TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

2. Landesliga 5er Herren 2011/12 – 8. und letzte Runde, 29.04.2012, Florido

 

Die Bedingungen:   Interessante(?) andere Ölung als sonst. Jede Bahn gefühlt anders – aber das war noch das geringste Übel. Stickige, zu warme Luft in der Anlage. Wiederholt Dauer-Rechen auf 15/16, Pin 7 auf Bahn 15 immer zu nah am 4er Pin aufgestellt, Pin 4 auf Bahn 22 fällt permanent um oder wird nicht aufgestellt, die Bahnen 19/20 fallen überhaupt aufgrund technischer Dauerprobleme aus, im Finish auch noch eine weitere Doppelbahn aus gleichem Grund. Wiederholt endlos langes Warten auf den Mechaniker. Auf den Reservebahnen werden wiederholt gefallene Pins am Pindeck liegen gelassen und weiter gespielt, weil man sich die Wartezeiten auf den Mechaniker vermutlich ersparen will oder „weil es eh wurscht ist“. In der Vergangenheit nicht durch besondere Sportlichkeit aufgefallene Spieler sind daran beteiligt. Ist das jetzt alles nur mehr ein Kasperltheater oder wollen wir noch immer unseren Sport fair und unter annähernd gleichen Bedingungen ausüben? So macht Bowling für die Mehrheit der sportlich orientierten Freunde und Kollegen wahrlich keinen Spaß mehr.

Und: der Bewerb dauerte bis nach 15.30 Uhr (eine Stunde länger als sonst üblich).

Der Beitrag der Offiziellen zum Wohlbefinden: während der immer wieder auftretenden Wartezeiten auf technische Intervention hebt der Schiedsrichter die Sportordnung auf – ein mehr als entbehrlicher und in letzter Zeit üblicher Kniefall vor den Rauchern?! Hallo, wo gibt es das denn? Schon beim Senioreneinzel am Sonntag wurde „während des Stockwerk-Wechsels“ die Sportordnung aufgehoben. Was soll denn das wieder, bitte? Genügt es nicht schon, dass „an der Bar auch im Nichtraucher-Bereich geraucht werden darf“ und die Aschenbecher brechend voll sind? Müssen wir nach unserem Sport immer stinken, als wären wir in einem Beisl gewesen?

Übrigens: darf in diesen Phasen mit aufgehobener Sportordnung eigentlich auch Alkohol getrunken und gegessen werden, oder bekommen nur die Raucher einen Freibrief, ihre Gesundheit und die Gesundheit der vielen Nichtraucher mit Füßen zu treten? Würde mich interessieren, ob in der Sportordnung solche fragwürdigen Entscheidungen überhaupt gedeckt sind…

Gute Nacht, Bowlingsport.

Die Raucher nerve ich mit meinen Bemerkungen sicher tierisch. Macht nichts.

Aber ich werde nicht müde, solange weiter zu machen, bis endlich der Sport gesiegt hat und wir nur mehr angenehme rauchfreie Sporthallen angeboten bekommen.

Wann gibt endlich einmal der Landesverband oder der ÖSKB vor, was in den Hallen während der sportlichen Bewerbe erlaubt ist und was nicht. Was die Hallen außerhalb unserer Bewerbzeiten machen, kann und will ihnen ohnehin niemand streitig machen.

Sport muss Sport bleiben. Viel mehr: wieder Sport werden. Wem das nicht gefällt, der kann ja private Veranstaltungen außerhalb des Verbandsgeschehens frequentieren. Davon gibt es genug – und die gestalten ihre Bewerbe berechtigter Weise so, wie sie eben wollen. Und das mit Recht.

Unser Spiel:     Unsere Start-Mannschaft: Horak-Helmut Weissensteiner-Bittner-Fiala-Liftenegger. Felix verordnete sich selbst eine Spielpause. Gespielt wurde im ersten Stockwerk. Spiel 1 auf 15-16 gegen Future. Und gegen die „Co-Hausherren“ rund um Robert Fürst gelang uns ein Achtungserfolg. 967 zu 939. Kein hohes Niveau, aber spannend. Auf 21-22 bekamen wir es dann mit der jungen Phönix-Mannschaft zu tun, die denkbar schlecht gestartet war und unter anderem dadurch nervlich etwas angegriffen schien. Immerhin ging es für die jungen Leute um den Klassenerhalt und der Hauptgegner Pegasus/Kobra machte von Beginn an mächtig Druck. Durch viele Individualfehler in den ersten Frames erleichterte uns Phönix die Arbeit und wir erreichten ein ungefährdetes 959 zu 836. Auf den Ersatzbahnen 17-18 (eine andere Welt!) konnten wir den Phönix-Jungen auch im Anschluss daran keine Entspannung anbieten, weil wir gegen ihren Rivalen Pegasus/Kobra knapp 907 zu 923 unterlagen. Zurück auf 15-16 dann eine gewisse Entspannung für uns. Gegen Leader Black Jack, wo Berti Lang nach langer Verletzungspause ein Comeback feierte. Mit heute recht ordentlichen 966 behielten wir gegen den späteren Meister und Aufsteiger (905) die Oberhand.

