TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

1. Klasse A 3er Herren 2009/10 – 6. Runde, 14.02.2010, Plus

 

Die Bedingungen:      Die jetzt üblichen Bahnenverhältnisse in der Verbandshalle. Temposensibel, aber für Topergebnisse wie geschaffen, wenn man mit dieser Ölung etwas anzufangen weiß. Eigentlich jede Linie spielbar. Kurz: seit Wochen verlässliche Konditionen. Warum eigentlich? Ganz simpel: HC Helmut Amstätter hat sich nach einer Befragung „seiner“ Heimmannschaften auf ein bestimmtes Ölmuster festgelegt und will das auch die gesamte Saison über gleich lassen. Kundenorientierung nennt man das - ein guter Ansatz, der Nachahmer finden müsste. Wenn, ja wenn diese Vorsätze auch bis zum Saisonende durchgehalten werden. Wir vertrauen darauf. Ein Mann – ein Wort.

Eine Bemerkung in eigener Sache möchte ich noch anbringen: seit Jahrzehnten warte ich darauf, dass die Wiener Bowlinghallen sich zu einem bestimmten Ölmuster in ihrer Anlage – und nur in dieser, dass keine Missverständnisse aufkommen – bekennen, dass der Spieler (= der Kunde) auch weiß, welche Qualität ihn erwartet. Noch deutlicher: in der Plus wüsste man demnach (so wie in dieser Saison), wo man spielen kann (nein: könnte), im Prater gilt vielleicht eine andere Linie, in der Post diese, in der Florido jene, in der Cumberland wieder eine andere….und und und

Eben eine Charakteristik je Halle. Wenn zwei oder mehr Hallen gleich sind – auch gut, aber halt nicht zu erwarten. Das wäre Kundenorientierung der reinsten Sorte und würde schlagartig die Kundenzufriedenheit heben und auf die sollte es eigentlich ankommen.

Ein Beispiel aus der Wirtschaft: die hohe Kundenzufriedenheit bei McDonalds (sagenhafte 96%) liegt nicht daran, dass das Essen so super ist, sondern dass der Kunde genau weiß was ihn erwartet, wenn er rein geht und daher nicht enttäuscht werden kann. Der Kunde muss sich nicht jedes Mal neu an den Geschmack eines Hamburgers gewöhnen. Nein, er kennt ihn. Wer Fastfood nicht mag geht eben nicht hin. So einfach ist (wäre) das…

 

Unser Spiel:    Heini hat sich heute für folgendes Startteam entschieden: Langer-Bittner-Pittesser. Black Jack ist erster Gegner und Berti Lang (in seinem 45. Frühling?) führt seine Kumpels zu einem Sieg, der uns nicht ganz in den Kram passt. Mit 567 zu 620 haben wir zwar nicht versagt, aber im Quervergleich mit allen anderen sind 567 eher bescheiden. Leider geht es in dieser Tonart weiter: 562 zu 614 gegen Pegasus und 551 zu 627 gegen das Team Bowling4You. Schlecht schaut es aus nach 3 Spielen. Kein mageres Pünktchen und die Tabellenführung deutlich dahin. Liegt über unserem Team eventuell noch der Schatten der letzten 5er-Runde vor der Playoff-Einteilung, wo wir aus einem komfortablen Vorsprung in der Verbandshalle einen erheblichen Rückstand machten? Heini reagiert und, wie sich später herausstellt, goldrichtig. Felix kommt für Michi Langer ins Team und wir alle hoffen, dass jetzt endlich der erste Tagessieg gelingt. Aber es scheint so weiterzugehen, wie bisher: nach wenigen Frames haben wir gegen Future/BTA einen stolzen Rückstand. Jetzt ist schön langsam sogar der Aufstieg in Gefahr, der Titelgewinn ja schon lange.

