TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

1. Klasse 3er Herren 2011/12 – 6. und letzte Runde, 01.04.2012, Plus

 

Die Bedingungen:        Wir spielten ab dem Bahnen-Paar 23-24 bis 31-32 (25-26 defekt) und fanden sehr griffige Verhältnisse vor, wobei die Bahnen 29-30 – warum auch immer - noch um ein Eckhaus mehr reagierten. Tempospiel war gefragt und trotz oder gerade wegen der scharfen Ballreaktion im Finish hatte man viel Platz, wie wir so schön im Bowlingdeutsch sagen. Erwischte man die Linie (besser über die Mitte als außen) nicht optimal oder passte das Tempo nicht, dann flogen einem die Splits um die Ohren, dass es so eine Freude war.

Zum Thema rauchfreie Verbandshalle eine letzte Meldung meinerseits: vor einigen Wochen hat Thomas Tybl sein mir gegebenes Versprechen wie erwartet wahr gemacht und das Rauchverbot nunmehr in die Tat umgesetzt. Ich habe mich schon persönlich bei ihm dafür bedankt und hole das gerne an dieser Stelle – etwas später, weil ich meistens nur über unsere Mannschaftstermine berichte – nach. Das ist Handschlag-Qualität. Danke, Tom.

Unser Spiel:     Wir starteten diese letzte Runde auch wieder in der Standard-Besetzung Fiala-Bittner-Liftenegger. Unsere Ausgangssituation nicht schlecht: dritter Stockerlplatz mit drei Punkten plus etwa 300 Pins Luft zum Vierten Black Jack. Start auf 27-28 gegen unser zweites Team, das heute den schweren Kampf gegen den Abstieg zu bestehen hatte. Nach langem Kopf-an-Kopf-Rennen kam es zum Showdown der beiden Schlussmänner und wir hatten denkbar knapp das bessere Ende für uns. Martin fixierte mit einem Doppel den hauchdünnen 602 zu 601 Sieg. Aus sportlicher Sicht ein herzeigbares Ergebnis, aus Vereins-Egoismus Gott sei Dank kein Schuss ins Knie – was sich am Ende des Tages herausstellen sollte. Aber dazu später, es lagen ja noch sechs Spiele vor uns. Spiel 2: auf den Eckbahnen 31-32 war das Team Bowling4You, übrigens ebenfalls ein unmittelbarer Konkurrent unserer zweiten Mannschaft im Kampf gegen den Abstieg, unser nächster Gegner. Wir machten unsere Sache gut, erreichten abermals 602 Pins (gegen 574) und hatten damit 4 Punkte im Trockenen. Gleich nächster Gegner war Casino auf 29-30. Kleine Steigerung unsererseits auf 612 und deutlicher Sieg (+ 95) gegen den „Hauptgegner“ unserer Zweiten. Auf 23-24 wartete jetzt der Tabellen-Nachzügler 1. ÖBS. Sieg. Knapper als erwartet. 616 zu 586. OK. 8 Punkte „daheim“, aber bisher lagen alle unsere Gegner in der Tabelle hinter uns…

Zurück auf 29-30 konnten wir es nicht fassen, welche „Wüste“ sich da plötzlich bot. Gegner Etoile schoss uns in Grund und Boden (475 : 589), obwohl anfangs beide Teams mit Splitorgien zu kämpfen hatten und kein noch so weiter Ballweg auszureichen schien. Die Grünen konnten ab Mitte des Spiels Fuss fassen und zeigten warum sie in der Tabelle vor uns liegen. Martin nahm jetzt Alfi Schoppik für Heini Bittner ins Team, der mit den betont griffigen Bahnenverhältnissen leider heute nicht so recht fertig wurde. Im vorletzten Spiel auf 23-24 der erwartet enge Kampf gegen Black Jack. Neun Frames etwa gleichauf, aber sozusagen „Genickbruch“ im Schlussframe und daher mit 564 zu 598 noch relativ deutliche Niederlage. Im Kampf um Bronze oder Leder lagen wir vor dem Schlussmatch 2 Punkte und unter 100 Pins vor BJB. Wir standen dem Leader Cosmos gegenüber (auf 31-32) und auf den Nachbarbahnen bekämpfte Black Jack die Grünen um Daniel Hahn. Trotz einer diesmal vermeidbaren Niederlage (556 zu 586) hatten wir das bessere Ende für uns, weil Daniel Hahn mit einer 252er die Punkte für sein Team sichern konnte.

Der wahre Krimi dieses Spieltages spielte sich „am anderen Ende“ des 1.Klasse-Bahnenbereichs, auf 23-24, ab: unsere zweite Mannschaft mit den beiden Weissensteiners und Gerhard Schindler hatte den direkten Abstiegskampf gegen Casino zu bestehen. Die Dramaturgie wollte es so, dass beide Teams im letzten Spiel des Tages sozusagen um Sein und Nichtsein fighten mussten.

