TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

2. Landesliga 5er Herren 2012/13 – 3. Runde, 09.12.2012, Cumberland

 

Die Bedingungen:     Es war schon länger her, dass wir mit einem Liga-Bewerb in der Cumberland-Halle zu Gast waren. Heute war es wieder einmal soweit und meine Eindrücke sind zwiespältig.

EINERSEITS war ich angenehm überrascht, dass die Bahnen recht angenehm zu bespielen waren – und ausnahmsweise kann ich das diesmal dort auch beurteilen, weil ich sowohl am Mittwoch als auch gestern im Rahmen der 50+ Tour 2012/2013 in der Cumberland-Halle im Einsatz war. Mittwochs tat sich fast das gesamte Teilnehmerfeld eher hart (Waren es nur unsere Fehler? War es die – nach sonst üblichen „Autobahn-Bedingungen“ in den anderen Hallen – ungewohnte, weil normale Ölung? War es auch wirklich die typische Cumberland-Ölung? – Wir wissen es nicht. Nein: ich weiß es nicht.) Samstags gab es bereits recht ansprechende Leistungen und heute nahm alles wieder seinen gewohnten Lauf. Die üblichen Verdächtigen spielten recht gut. Ausreißer in Einzelspielen (mehr nach unten als nach oben) kamen häufig vor. Der Unterschied zwischen 9/10 bzw. 11/12 und 5/6 war eine Herausforderung, ja scheinbar wie der Gang in eine andere Halle. Wer sich am schnellsten umstellen konnte bzw. die im Moment gerade richtige Entscheidung traf, war deutlich im Vorteil. Viele Zauberer gab es da nicht.

ANDERERSEITS waren heute drei Auffälligkeiten aus meiner bescheidenen Sicht zu bemängeln:

Erstens hielten die Bahnen gerade einmal drei Spiele durch, bevor sie sich vom geplanten Zustand rasch verabschiedeten. Ausnahmsweise noch gespielte Top-Ergebnisse in den Spielen 4 und 5 sind da kein Widerspruch.

Zweitens gab es unangenehm viele technische Interventionen wegen „Pins auf der Bahn“ (Gott sei Dank hatte der Mechaniker für die abtrünnigen Pins einen „Greifarm“ mit großer Reichweite zur Verfügung und musste nicht alle langen Wege auch noch selbst zurücklegen), unexakt arbeitende Pin-Setter (auf die Mannschaften von Bahn 9 und 10 musste regelmäßig etwa 2 Frames lang gewartet werden – Bahn 9 hätte da den „Grammy für die anfälligste Loipe“ verdient) und Stopps, was den Spieltag etwas in die Länge zog.

Drittens waren die Anlaufflächen zwar angenehm rutschig, aber durch auffallend weit verbreitete Verschmutzung (der gelernte Wiener würde sagen „laufenden Lurch“) keine wirkliche Einladung. Klar, dass die vor der Stufe angebrachten – und vor allem bei Straßennässe äußerst notwendigen und daher willkommenen – Teppiche in der kalten, feuchten Jahreszeit ihres dazu beitragen, aber wie zu Hause würde da feuchtes Aufwischen im Rahmen der Bahnenpflege alles in vertretbarem Rahmen halten.

Das Personal war wie gewohnt und erwartet freundlich, der Platzmangel im Fünfer-Bewerb wie gewohnt und erwartet groß.

Alles in allem kein wirklich böser Tag, aber wir haben beim Bowling schon mehr gelacht.

Unser Spiel:     Unser Team heute: Horak-Langer-Bittner-Fiala-Liftenegger. Wir spielten in dieser Besetzung durch. Zu Beginn unser erster Sieg im laufenden Bewerb gegen Casino. Auf den Bahnen 9/10 reichte eine ausgeglichene Partie auf durchschnittlichem Niveau diesmal aus. Endstand knappe 954 zu 938. Auf den Randbahnen 11/12 lief es dann ähnlich durchwachsen und gegen den Liga-Letzten Split WT 17 setzte es eine vermeidbare 928 zu 972 Niederlage. Zurück auf 9/10 lief es dann – vor allem für Martin (244) und meine Wenigkeit (267) – ausgezeichnet und wir konnten gegen den bisherigen Leader Future BTA einen wertvollen Punktgewinn einfahren. 1096 zu 923 war herzeigbar. Der Bahnenwechsel nach links auf 5/6 war jetzt mehr als hart. Wir brauchten gegen Pegasus Kobra leider einige Frames der Liniensuche und waren darüber hinaus gegen Heribert Zirps´ 257 machtlos. 948 zu 987. Leider kein Punkt.

Versöhnlich der Schluss: auf 7/8 gelang uns mit 1039 zu 937 ein schöner Sieg gegen Strike & Spare, obwohl sich Martin (176) und ich (gar nur 153) hier den 200er-Tagesschnitt verhauten. Roland und Michael scorten jeweils 248 – das machte unsere kollektive Bauchlandung wett.

Unsere Ergebnisse im Detail (keine Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Horak

185

189

195

196

248

1013

202,600

Langer

186

154

180

198

248

966

193,200

Bittner

181

206

210

197

214

1008

201,600

Fiala

193

195

267

177

153

985

197,000

Liftenegger

209

184

244

180

176

993

198,600

Team-Ergebnis

954

928

1096

948

1039

4965

198,600

Gegner

Casino

Split

Future

Pegasus

Strike

 

 

Ergebnis Gegner

938

972

923

987

937

4757

 

Punkte

1

-

1

-

1

3

 102,15 PP

Die Anderen und die Tagesbesten:     Nur Casino heute mit 5016 Pins (bei 3 Siegen) auf 200 Mannschaftsschnitt und damit neuer Tabellenführer. Wir in der Tageswertung knapp einen Punkte dahinter (4965/3). Die restlichen vier Mannschaften im Paket knapp beisammen, aber etwas hinter den zwei Tagesbesten: Split WT17 mit 4707/4, Future BTA 4794/2, Strike 4732/1 und Pegasus Kobra 4639/2.

Beste Einzelspieler:      Der „Eisbär von Pötzleinsdorf“, Ricci Klug, mit 1054 (268 im 3. Spiel) klar voran. Dahinter Roland Horak 1013 (248/5.), Heribert Zirps 1009 (257/gegen uns im 4.), Heini Bittner 1008, Robert Fürst 1007 (258/4.) und Manfred Hutterer 1001. Das war die magere Ausbeute der 1000er.

Gute Einzelspiele gelangen weiters: Fiala 267 (3.), Skach 248 (3.), Langer 248 (5.) und Liftenegger 244 (3.).

Highscores der Teams: Casino 1104 im 3. Spiel und 1069 im 5., Tyrolia 1096 (3.) und Strike & Spare 1050 (4.).            

Die Tabelle nach dem 3. Spieltag:

1.(2) Casino                  312,26 PP

2.(1) Future BTA 1         309,17              Rückstand        3,09 PP

3.(4) Tyrolia 1                303,29                                     8,47

4.(3) Pegasus Kobra 1  296,40                                    15,36

5.(5) Strike & Spare 1    294,03                                    18,23

6.(6) Split WT 17 1        292,18                                    20,08

Resümee:       Die Tabelle bekommt langsam Struktur, Entscheidungen sind noch keine gefallen. Können wir unsere Leistungen abrufen, haben wir durchaus Chancen. Nach den folgenden zwei Runden in der Verbandshalle werden wir klarer sehen.

Bis bald

Walter

mailto:wafi@chello.at