TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

2. Landesliga 5er Herren 2010/11 – 4. Runde, 21.11.2010, Post

 

Die Bedingungen:      Es ist also wieder soweit: die Bahnenpflege-Willkür hat wieder Saison. Endlich. Wäre ja zu schön gewesen, wenn man sich länger als ein paar Wochen darauf verlassen hätte können, wie das Ölmuster in den einzelnen Hallen beschaffen ist. Vor kurzem noch Autobahnen in der Post, jetzt wieder länger und „irgendwie“, wie sich das halt die sogenannten Spezialisten, die da am Werk waren, gestern(!) – nachdem die Ölmaschine zum wiederholten Male in letzter Zeit ihren Geist aufgegeben hatte - so spontan ausgedacht haben, um uns zu ärgern oder uns „das Maul zu stopfen“?! „Irgendwie“ sage ich deshalb, weil ja dieses Ölmuster wieder – so wie früher immer - geheim ist und partout nicht ausgehängt wird, weil ja dann eine gewisse moralische Verpflichtung bestünde, es auch tatsächlich einzuhalten. Wahrscheinlich deswegen nicht in der Halle ausgehängt, weil kein internationaler Bewerb auszurichten ist (wie im Sommer die Senioren-EM) und unsere Spieler ohnehin wurscht sind. Viele Spieler wie ich, die unseren Sport schon Jahrzehnte lang ausüben, haben sicher noch sympathische Wortespenden von so manchem Mechaniker oder sogenannten Spezialisten im Ohr, dass nämlich „alle nur so hoch spielen, wie ich (Anm. der Red. „der Technikgott“) es zulasse“ oder „lernts halt spielen, wenns nichts treffts“ usw.

Zurück zu den heutigen Bedingungen: im Vergleich zu den Highscore-Möglichkeiten der vergangenen Wochen auffallend schwierigere Bahnen. Länger und anders geölt, sehr splitanfällig durch scharfes Finish mit ungewohnt langem Vorrutsch. Durch das zu dünne Brunswick-Öl auch mit zunehmender Spieldauer immer mehr verschmiert. Zahlreiche Restpins auf der Grundlinie. Wachouts en masse. Eine Plage, aber durchaus spielbar. Einfacher wäre es halt, wenn man vorher unter solchen Bedingungen trainieren könnte. Aber das ist ja ohnehin nicht gewünscht, darum sind auch alle Hallen wochentags (auch abends) eher spärlich besucht. Wen wunderts?

Aber man lebt ja ohnehin nur von den Openbowlern.

Oder doch nicht?

Und noch eins: einmal mehr wurde vor Augen geführt, dass die All-events-Wertung mehr denn je nur eine Farce ist und das Papier nicht wert ist, auf dem sie gedruckt wird. Im Fünfer-Rhythmus können sich die einen auf Autobahnen „wegziegeln“ und die anderen einige Tage später am gleichen Ort auf anderer Ölung abplagen. Wirklich lustig, aber vor allem wertlos das Ganze.

Liebe Offizielle im LVWB und im ÖSKB überlegt euch da etwas. Sinnvolle Technik-Vorgaben mit Infopflicht an die Aktiven zum Beispiel, sonst verstirbt unser geliebter Sport bald an akutem Spielermangel.

So läuft das nicht, dass die sogenannten – mehrheitlich leider selbst nicht spielenden - Techniker(?) bestimmen, ob es den Aktiven Spaß machen soll oder nicht.

Ich erlaube mir einen Vergleich mit den Fußballern: die würden sich auch schön bedanken (bzw. nicht antreten), wenn sie ins Ernst Happel-Stadion einliefen und da plötzlich Kunstrasen aufgelegt wäre…

Unser Spiel:     Martin schaffte es heute nicht rechtzeitig in die Halle, Wuzi immer noch verletzt, daher entschied sich Heini für folgende Startformation: Helmut und Felix Weissensteiner, Bittner, Langer, Fiala.