…und es war spannend bis zum letzten Mann: Felix Weissensteiner behielt die Nerven und rettete mit einem makellosen Zehner-Frame sein Team vor dem Abstieg. Bravo Felix. War nicht leicht, dieser Spieltag.

Kurios am Rande: wir gewannen die ersten vier Spiele und unsere Kumpels die letzten drei. Gerade richtig für die Bronzene und den Klassenerhalt. Uff – das war knapp.

Unsere Ergebnisse im Detail:

TYROLIA 1

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Fiala

192

193

198

189

169

196

188

1325

189,286

Bittner

187

188

204

180

165

-

-

924

184,800

Liftenegger

223

221

210

247

141

193

193

1428

204,000

Schoppik

-

-

-

-

-

175

175

350

175,000

Team-Ergebnis

602

602

612

616

475

564

556

4027

191,762

Gegner

Tyrolia2

Bowl4You

Casino

ÖBS

Etoile

BJB

Cosmos

 

 

Ergebnis Gegner

601

574

517

586

589

598

586

4051

 

Punkte

2

2

2

2

0

0

0

 

8 Punkte

 

TYROLIA 2

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Horak

194

190

148

165

148

-

-

845

169,000

Schindler

176

200

183

174

265

156

181

1335

190,714

Weissensteiner Felix

231

201

164

186

203

169

202

1356

193,714

Weissensteiner Helmut

-

-

-

-

-

199

197

396

198,000

Team-Ergebnis

601

591

495

525

616

524

580

3932

187,238

Gegner

Tyrolia1

BJB

Cosmos

Etoile

ÖBS

Bowl4You

Casino

 

 

Ergebnis Gegner

602

600

702

610

512

472

556

4054

 

 

0

0

0

0

2

2

2

 

6 Punkte

Die anderen und die Tagesbesten:      Der überlegene Meister Cosmos war auch heute wieder Maß aller Dinge: 4376 Pins (über 208 Schnitt) und 12 Punkte waren nicht zu schlagen. Grundschober und Co haben übrigens in der gesamten Meisterschaft nur 6 Spiele verloren. Super, gratuliere dazu herzlich!

Ebenfalls 12 Punkte schaffte Etoile mit 4213 Pins. Etwas unglücklich heute Black Jack: mit immerhin 4274 Pins wurden „nur“ 9 Punkte heimgespielt. Wir kamen mit 4027 Pins auf 8 Punkte. Tyrolia 2 erkämpfte mit 3932 Pins 6 Punkte, während das Team Bowling4You mit 3844 Pins auf 5 Punkte kam. Die beiden Absteiger: Casino – 3799 Pins und 4 Punkte. 1. ÖBS – mit 100 Pins mehr (3899) heute ohne Siegpunkte.

Wenn ich in der Hektik vor den Siegerehrungen nichts übersehen habe, dann waren heute folgende Highlights zu bestaunen: bester Einzelspieler war der frisch gebackene Einzel-Staatsmeister 2012, Leo Grundschober, mit 1657 Pins (236,7 Schnitt / 257 im 1., 289 im 3. und 267 im 4. Spiel). Heute nur eine sparsame Ausbeute an weiteren Serien mit einem Schnitt 200+: Walter Treitler 1440, Martin Pfeifer 1431, Martin Liftenegger 1428 (247/4.), Johann Riegler 1423 und Christian Schwarzbauer 1408. Daniel Hahn schrammte mit 1396 (252/7.) nur knapp daran vorbei.

Beste Mannschaftsspiele: Cosmos 727 im 1. und 702 im 3. Spiel.

Gute Einzelspiele für Gerhard Schindler (265/5.) und Erich Binder (244/1).

Die abschließende Tabelle nach 6 Runden      :           1.(1) Cosmos 1             72 Punkte / 26360 Pins             Meister und Aufsteiger in die Wiener Landesliga

2.(2) Etoile 1                 66 / 26362                                Silber

3.(3) Tyrolia 1               49 / 25488                                Bronze

4.(4) BJB 2                   47 / 25436

5.(5) Bowling4You        31 / 24026

                                                                                   6.(6) Tyrolia 2               29 / 24188

                                                                                   7.(7) Casino 2               26 / 23944                                Absteiger

                                                                                   8.(8) 1.ÖBS 1               14 / 23275                                Absteiger

Resümee:      Ende gut – alles gut für den BC Tyrolia. Bronze für die 1er und Klassenerhalt für die 2er. Die Tabelle gegenüber der vorletzten Runde unverändert.

Spieler der Liga war eindeutig Leo Grundschober. Mit ihm als Bank war Cosmos in der Praxis kaum zu besiegen. Ein spielfreudiger Daniel Hahn mit Christian Schwarzbauer und den beiden Weiss-Brüdern waren über die ganze Saison aber nicht weit weg. Man schaffte es sogar, in Summe  2 Pins mehr umzuwerfen als der verdiente Meister.  

Bis bald

Walter

mailto:wafi@chello.at