TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

1. Klasse 3er Herren 2011/12 – 3. Runde, 08.01.2012, Post

 

Die Bedingungen:        Der letzte Tag der Weihnachtsferien musste heuer in der Bowlinghalle verbracht werden – ein Novum? Aber was macht man denn nicht alles für seinen geliebten Sport…

Die Posthalle präsentierte sich ungewohnt kundenunfreundlich (ähnelte plötzlich verblüffend dem Prater) : über das Monitor-Laufband wurden die Spieler ersucht, sich heute „ausnahmsweise die Getränke in Selbstbedienung an der Bar selbst abzuholen“ – auch ein Novum, das hoffentlich nicht Schule macht, denn es genügt ohnehin schon, dass wochentags bei Brunswick nur mehr 1 Mitarbeiter für Service und Küche zuständig ist und sich so die Wartezeiten potenzieren. Der nette Kellner kam dennoch zur Bahn, obwohl man ihn von dort aus nicht rufen konnte, weil die Monitore vorsorglich alle auf rot eingestellt waren. Hoffentlich kostet ihn das nicht den Job. Was alles plötzlich in den Programmen funktioniert, wenn man es firmenseitig braucht, ist fantastisch.

Zum Wesentlichen (zumindest für uns Spieler): die Bahnen ausgesprochen freundlich (ja, man weiß auch beim Öl schon monatelang kräftig zu sparen – übrigens kein Novum) und praktisch jede Linie spielbar, wenn man das richtige Material dabei hatte. Sogar die trockenen Kanten scheinen plötzlich wiederentdeckt worden zu sein. Übrigens funktionieren Jahrzehnte alte Urethane-Bälle ganz hervorragend – Leute spart beim Material ! Die Spiel- und Gastronomiepreise steigen ständig, nur der Servicegrad für die Spieler (= Kunden) sinkt ständig. Eine verkehrte Welt in unserem Sport.

Bei einem der nächsten internationalen Bewerbe werden wir womöglich wieder ordentliche Ohrfeigen kriegen und vor Augen geführt bekommen, dass man sein Spiel mit den sogenannten „Autobahnen“ nicht weiterentwickeln kann. Ligabowling ist out – es lebe die neue Zielgruppe der Firma Brunswick: der trinkende, essende und Cola verschüttende Openbowler, der das Geld mit der Schubkarre herein bringt, weil der sich eben kritiklos über die überteuerten Getränke und Speisen her macht. Man lässt halt am Wochenende die Sau raus. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Vorschlag: beim nächsten Verbandsbewerb in einer Wiener Brunswickhalle bitte ich um dröhnende Musik und Cosmic-Beleuchtung, damit das Gesamtpaket wieder zum Bahnenzustand passt. Übrigens: gäbe es eine Gegensteuerung, dann hieße die sicher wieder „unbespielbare Bahnen“ (um uns „das lose Maul“ zu stopfen). Danke, war alles schon da. Kennen wir schon. Brauchen wir auch nicht. Hilft auch niemandem weiter. Ich fürchte langsam, dass die Bemühungen des engagierten Teams in unserer Verbandshalle allein nicht ausreichen werden, unsere Spitzenbowler auf ihrem Niveau zu halten, hoffe aber sehr, dass es noch eine Zeit lang funktioniert. Nur, dass ich richtig verstanden werde: ich meine nicht die Hausölung sondern das individuelle Eingehen auf die Bedürfnisse der Sportbowler durch Trainings-Ölmuster auf Wunsch.

Man muss sich echt Sorgen machen um das Sportbowling in Österreich. Wäre ewig schade, den von einigen Idealisten mühsam aufgepäppelten Sport endgültig zu Grabe tragen zu müssen und seinem offensichtlich von einigen „Möchtegerns“ angestrebten Los als „Wirtshaus-Zeitvertreib“ zu überlassen.