Erster Gegner? Cosmos auf den Bahnen 25/26. Es entwickelte sich ein Spiel auf bescheidenem Niveau – man hatte allgemein mit den neuen Bedingungen so seine liebe Not. Heini war bei uns mit dem Tageshöchstspiel von 259 einsame Spitze, der aus beruflichen Gründen untrainierte Michi mit 118 einsam „Lederer“. Ergebnis dementsprechend: 906 zu 944. Schade, wäre mehr drinnen gewesen. Der in der Einspielzeit eingelangte Martin wechselte für Michi ins Team. Uns lief es aber in Summe nicht viel besser. Auch das Spiel gegen Black Jack auf 29/30 wäre zu gewinnen gewesen, aber es wurde nur ein mehr als  entbehrliches 914 zu 932. Schlusslicht Team Bowling4You war auf 25/26 nächster Gegner: 941 zu 908. Die ersten und auch gleich letzten Siegpunkte des Tages. Gegen Phönix liefen wir auf 27/28 in ein blamables 861 zu 899 – langsam brannte der Hut. Die Gelben waren unser letzter Gegner auf den Bahnen 23/24 und aus dem von uns aufgrund des Spielverlaufs erwarteten knappen Sieg wurde mit dem letzten Wurf des Spiels durch meinen Cherry auf 6-10 noch eine äußerst ärgerliche 967 zu 976-Niederlage. Alles in allem: für uns eher ein „Seuchentag“.

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Weissensteiner Helmut

180

200

174

164

224

942

188,400

Weissensteiner Felix

171

195

170

           174

         155

865

173,000

Bittner

259

179

210

185

179

1012

202,400

Langer

118

159 R

148 R

145 R

159 R

729

145,800

Fiala

178

184

205

147

214

928

185,600

Liftenegger

159 R

156

182

191

195

883

176,600

Pittesser

128 R

161 R

130 R

229 R

243 R

891

178,200

Team-Ergebnis

906

914

941

861

967

4589

183,56

Gegner

Cosmos

BJB

Bowl4You

Phönix

Strike

 

 

Ergebnis Gegner

944

932

908

899

976

4659

 

Punkte

-

-

1

-

-

1

92,39 PP

Die anderen und die Tagesbesten:      Alle Teams weit weg von 200 Mannschaftsschnitt. Am besten Black Jack mit 4808 Pins (192,32 Schnitt – u.a. aufgrund des überragenden Tageshöchstspiels von 1072 im 4. Durchgang)) und 4 Tagessiegen. Es folgen Cosmos (4755/2), Strike & Spare (4611/4) und Bowling4You (4535/2). Wir mit 4589/1 heute nur Vorletzter  Noch etwas dahinter BSC Phönix mit 4491/2.

Rege Spieler-Tauschbörse – no na – und nur 5 Aktive mit einem Schnitt 200plus: Manfred Bildsteiner mit 1053 Pins (244 im 4. Spiel) deutlich voran. Philipp Bauer 1016, Hans Had 1015, Heini Bittner 1012 (259 im 1.) und Leo Grundschober 1006 waren auch vorne dabei.

Höchstes Teamscore: wie schon erwähnt BJB 1072/4. Weiters unter den gegebenen Bedingungen ganz OK: Strike 976 im 5., Cosmos 975 im 5., Phönix 968 (3.), Bowling4You 968(2.) und wir mit 967 ebenfalls im 5. und letzten Spiel.

Die Tabelle nach der 4. Runde:

1.(1) Cosmos    413,02 PP

2.(2) BJB          410,07              Rückstand          2,45 PP

3.(3) Tyrolia      398,20                                     14,32

4.(4) Strike        395,01                                     18,01                                      

5.(5) Phönix      385,23                                     27,29

6.(6) Bowl4You 376,45                                     36,07

Resümee:      Die Tabelle in der Reihenfolge unverändert, BJB aber um 3 PP an den Leader Cosmos herangerückt. Unser Aufstieg kann jetzt schon eher in die Kategorie Illusion eingereiht werden. Um den Titel könnte es vielleicht zwischen Cosmos und BJB noch eng werden. Vielleicht sind wir zumindest das Zünglein an der Waage. Ein Stockerlplatz ist jetzt unser Nahziel – den wollen wir festigen.

Bis bald

Walter

mailto:wafi@chello.at