TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Österreichischer Cup 2012, Herren, 26. und 27.10.2012, Plus

 

Die Bedingungen:      Großes, ganztägiges Cup-Fest (für Damen und Herren) in der Wiener Verbandshalle am Staatsfeiertag: die bekannt angenehme Hausölung der Saison in der Plus gepaart mit dem nötigen Event-Know-how der Verantwortlichen – und schon konnte man sich so richtig wohlfühlen. Der seit dem Vorjahr geltende Austragungsmodus (Achtelfinale mit 2 x 3 Spielen, um die Fahrt in den Veranstaltungsort – derzeit halt Wien - für die Reisenden attraktiver zu machen. Denn wer fährt schon gerne weit, um im Worstcase nach vielleicht nur drei Spielen gleich wieder ebenso weit heimfahren zu müssen?) wurde von den Plus-Leuten dafür genützt, zu zeigen, dass man hier wirklich gut veranstalten kann. Achtelfinale, Spiele 1 bis 3 – Bahnenpflege, Buffet zu moderatem Preis – Achtelfinale, Spiele 4 bis 6 – Bahnenpflege, noch immer Buffet – Viertelfinale 3 Spiele – weiterhin Buffet. Sportlerherz, Bowlingherz was willst du mehr? Alles hat wunderbar geklappt – so kann man es auch machen. Ganztags-Buffet zum Superpreis, das übrigens stets nachgefüllt wurde, dadurch keine Wartezeiten und in den Bahnenpflege-Pausen genug Zeit zum Essen. Ganztags volles Haus – na klar. Darüber hinaus: wie immer freundliches, flinkes Personal. Danke Plus.

Ein diesmal auffallend unaufgeregter Oberschiedsrichter Gerhard Schindler, der (wie immer) alles freundlich (ist nicht immer so) im Griff hatte und vorbildlich (wie immer) und zeitnahe für den umfassenden Ergebnisbericht im Internet sorgte. Danke Gerhard.

Dass natürlich auch die Ergebnisse herzeigbar waren (wen wundert das bei dieser Ölung?), machte diese Veranstaltung zum rundum gelungenen Vorzeige-Bowling-Tag.

Da mein Team leider im Viertelfinale gegen den späteren Cupsieger Etoile 1 ausscheiden musste, bezieht sich mein „Live“-Bericht (mit Ausnahme der Ergebnisse) nur auf den Staatsfeiertag.

Ich gehe aber davon aus, dass am Finaltag Samstag alles gleich positiv weiter lief.

Unser Spiel im Achtelfinale:   Wir starteten in der Besetzung Roland Horak, Felix Weissensteiner,  Heini Bittner, Walter Fiala und Martin Liftenegger auf den Bahnen 25/26. Der vorgegebene Bahnwechsel-Modus hatte für uns den Vorteil, dass wir die erste Dreier-Serie nur bis 29/30 wandern mussten. Erst nach der Pause starteten wir auf 13/14. Das Achtelfinale in dieser Spielart (für uns neu, da wir im Vorjahr nicht qualifiziert waren) ist recht interessant und abwechslungsreich, da man es jedes Spiel mit einer anderen Mannschaft zu tun bekommt und so den anderen etwas über die Schulter schauen kann ohne wirklich dem Stress ausgesetzt zu sein, unbedingt gewinnen zu müssen. Zusammengerechnet wird nach 6 Spielen. Dann weiß man, wer sich für das Viertelfinale qualifiziert hat. Der Zwischenstand war durch den Info-Screen in der Halle immer transparent.

Im Rahmen unserer Möglichkeiten spielten wir nicht schlecht – im Zwischenstand waren wir eigentlich nie in Gefahr, aus den Top 8 zu fallen, obwohl der Abstand zu den Spitzenteams doch beträchtlich war. Aber es wurde da auch österreichisches Bowling vom feinsten geboten. Vor allem Unistahl 1 mit Fürbacher, Kubalek, Baumgartner, Loos und Rauscher hatten Spiellaune und waren der Konkurrenz (zumindest an diesem Staatsfeiertag) weit voraus. Es war eigentlich nicht vorstellbar, dass dieses Team den Cup 2012 nicht heim spielen würde. Aber dazu später.

