TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

2. Landesliga 5er Herren 2011/12 – 2. Runde, 16.10.2011, Post

 

Die Bedingungen:      Sehr angenehme Bahnenverhältnisse – bis zum letzten Durchgang waren ausgezeichnete Resultate möglich. Nicht so trocken wie in der vergangenen Saison. Ganz außen eher schwierig, aber innerhalb des 5. Boards fast alle Linien möglich – die besten Spieler sprachen sicher heute von „Autobahnen“. Die zweite Landesliga war zwischen Bahn 15 und 22 aktiv, wobei die Loipen vor dem Ausgang naturgemäß noch weit griffiger waren. Wie immer galt: „man musste auch hin treffen“ und rechtzeitig nachkorrigieren, um sich nicht Splits und Cherries einzufangen. Zahlreiche Aktive nutzten heute die Gunst der Stunde.

Unser Spiel:     Unsere Startmannschaft wie gehabt: Horak-Helmut Weissensteiner-Bittner-Felix Weissensteiner-Liftenegger. In der Reserve versuchte ich nach mehr als zweimonatiger Pause mein Comeback und ich bin nicht unzufrieden: keine Schmerzen, aber noch bin ich in meinem Spiel auf einem Niveau limitiert, das mir nicht ausreicht. Man glaubt gar nicht, wie rasch die Fingerkuppen durch eine längere Spielpause wieder weich werden und das Timing in vielen Kleinigkeiten noch unrund sein kann. Ich bin zuversichtlich für die kommenden Monate.

Zurück zum Wesentlichen: wir starteten gegen Black Jack auf 19/20 (die Bahnennummern waren uns vom gestrigen Cup-Aus in der Florido noch sattsam bekannt) und gar nicht so übel. Hätten wir nicht gegen Ende des Spiels etwas geschwächelt, wäre ein deutlicher Sieg durchaus möglich gewesen. So verschenkten wir im Schlussframe den Siegpunkt (966 zu 977).Gegen Strike & Spare auf 21/22 lief es kaum besser, aber es reichte zum ersten Tagessieg (975:887). Gegen „die jungen Wilden“ des BSC Phönix sahen wir nicht gerade gut aus. Heute eher schwache 927 waren gegen die auch nicht überragenden 950 zu wenig.

Jetzt nahm unser neuer Kapitän, Martin Liftenegger, mich für Wuzi Horak, der heute im Anwurf kein Pinglück und beim Räumen keine Sicherheit hatte, in die Mannschaft. Es lief auch mir ebenso suboptimal wie ihm, aber dennoch ging – warum auch immer - ein gewisser Ruck durchs Team und wir schafften auf den weit griffigeren vier Bahnen (15/16 und 17/18) zuerst gegen Tabellenführer Future/BTA mit 1030 zu 967 und dann gegen das Tabellenschlusslicht Pegasus/Kobra mit 1006 zu 888 endlich auch Spiele jenseits der 1000er Grenze. Das war so was wie Schadensbegrenzung.

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Horak

160

178

159

-

-

497

165,667

Weissensteiner Helmut

225

236

176

201

193

1031

206,200

Bittner

167

203

215

212

213

1010

202,000

Weissensteiner Felix

211

160

178

181

203

933

186,600

Liftenegger

203

198

199

263

226

1089

217,800

Fiala

190 R

168 R

221 R

173

171

923

184,600

Langer

170 R

162 R

170 R

169 R

169 R

844

168,800

Kaiser Franz

180 R

        186 R

146 R

        210 R

        144 R

866

173,200

Team-Ergebnis

966

975

927

1030

1006

4904

196,16

Gegner

BJB

Strike

Phönix

Future

Pegasus

 

 

Ergebnis Gegner

977

887

950

967

888

4669

 

Punkte

-

1

-

1

1

4

 101,04 PP

Die Anderen und die Tagesbesten:      Überragendes und einziges Team mit einem Schnitt 200+ heute Future/BTA mit 5144 Pins(205,76 Schnitt) und 3 Siegpunkten. Mit großem Abstand folgen Strike & Spare mit 4988/4 und Black Jack mit 4941/3. Unsere 4904/3 reihen sich jetzt ein und dahinter noch BSC Phönix (4730/2) und Pegasus/Kobra mit nur 4547 Pins ohne Sieg.

Highscores Teams: Future 1130 im 5., Strike 1115 im 4., BJB 1039 im 4. und wir mit 1030 ebenfalls im 4. Spiel – also: allesamt wieder einmal „Trockenbahn-Heizer“? Warum nicht? Schlecht?  Wir stehen dazu. Es ist immer so, nur wollen es viele Spieler nicht zugeben, weil sie glauben, sich damit was zu vergeben. Jahre lang läuft es schon so, aber wahrhaben will es kaum einer. Was ist eigentlich böse daran, dass unsere Ligen lieber auf griffigen Bahnen spielen? Alle! Ja, wirklich alle.

Beste Einzelspieler: Walter Rieger 1128 (225,6 Schnitt) vor Ferdinand Wiesauer (Future) 1120 und 300, seinem ersten perfekten Spiel, im Schlussmatch auf 31/32 (Ferdi wird nicht traurig darüber gewesen sein, dass aufgrund eines Bahnengebrechens von 21/22 auf 31/32 auszuweichen war). Herzliche Gratulation! Ich freue mich mit dir, Ferdl.

Weiters noch top: Martin Liftenegger 1089 (263/5.Spiel), Hans Had 1069, Christian Provazni8k 1057, Robert Fürst 1045, Norbert Leitner 1034 und Helmut Weissensteiner 1031.

Besondere Einzelspiele schafften auch Peter Kantner 264/2. und Christoph Rohrmoser 258/1.

Die Tabelle nach dem 2. Spieltag:

1.(1) Future       208,04 PP

2.(2) Tyrolia      201,27              Rückstand        6,27 PP

3.(4) Strike        201,18                                      6,36

4.(3) BJB          200,46                                     7,08

5.(5) Phönix      193,42                                    14,12

6.(6) Pegasus   185,03                                    23,01

Resümee:      Die Tabelle erhält langsam Struktur. Future hat sich heute etwas abgesetzt und dahinter geht es mehr als eng zu. Zwischen dem Zweiten und dem Vierten liegen gerade einmal 31 Pins. Wenn wir uns im Team einmal konsolidiert haben, sollten wir unser Potenzial ausschöpfen, bevor der Rückstand zu groß wird. Noch ist nichts passiert.

Die Florido-Runde Anfang Dezember wird ein wichtiger Prüfstein sein. Immerhin ist Tabellenführer Future/BTA dort „daheim“.

Bis bald

Walter

mailto:wafi@chello.at