TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Österr. Cup, Wiener Vorrunde 2011/12 – 15.10.2011, Florido

 

Nachdem der LV Wien im Österr. Cup mit nur 9 Mannschaften vertreten ist, durch die neue verpflichtende Teilnahme für die oberen Wiener Spielklassen aber mehr Mannschaften genannt waren, mussten 4 Teams in eine „Vorrunde zur Vorrunde“. Darunter auch wir.

Da Black Jack für die Vorrunde abgesagt hat, wurde vom LVWB ein Freilos gezogen, das auf Unistahl 1 fiel.

Die Bedingungen:      Wir starteten zur Vor-Vorrunde im ersten Stock auf für uns wieder einmal sehr gewöhnungsbedürftigen Bahnen: wollte man was treffen, dann war der 2. Pfeil tabu. Die besten Resultate waren über die Mitte oder ganz außen möglich. Viele Aktive (nicht nur Tyrolia-Spieler) sprachen von so genannten „gestreiften“ Bahnen. Unser allgemein meist ungenaues Spiel führte zu zahlreichen Splits, die teilweise nach der Art der Kugelabgabe aber auch unerklärlich schienen. Besonders hart wog die Tatsache, dass scheinbar jedes Bahnenpaar auch noch in sich ein wenig unterschiedlich zu spielen war. Sei ´s drum – gegen den Wind kann man nicht pinkeln. In unserem Sport sind wir halt sehr von den technischen Rahmenbedingungen abhängig. Wir sind gut beraten, in unseren persönlichen Erwartungshaltungen eben etwas leiser zu treten.

Unser Spiel:   Wir spielten mit Roland Horak, Helmut Weissensteiner, Heini Bittner, Felix Weissensteiner und Martin Liftenegger auf 15/16 gegen BSC Phönix – und es war lange Zeit eine sehr enge Partie. Eine Unsumme individuelle Fehler und Unkonzentriertheiten machte uns das Leben schwer. Die eine oder andere kleinere Formkrise war auch nicht zu übersehen. Spiel 1 ging mit 924 zu 922 an uns. Unseren 2-Pins-Polster konnten wir im Spiel 2 auf 40 Pins ausbauen, aber erst im 3. Spiel ging unsere Rechnung mit 992 zu 873 einiger Maßen auf. Letzten Endes 159 Pins Vorsprung sind weit komfortabler als im Match zu erwarten war.

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Serie

Schnitt

Horak

190

180

178

548

182,667

Weissensteiner Helmut

190

165

174

529

176,333

Bittner

167

211

234

612

204,000

Weissensteiner Felix

147

188

220

555

185,000

Liftenegger

230

171

186

587

195,667

Team-Ergebnis

924

915

992

2831

188,733

Ergebnis BSC Phönix

922

877

873

2672

- 159 Pins

Die Anderen und die Besten:      Im zweiten Spiel behielt die Spielgemeinschaft Pegasus/Kobra gegen die Gambler dank eines sehr gut disponierten René Bauer (Serie 624 / 279 im 1. Spiel) die Oberhand. Mit 2832 zu 2710 schafften Bauer & Co um 1 Pin auch die Höchstserie des Vormittags.

Die besten Einzelspieler: René Bauer (624) vor Heini Bittner 612.

 

 

Die Wiener Vorrunde selbst

 

Die Bedingungen im 1. Stock am Nachmittag praktisch identisch wie um 10 Uhr, wobei man natürlich die höhere Raumtemperatur langsam merkte. Die Bedingungen im 3. Stock entziehen sich meiner Beurteilung. Wie immer war das Platzangebot für 5er-Teams halt etwas begrenzt, obwohl sich 16 Mannschaften auf 2 Stockwerke aufteilten.

