwas zu beweisen. Immer mit Blickrichtung „Chancenerhöhung“ bei internationalen Auftritten. Lächerlich.

Nicht nur meine bescheidene Meinung dazu: österreichische Staatsmeisterschaften sollten auf Österreich-üblichen Bahnenkonditionen gespielt werden, denn es werden ja „nur“ österreichische Staatsmeister gesucht, die sich mit den Besten der Besten des eigenen Landes unter nationalen Normalbedingungen messen sollten und wollten. Wenn man schon so einen Unsinn wie diese österreichischen (nein, eigentlich Wiener) Bowlingautobahnen das ganze Jahr über verzapft und der ÖSKB das zulässt, dann muss man auch in den Königsdisziplinen dabei bleiben und sich nicht urplötzlich wichtig machen und umorientieren.

Die heimischen Alpinen ermitteln ihren Staatsmeister auch nicht auf den Hügeln der Niederlande, das Fußball-Cupfinale findet auch nicht auf den Philippinen statt und die Schwimmer baden auch nicht in der Themse, wenn sie ihre Besten ermitteln.

Dennoch fahren auch diese Sportler zu Bewerben anderswo auf der Welt – und nicht immer nur erfolglos. Man könnte sich ja auch entsprechend vorbereiten, bevor man so ein internationales Abenteuer in Angriff nimmt und sollte die Masse der Verbandsbowler damit in Ruhe lassen – oder halt einfach die Bahnen das ganze Spieljahr anspruchsvoller machen. Das Ego der nur eingebildeten „Guten“ wird es schon ertragen.

Freue mich schon auf die seltsame „letzte Ölung“ beim STM-Einzel.

Eigentlich könnte ich ja froh sein über solche Schildbürger-Streiche von bevormundenden Obergescheiten, weil ein Spieler meiner Spielstärke auf sogenannten schweren Bahnen doch näher an die Spitze herankommt als auf den unsinnigen Autobahnen. Verstehen muss ich das Ganze ja nicht. Will ich auch nicht. Habe ich schon aufgegeben.

Unser Spiel:     Unser Startteam heute etwas überraschend: Horak-Felix Weissensteiner-Bittner-Langer-Fiala. Unser momentaner Topmann Martin Liftenegger war aufgrund privater Umstände erst gegen Ende des ersten Spiels vor Ort. Die Auslosung bescherte uns das Tabellen-Schlusslicht Split WT 17 auf 9/10 als ersten Gegner. Die bisher unter ihrem Wert geschlagene Split-Truppe schaffte einen guten Einstieg in den Spieltag und verpasste uns eine deutliche 1032 zu 1087 Niederlage. Martin startete zunächst auf den Reserve-Bahnen und wir konnten in der Startbesetzung auf 13/14 den Leader Casino heuer zum zweiten Mal bezwingen – nicht zuletzt, weil ich mich selbst endlich einmal von meinen sattsam bekannten „Micky-Maus-Zweihundertern“ verabschieden konnte und mit 274 knapp am perfekten Spiel war. Konzentrationsfehler im Schlussframe verhinderten mehr. 1066 zu 996. Erster Siegpunkt heute. Martin wechselte sich jetzt gegen Felix in die Mannschaft und die Gelben waren in einem gewohnt knappen Kampf (auf den Bahnen 9/10) nächster Gegner. 992 zu 982. Knappe Sache. Wieder einmal gut gegangen. Auf 11/12 konnten wir heute – wie schon in der 3. Runde – wieder Future BTA bezwingen. 986 zu 891 für uns, weil wir mit den jetzt schon  „maustoten“ Bahnen etwas besser zu Recht kamen, effizienter „nach“ korrigierten und uns deswegen weniger Splits aufstellten. Dritter Siegpunkt in Folge.

Letztes Spiel auf 7/8 gegen Pegasus Kobra. Es ging hart auf hart und die Linkshänder (Günther Heyde, René Bauer) entschieden letztendlich für René Bauer & Co. 1018 zu 1036. Schade.

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Horak

209

190

182

222

185

988

197,600

Felix Weissensteiner

196

140

227 R

234 R

200 R

997

199,400

Bittner

258

234

234

176

201

1103

220,600

Langer

155

228

178

185

215

961

192,200

Fiala

214

274

215

179

201

1083

216,600

Liftenegger

-

225 R

183

224

216

848

212,000

Schwarz

175 R

189 R

215 R

245 R

116 R

940

188,000

Team-Ergebnis

1032

1066

992

986

1018

5094

203,760

Gegner

Split

Casino

Strike

Future

Pegasus

 

 

Ergebnis Gegner

1087

996

982

891

1036

4992

 

Punkte

-

1

1

1

-

3

 104,44 PP

Die Anderen und die Tagesbesten:     Wie schon erwähnt nutzten heute fünf der sechs Teams der 2. Landesliga die Gunst der Plus-Hausölung. Casino mit 5180 Pins/2 Siegpunkten voran. Dahinter gleich wir mit 5094/3, knapp vor Split WT 17 (5023/4). Future BTA schaffte 5006/3. Strike & Spare rutschte heute mit 4985 bei 2 Siegen auf den letzten Tabellenplatz ab. Pegasus Kobra erreichte mit 5001 Pins nur 1 Tagessieg (gegen uns).

Beste Einzelspieler:      Manfred Hutterer 1150 (267/1. Spiel), Heini Bittner 1103 (258/1.),  Günther Heyde 1101 (256/3.), Paul Flehberger 1097, René Bauer 1084, Walter Fiala 1083 (274/2.), Christian Körber 1077 (258/1.), Robert Skach 1068,  Reinhard Handler 1065 (257/2.), Helmut Astl 1058 (253/4.), Franz Fürnsinn 1039 (248/3.), Christian Stefan 1039, Ricci Klug 1030 (257/1.), Leo Endl 1025, Hans Had 1020 (258/2.) und Christian Provaznik 1001.

Gute Einzelspiele gelangen weiters: Peter Kantner (279/1. – Tageshöchstspiel) und Alex Lagler 258 (3.Spiel).

Gute Teamergebnisse:  Future BTA 1153/1., Casino 1127/1., 1081/3. und 1074/4., Split WT 17 1087/1. und 1052/4., Tyrolia 1066/2., Strike & Spare 1065/1 und 1061 im 2. Spiel.

Die Tabelle nach dem 4. Spieltag:

1.(1) Casino                  418,06 PP

2.(2) Future BTA 1         412,23              Rückstand        5,33 PP

3.(3) Tyrolia 1                408,23                                     9,33

4.(4) Pegasus Kobra 1  397,41                                    20,15

5.(6) Split WT 17 1        396,41                                    21,15

6.(5) Strike & Spare 1    395,38                                    22,18

Resümee:       Diese Saison scheint für uns in der Verbandshalle unter einem besseren Stern zu stehen. In den beiden vergangenen Saisonen haben uns die zwei aufeinander folgenden 5er-Runden in der Plus jeweils endgültig den möglichen Aufstieg gekostet. Wir werden sehen, wie wir uns Ende Februar präsentieren.

Bis bald

Walter

mailto:wafi@chello.at