Jetzt kam Michi Langer für Helmut ins Spiel und in diesem letzten Spiel der Saison auf den schon lange „eingebrochenen“ Randbahnen 23-24 ereilte uns eine deftige Schlappe gegen Strike & Spare. Die Gelben waren in dieser Splitorgie deutlich besser (835 – 916). Schwamm drüber. Das war es also heuer.

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Horak

161

180

150

213

189

893

178,600

Weissensteiner Helmut

178

161

172

189

-

700

175,000

Bittner

216

205

235

183

163

1002

200,400

Fiala

189

200

163

206

146

904

180,800

Liftenegger

223

213

187

175

160

958

191,600

Langer

-

-

157 R

202 R

177

536

178,667

Kaiser Franz

144 R

189 R

157 R

114 R

133 R

737

147,400

Team-Ergebnis

967

959

907

966

835

4634

185,36

Gegner

Future

Phönix

Pegasus

BJB

Strike

 

 

Ergebnis Gegner

939

836

923

905

916

4519

 

Punkte

1

1

-

1

-

3

95,34 PP

Die Anderen und die Tagesbesten:    Kein Team über 200 Schnitt. Future/BTA heute deutlich voran: 4993 Pins (199,72 Schnitt) und 3 Siegpunkte. Pegasus folgte mit 4702/4 vor Tyrolia 4634/3 und Black Jack 4587/3. Strike & Spare schaffte mit 4646 nur einen Tagessieg – bezeichnender Weise gegen uns. Ja, so sind halt die gegenseitigen Angstgegner zueinander: „einmal der Gigl, einmal der Gogl“…

Der BSC Phönix verspielte mit nur 4453 Pins und 1 Siegpunkt die durchaus vorhandene Chance auf den Klassenerhalt.

Beste Einzelspieler: nur 2 Akteure mit einer kompletten Serie über 200 Schnitt. Robert Fürst 1076 (258 im 2. Spiel) und Heini Bittner 1002 (235/3.). Heribert Zirps 991 (257/5.) und Reini Handler 983 (238/3.) kamen dem 1000er dahinter noch am nächsten.

Gute Einzelspiele: Werner Gratsch 253/4., Wolfgang Hauska 253/5. und Günther Schroll 243/4.

Mannschafts-Höchstspiele: Future/BTA 1049/3., 1011/2. und 1002/4., Pegasus/Kobra 1007/4. und 1004/5. und BSC Phönix 1001/4.(gegen Future 1002 !).

Die Abschluss-Tabelle nach 8 Runden:

1.(1) BJB          825,05 PP                                                       Meister und Aufsteiger in die Wiener Landesliga (herzliche Gratulation und viel Glück im Wiener Oberhaus !)

2.(3) Future       803,29              Rückstand        21,26 PP

3.(2) Strike        798,35                                      26,15

4.(4) Tyrolia      786,24                                     38,31   

5.(6) Pegasus   780,00                                     45,05

6.(5) Phönix      772,37                                      52,18                Absteiger in die 1. Klasse

Resümee:      Neuerlicher Platztausch Future – Strike auf dem Podium. Die Spielvereinigung Pegasus-Kobra erstmals nicht Letzter – gerade im rechten Moment. Das war Berechnung – gratuliere, Burschen. Gesicherter vierter Tabellenplatz für uns. Kein Ruhmesblatt. Leider blieben wir in den Runden 4 und 5 in der Verbandshalle deutlich unter unseren Möglichkeiten, sonst wäre eine wesentlich bessere Platzierung in der Endabrechnung durchaus drinnen gewesen. In der 2. Landesliga können wir vorne mitspielen, was Spaß macht. Für den Wiederaufstieg sind wir im Moment nicht stark genug. Was immer schwieriger scheint, ist jedoch ohnehin der Klassenerhalt im Oberhaus, sollte einmal der Aufstieg wieder klappen. Es ist diesbezüglich nicht einfacher geworden. Unseren mehr als 10-jährigen „Paternoster-Betrieb“ haben wir noch in schmerzlicher Erinnerung im Hinterkopf.

Bis bald

Walter - mailto:wafi@chello.at