Zurück zu unserem Spiel: Heini und Martin waren mit den anderen Spitzenleuten annähernd auf Augenhöhe, ich hielt recht ordentlich mit, Roland hatte Pech mit einer Serie von Cherry-Würfen. Felix lief es nicht nach Wunsch, daher machte er nach 3 Spielen Michael Langer Platz, der – nach intensivem Spare-Training in den letzten Wochen – fehlerlose sechs Spiele durchhielt und damit bewies, dass mit ihm in dieser Saison wirklich wieder zu rechnen sein müsste. Bravo Michi. Das hilft uns weiter – darauf haben wir alle gehofft und gewartet. Bleib dran!

Es gelangen uns im Achtelfinale zwei passable Serien mit 3016 und 3161 (205,9 Mannschaftsschnitt), was uns insgesamt den 6. Platz eintrug. Wir waren in „guter Gesellschaft“ und mussten uns nicht verstecken. Das Viertelfinale war eine rein wienerische Angelegenheit. Bester Bundesländer-Vertreter war der BC Salzburg auf Rang 10 mit annähernd 193 Mannschaftsschnitt.

 


Achtelfinale, 26.10.

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Serie 1

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Serie 2

Gesamtpins

Schnitt

Horak

202

185

180

567

169

213

190

572

1139

189,833

Weissensteiner Felix

151

187

174

512

-

-

-

-

512

170,667

Bittner

194

214

223

631

214

211

257

682

1313

218,833

Fiala

217

242

175

634

207

189

210

606

1240

206,667

Liftenegger

231

249

190

670

195

246

236

677

1347

224,500

Langer

-

-

-

-

195

224

207

626

626

208,667

Team-Ergebnis

995

1077

942

3014

980

1083

1100

3163

6177

205,900


Die Anderen:      Unistahl 1 mit 7040 Pins (mehr als 234 Schnitt) war im Achtelfinale das Maß aller Dinge. Team-Ergebnisse zwischen 1132 und 1225 konnten sich wahrlich sehen lassen. Alle anderen Teams hatten im Minimum annähernd 600 Pins Rückstand. Insgesamt 6 Teams spielten (deutlich) über 200 Mannschaftsschnitt.

Die besten Einzelspieler im Achtelfinale:        Loos 1450 (mehr als 241 Schnitt), Kubalek 1433, Fürbacher 1425, Grundschober 1422, Günter Weiss 1393, Baumgartner 1377, Steinbacher 1357, Alex Rauscher 1355, Witura 1352, Liftenegger 1347, Kromer 1337, Daniel Hahn 1319, Bittner 1313, Michael Rauscher 1306 und dazu noch 20 (!) 6er-Serien über 1200.

 

Die Team-Ergebnisse im Überblick (Aufsteiger fett gedruckt):

 

Unistahl 1        7040                            Gambler                                   5839

Etoile 1            6441                            Salzburg                                   5786

Unistahl 2        6331                            Erste Bank                               5750

Cosmos           6277                             Leondinger City Strikers                       5485

BJB                 6233                             Bowling Bulls Klagenfurt           5269

Tyrolia 1          6177                            Baden                                      5110

Split WT 17      5906                            BV OÖ                                     4930

Stadlau 2         5882                            Fireball Tirol                             4927

                                                           Phantom Strikers Salzburg        4740

 

Unser Spiel im Viertelfinale:               Für die Abendsession zogen wir Etoile 1 als Gegner. Und es wurden wieder die Bahnen 25/26. Ein gutes Omen? Unser Team zum Achtelfinale unverändert: Horak-Langer-Bittner-Fiala-Liftgenegger. Wie schon am Morgen dieses langen Bowling-Tages, kamen wir nicht geschlossen sofort in die Gänge und handelten uns mit 957 zu 1075 gleich einen ordentlichen Rückstand ein, der gegen Teams in der Stärke von Etoile eher schwer einzuholen ist. Auch im zweiten Spiel lief es nicht ganz nach Wunsch und nach 979 zu 1088 war der Rückstand auf 227 Pins angewachsen. Noch um die kleine theoretische Chance kämpfend steigerten wir uns – begünstigt durch einen kleinen „Durchhänger“ unserer Gegner in der Spielmitte – auf 1073, was aber nur eine nette Ergebniskosmetik brachte, weil Etoile 994 erreichte und mit 3157 zu 3009 verdient ins Semifinale am Samstag aufstieg.