Unser Spiel:     Heute spielten wir wieder in der Besetzung Fiala-Bittner-Liftenegger durch – wir hielten leistungsmäßig mit, konnten aber auf unserem Punktekonto nicht den erhofften und heute wirklich möglichen Befreiungsschlag landen. Aber eines nach dem anderen: Start - wie immer - gegen unsere zweite Mannschaft (auf 29/30) und – nicht wie immer – diesmal keine Niederlage sondern wenigstens einmal ein Unentschieden mit sehr ansehnlichen 647 zu 647. Damit konnten wir leben, obwohl das im 3er-Bewerb wenig bringt. Dann auf die Ersatzbahnen 23/24 und gegen Black Jack, wo es danach aussah, als würden die uns mit Haut und Haaren fressen. Aber „die Gscherten jodeln erst beim Nachhause-Gehen“: wieder scorten wir 647 und das reichte jetzt zu einem knappen Sieg (644 für BJB). Schlusslicht Bowling4You wartete jetzt auf 25/26. Unser zweiter Tagessieg mit 609 zu 553. Auch gegen Etoile konnten wir auf 29/30 den Sieg heim bringen (584 : 571), weil Christian Schwarzbauer erst in den beiden Schlussframes eine passende Linie fand. War Glück für uns, aber was soll´s. Spiel 5 auf 31/32 gegen Leader Cosmos ging leider mit 646 zu 650 knapp verloren, obwohl Pauli Janott keine Linie finden konnte, was aber durch Martin Pfeifer (über 240) und Leo Grundschober (über 250) mehr als wett gemacht werden konnte. Mein offenes 10er Frame (Cherry 5 aus dem linken „3er-Packl“ 4-2-5) ärgerte mich ordentlich. Auch im nächsten Spiel passierte mir ein ähnliches Missgeschick im Schlussframe, was letztendlich auf 23/24 gegen den 1. ÖBS zu einer vermeidbaren Niederlage im Ausmaß von 619 zu 628 führte. Schade, denn die ÖBS-Leute waren mit dreifachem Vierling ab Frame 2 davon gezogen, konnten aber das Niveau naturgemäß nicht halten. War also auch mehr drinnen. Das abschließende Spiel auf 31/32 gegen ein  heute sehr angreifbares Casino-Team war mit 619 zu 483 leichte Beute.

ighlight

 

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

TYROLIA 1

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Fiala

189

224

248

184

199

177

213

1434

204,857

Bittner

258

210

190

201

227

229

227

1542

220,286

Liftenegger

200

213

171

199

220

213

179

1395

199,286

Team-Ergebnis

647

647

609

584

646

619

619

4371

208,143

Gegner

Tyrolia2

BJB

Bowl4You

Etoile

Cosmos

ÖBS

Casino

 

 

Ergebnis Gegner

647

644

553

571

650

628

483

4176

 

Punkte

1

2

2

2

0

0

2

 

9 Punkte

 

TYROLIA 2

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Horak

251

195

210

205

170

-

-

1031

206,200

Schindler

224

151

203

201

-

-

-

779

194,750

Weissensteiner Helmut

172

221

197

192

223

188

202

1395

199,286

Weissensteiner Felix

-

-

-

-

-

164

197

361

180,500

Langer

-

-

-

-

209

175

227

611

203,667

Team-Ergebnis

647

567

610

598

602

527

626

4177

198,905

Gegner

Tyrolia1

ÖBS

Cosmos

Casino

Bowl4You

BJB

Etoile

 

 

Ergebnis Gegner

647

537

672

570

610

566

632

4234

 

 

1

2

0

2

0

0

0

 

5 Punkte

Die anderen und die Tagesbesten:      Wieder punktemäßig und erneut auch pinmäßig am stärksten das Cosmos-Team mit 4613 Pins (219,667 Schnitt) und allen 14 Siegpunkten. 10 Tagespunkte erreichte Etoile mit 4425 Pins. Dahinter wir mit 4371/9 und das heute überraschend starke Team Bowling4You mit 4229/8. Black Jack schaffte mit 4306 Pins nur 6, unsere zweite Mannschaft mit 4177 Pins 5 Punkte. Jeweils nur 2 Punkte für 1. ÖBS (3904 Pins) und Casino (3844).

Die Besten: Mann des Tages zum wiederholten Male Leo Grundschober – dieser Mann spielt in einer anderen Liga, wie wir alle. Leo verfehlte mit 1724 Pins (246,286 Schnitt – 267 im 3., 266 im 1. und 4., 259 im 5. Spiel) den aktuellen Rekord von Roman Fürbacher (04.2011 – Klagenfurt) nur um 35 Pins. Alle Achtung, Leo. Chapeau!!!

Heini Bittner schaffte 1542 Pins (258/1.), Christian Schwarzbauer 1531, Johann Riegler 1528, Günter Weiss 1475, Martin Pfeifer 1471(266/4.), Walter Domin 1470, Ewald Danzinger 1466, Walter Fiala 1434, Kurt Weiss 1419, Walter Treitler 1418(257/2.) und Dieter Frisch 1404.

Höchste Team-Ergebnisse:  Cosmos 738 im 4., 680 im 1. und 672 im 3. Spiel, Team Bowling4You 678 im 7. und Etoile 664 im 6. Spiel.

Die Tabelle nach der 3. Runde:           1.(1) Cosmos 1             40 Punkte / 13143 Pins

2.(2) Etoile 1                 30 / 13086

3.(3) BJB2                    24 / 12507

4.(6) Tyrolia 1               19 / 12751

                                                           5.(4) Tyrolia 2               19 / 12254

                                                           6.(5) Casino 2               14 / 11941

                                                           7.(8) Bowling4You        12 / 11932       

                                                           8.(7) 1.ÖBS 1               10 / 11650

Resümee:      Wie schon erwähnt, leider kein Befreiungsschlag für uns, obwohl der heute möglich gewesen wäre. Immerhin sind wir näher an das Spitzentrio heran gekommen. In der Verbandshalle wird es Mitte Februar für uns um nichts leichter werden.

Bis bald

Walter

mailto:wafi@chello.at