Unser Spiel:     In gleicher Aufstellung wie am Vormittag waren wir – nicht gerade auf unseren Wunschbahnen 19/20 - gegen das Team Bowling4You der vermeintliche Favorit, aber (Achtung: fürs Phrasen-schwein) erstens kommt es anders, zweitens, als man denkt. Leider waren die ansonsten sehr verlässlichen Weissensteiner-Brüder jetzt total von der Rolle, aber auch Wuzi, Heini und Martin hat man in Floridsdorf schon höher spielen gesehen. Und gewinnen und verlieren kann immer nur das gesamte Team. Also Schuldzuweisungen sind für mich immer fehl am Platz. Es sollte halt nicht sein, dass wir uns diesem seltsam reorganisierten Cup-System Ende des Monats stellen müssen – hat auch was für sich (nicht das System, sondern, dass wir Pause haben).

Apropos Cup-Reorganisation: vielleicht fällt den Verantwortlichen demnächst einmal ein, dass in der 3er auch nur mehr nach reiner Pinwertung je Durchgang gerechnet wird (und dadurch die Paarungen vollkommen „wurscht“ sind) – dann hätten wir endlich den Totalbankrott der KO-Wertung UND unseres Sports beschlossen. So ein kranker Käse, das Prinzip des KO-Systems im Cup zu verlassen, aber das ist eine andere Geschichte. Wir wären dennoch lieber dabei gewesen. Das gebe ich gerne zu.

Kurz zurück zu unserem Spiel: nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen im ersten Durchgang (921 zu 922), hatten wir im Spiel 2 einen kollektiven Durchhänger (indiskutable 793 zu 876), was uns den respektablen Rückstand von 84 Pins eintrug. In unserem Abschiedsdurchgang sah zwischenzeitlich einmal kurz danach aus, dass das Wunder eventuell noch möglich werden könnte, aber Konzentrationsmängel gepaart mit unglücklichem Pinfall gaben uns den Rest. Das 940 zu 929 war weniger als Resultatskosmetik.

 

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Serie

Schnitt

Horak

200

157

205

562

187,333

Weissensteiner Helmut

187

150

132

469

156,333

Bittner

164

193

210

567

189,000

Weissensteiner Felix

160

121

179

460

153,333

Liftenegger

209

172

214

595

198,333

Team-Ergebnis

920

793

940

2653

176,867

Ergebnis Bowling4You

921

876

929

2726

+ 73 Pins

 

 

Alle Spiele und die Aufsteiger (fett gedruckt) im Überblick, wobei das Stockwerk in der Aufzählung nicht berücksichtigt ist:

 

Erste Bank – Split/WT17          2694 : 2730

Cosmos – Etoile 1                   2938 : 3028

Stadlau 2 – Casino 2                2830 : 2822

Stadlau 1 – Pegasus/Kobra      3108 : 2738

Bowling4You – Tyrolia 1          2726 : 2653

Tyrolia 2 – Strike & Spare         2442 : 2676

Vienna Strikers – BC Funk       2627 : 2437

Future/BTA – Unistahl 2           3017 : 3170

 

Freilos :           Unistahl 1       

 

Die siegreichen Teams erreichten zwischen 3170 und 2627 Pins, die Verlierer schafften zwischen 3017 und 2437.

 

Die besten Einzelspieler: Gonaus 706 (3.Stock), Grundschober 705 (1.), Terc 664 (3.), Tybl 660 (3.), Daniel Hahn 647 (1.), Spacal 646 (1.), Raphael Rulz 646 (3.) und Michael Rauscher 644 (1.Stock).

 

Resümee:     

Ende der Farce wegen zu geringer Teilnahme. Endlich Pflichtbewerb für einzelne Spielklassen.

Start der Farce durch reine Pinwertung im Viertelfinale. Ein freundliches Adieu an den ehemaligen Reiz des Cups durch die Möglichkeit der Überraschung. Mittun oder die Kugeln einmotten und aufhören. Schade – das ist keine echte Wahl…

Bis bald

Walter

mailto:wafi@chello.at