Viertelfinale, 26.10.

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

        Serie

Schnitt

Horak

168

191

179

538

179,333

Langer

183

188

219

590

196,667

Bittner

171

225

254

650

216,667

Fiala

228

202

186

616

205,333

Liftenegger

207

173

235

615

205,000

Team-Ergebnis

957

979

1073

3009

200,600

Ergebnis Etoile 1

1075

1088

994

3157

+ 148 Pins

Alle Team-Ergebnisse:

Etoile 1 – Tyrolia 1                               3157 : 3009

Unistahl 2 – Stadlau 2                          3248 : 2885

Unistahl 1 – BJB                                 3426 : 3004

Cosmos – Split WT 17                         3057 : 3084

Die besten Einzelspieler im Viertelfinale:        Alex Rauscher 758, Michael Rauscher 741, Loos 732, Kubalek und Grundschober je 722, Daniel Hahn 694, Raphael Rulz 671, Bachinger 669, Zatzka 662, Panzenböck 655 und Bittner 650. Noch 14 weitere Spieler erreichten 600er-Serien.

 

Resümee:      Wir brauchten uns mit unseren Leistungen (alle drei Team-Serien über 3000) nicht verstecken. Dass wir an die Spitze nicht ganz heran reichen wussten wir vorher schon. Allerdings: an guten Tagen und bei glücklichem Pinfall ist vieles möglich. Etoile war nicht der leichteste Gegner.

 

In Kürze noch die Ergebnisse der Herren vom Finaltag, Samstag 27.0.2012 (Quelle für die Ergebnisse: Homepage des LVWB):

HALBFINALE

Unistahl 1 – Etoile 1                 3052 : 3124

Unistahl 2 – Split WT 17           3015 : 3195                 

Beste Einzelspieler:      Kubalek 729, Stefan 696, Gabrielian 674, Linke 650. Weitere 11 Spieler über 600. Das heisst: 75 % aller Teilnehmer über 200 Schnitt.

 

FINALE

Etoile 1 – Split WT 17               3366 : 2948                  Österr. Cupsieger 2012 bei den Herren: ETOILE 1

 

Spiel um Platz 3:

Unistahl 1 – Unistahl 2             3314 : 3038

Beste Einzelspieler:      Kubalek und Christian Schwarzbauer je 718, R.Rulz 714, G.Weiss 707, Alex Rauscher 664, Daniel Hahn 662, Gabrielian 661, Rodriguez 652. Weitere 7 Spieler über 600.

 

Bei den DAMEN siegte ebenfalls ETOILE (im Finale gegen Funk 1). Das Spiel um Platz 3 gewann Unistahl 1 gegen Unistahl 2.

 

Resümee:        Nightmare für die sieggewohnten Damen und Herren von Unistahl: im Semifinale schieden alle 4 Teams aus. Ein Ergebnis, das man in der Form nach den Ergebnissen des Staatsfeiertags nicht erwarten konnte. Die Unistahl-Leute mögen mir verzeihen, aber ihnen tut das nicht sonderlich weh – solche Tage gibt es halt. Für den Wiener Bowlingsport sehe ich die Sache eher positiv belebend.

Insgesamt ist zu bemerken: bietet man unseren Spitzenleuten freundliche Verhältnisse, dann wissen sie diese sehr wohl auszunutzen. National zählt das allemal. Eine alte Bowlingfloskel sagt: „hin treffen muss man auch erst“. Und auch unter diesen Highscore-Bedingungen sind – wenige Ausnahmen bestätigen die Regel – die „üblichen Verdächtigen“ vorne.

Bis bald

Walter     mailto:wafi@chello.at