TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

2. Landesliga 5er Herren 2012/13 – 1. Runde, 28.10.2012, Prater

 

Die Bedingungen:     Die 2. Landesliga war auf Seite A (Bahnen 1 – 8) eingeteilt. Eigentlich wären es die seit Monaten bekannten Highscore-Bedingungen gewesen, wenn nicht spätestens im 4. Spiel die Grenzen dieser Ölung aufgezeigt worden wären. Kurz: die Masse der Rechtshänder „knüppelte“ sich die Bahnen derart nieder, dass die Bälle schließlich nur noch über extrem weite Linien (und dem notwendigen Glück beim Pinfall) oder mit dürftiger Drehung (nach dem Motto „schräg eini und durch“) die Strikegasse verlässlich erreichten. Die erzielten Ergebnisse spiegeln diese Einschätzung wider.

Ok – die Bedingungen waren für alle gleich. Uns waren sie halt heute nicht so sympathisch wie gewohnt – haben wir doch immerhin eine Anzahl langjähriger „echter“ Prater-Spieler.

Ohne Spiel 4 wäre es sogar noch eine brauchbare Serie geworden. Aber so ist halt das Wiener Bowler-Leben…

Unser Spiel:     Wir starteten die neue Saison mit dem Team Felix Weissensteiner-Langer-Bittner-Fiala-Liftenegger und bekamen es auf den Randbahnen 1/2 gleich mit dem Wienerliga-Absteiger Casino zu tun. Wie sich gleich herausstellen sollte, war das kein berauschendes Los. Mit 986 zu 1106 kamen wir deutlich unter die Räder. Kalt erwischt? Nein: fehleranfällig! Schade.

Auf 3/4 war anschließend der Cupfinalist von gestern, Split WT 17, zu bekämpfen. Eigentlich sahen wir gegen Mitte des Spiels wie der sichere Sieger aus, machten uns aber durch mehrere Räumfehler das Leben selbst schwer und mussten schließlich froh sein, einen knappen 1046 zu 1041-Sieg nachhause zu zittern. Spiel 3 war einfacher als erwartet, denn gegen Strike & Spare tun wir uns immer schwer – besonders auf aggressiven Bahnen. Auf den Bahnen 5/6 ging es diesmal gut: 1023 : 944. Felix kann im Moment seine Form nicht finden und machte nach diesem Spiel für den in der Reserve groß aufspielenden Roland Horak Platz. Jetzt kam die böse Überraschung: gegen Future BTA auf 7/8 hatten wir mit den „staubigen“ Bahnen unsere liebe Not. Zahlreiche Splits gepaart mit unglücklichem Pinfall und unsere bisherige Tagesarbeit war zunichte gemacht. Grottenschlechte 860 (in „unserem“ Prater?!) waren für das Future BTA-Team (1004) kein Problem. Zurück auf die Randbahnen zur Schadensbegrenzung gegen Pegasus-Kobra! Aber wir schafften es nicht wirklich. Die Bahnen 1 und 2 waren noch um ein Eckhaus trockener und wir suchten verzweifelt nach spielbaren Linien, um die hohen Eingänge zu minimieren. Heini lief jetzt bereits sein „Smilie“, der neue Spare-Ball, davon. Mit vereinzelten Treffern erwürgten wir einen annehmbaren Sieg, der mit 960 zu 889 sogar recht deutlich ausfiel. War allerdings nicht nur unser Verdienst. Für eine echte Wiedergutmachung (sprich: 200 Mannschaftsschnitt) war es weit zu wenig. Schwamm drüber.

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Weissensteiner Felix

175

195

152

224 R

193 R

939

187,800

Langer

206

232

209

160

214

1021

204,200

Bittner

214

194

203

150

185

946

189,200

Fiala

201

246

246

192

172

1057

211,400

Liftenegger

190

179

213

178

195

955

191,000

Horak

202 R

216 R

226 R

180

194

1018

203,600

Schwarz

214 R

177 R

211 R

199 R

191 R

992

198,400

Team-Ergebnis

986

1046

1023

860

960

4875

195,000

Gegner

Casino

Split

Strike

Future

Pegasus

 

 

Ergebnis Gegner

1106

1041

944

1004

889

4984

 

Punkte

-

1

1

-

1

3

 100,25 PP

Die Anderen und die Tagesbesten:      Vier Teams mit einem Mannschaftsschnitt über 200: Casino 5122 Pins/5 Siege, Future BTA 5093/4, Pegasus Kobra 5088/2 und Strike & Spare 5020 Pins/1 Sieg.

Wir erspielten in dieser ersten Runde um gerade einmal 0,02 PetersenPunkte mehr als beim Saisonstart 2011/2012 (was damals – auf schwierigeren Bahnen - genug für den 2. Tabellenplatz war), nämlich 4875 Pins mit 3 Siegen. Der überraschende Cup-Finalist Split WT 17 war heute mit 4840 Pins ohne Siegpunkt unterwegs.

Highscores der Teams:                         Pegasus Kobra mit 1201 im 2. Spiel, Strike & Spare 1118/2., Casino 1106/gegen uns im 1.Spiel, Future BTA 1072/5., Tyrolia 1046/2. und Split WT 17 1041/gegen uns im 2. Spiel.

Beste Einzelspieler:      René Bauer 1156 (268-247-269 in den Spielen 2-4), Hans Had 1125 (249/1.,267/ 2.), Heribert Zirps 1116 (277/2.), Christian Stefan 1069 (246/4.), Robert Fürst 1067 (241/5.), Manfred Hutterer 1063 (235/1.,245/2.), Walter Fiala 1057 (246/2., 246/3.), Richard Klug 1054 (235/1.), Christian Provaznik 1046 (237/1., 247/2.), Reinhard Handler 1030, Alfred Setik 1024, Michael Langer 1021, Günther Heyde 1016, Robert Skach 1007 (238/2.) und Günther Schroll 1004 (248/5.).

Die Tabelle nach dem 1. Spieltag:

1. Casino                     107,22 PP

2. Future BTA 1            105,43              Rückstand        1,29 PP

3. Pegasus Kobra 1      103,38                                     3,34

4. Strike & Spare 1       101,20                                     6,02

5. Tyrolia 1                   100,25                                     6,47

6. Split WT 17 1              96,40                                    10,32

Resümee:       Nach der Papierform scheinbar eine sehr starke und ausgeglichene Liga, die uns da heuer erwartet. Unser Saisonziel bleibt natürlich der Wiederaufstieg, aber das wird kein Honiglecken. Wir brauchen in den entscheidenden Frames einfach mehr Selbstvertrauen, als in den letzten Saisonen. Aus meiner Sicht passt der Kader. Vorsichtiger Optimismus ist durchaus berechtigt. Allerdings: die Luft im Oberhaus ist erfahrungsgemäß sehr dünn. Das haben wir noch nicht vergessen.

Bis bald

Walter

mailto:wafi@chello.at