Und es folgt ein Tyrolia-Finish der besonderen Sorte: mit 594 zu 588 können wir das Spiel gegen Kantner & Co gerade noch umdrehen. Erstes Durchatmen. Jetzt wartet der Rivale Strike & Spare und wir müssen unbedingt gewinnen, um wenigstens den Aufstieg wieder vor Augen zu haben. Vielleicht ein Glück, dass Provaznik & Co das Spiel davor mit 733 (!) beendeten (Pauli Flehberger 289 – Gratulation dazu) und das sogenannte „Spiel danach“ immer das schwerste ist. Also head to head um die sprichwörtliche Wurst. Mit 679 zu 558 spielen wir unseren Angstgegner in Grund und Boden, haben aber immer noch großen Pin-Rückstand (mehr als 200 Pins sind es mittlerweile geworden). Beide Teams haben noch Casino und Unistahl zu bekämpfen. Heini hat jetzt eigentlich vor, mich statt Bernhard ins Team zu holen, aber ich rede ihm das aus (obwohl unser Rotationsprinzip das ganze Jahr über wunderbar funktioniert hat) – und gut ist es. Es ist in dieser so entscheidenden Phase der Meisterschaft meines Erachtens (und ich stehe mit dieser Meinung nicht alleine da) besser, nicht durch einen weiteren Tausch Unruhe ins Team zu bringen.

Also weiter zum Entscheidungskrimi: wir müssen zuerst gegen Casino ran – und das ist ein gehöriges Stück Arbeit. Erich Binder und die beiden Leb-Brüder lassen sich nicht lumpen und geben gehörig Gas. Das Spiel ist bis zuletzt spannend und wir haben mit 670 zu 654 knapp das bessere Ende für uns. Auch Strike gewinnt gegen Unistahl und es kommt im letzten Spiel des Tages zum Showdown. Strike & Spare geht gegen Casino schnell in Führung und wir – Tyrolia-Finish der besonderen Sorte, wie bereits vorhin erwähnt – wachsen noch weiter über uns hinaus und können Gonaus-Frötschel-Amstätter mit einer fantastischen Leistung 691 zu 587 deutlich bezwingen. Startspieler Felix Weissensteiner lässt sich auch von einem Gonaus-Fünfling nicht beeindrucken, hält dagegen und ist mit 257 der Vater dieses so wichtigen vierten Tagessieges. Heini und Bernhard halten mit jeweils 217 wunderbar mit.

Jetzt heißt es in der Parallelpartie Strike-Casino für uns „bitte warten“ (und hoffen – nicht unsportlich gemeint) - und zwar bis zum letzten Frame des Schlussmanns. Nach einem zwischenzeitlichen Einbruch der Strike & Spare-Leute hat es nunmehr der Casino-Schlussmann Andi Leb in der Hand: schafft er nach dem stehenden Strike im 9er-Frame einen weiteren Strike, dann sind wir durch. Andi schafft es. Danke. Wir haben unsere 2 Punkte Vorsprung und können mit unserem Super-Finish (679-670-691) auch den Pinrückstand noch auf „nur“ 50 Pins reduzieren.

Gelitten haben wir genug, aber geleistet auch.

 

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Langer

180

167

179

-

-

-

-

526

175,333

Bittner

190

193

184

200

211

236

217

1431

204,429

Pittesser

197

202

188

191

225

225

217

1445

206,429

Weissensteiner Felix

-

-

-

203

243

209

257

912

228,000

Team-Ergebnis

567

562

551

594

679

670

691

4314

205,429

Gegner

BJB

Pegasus

Bowl4You

BTA

Strike

Casino

Unistahl

 

 

Ergebnis Gegner

620

614

627

588

558

654

587

4248

 

Punkte

-

-

-

2

2

2

2

 

8 Punkte

 

Die anderen und die Tagesbesten:      Nur die beiden Top-Teams mit einem Mannschaftsschnitt 200+, aber jeweils nur 8 Siegpunkte (Strike & Spare 4370 Pins, Tyrolia 4314 Pins). Jeweils 10 Tagespunkte schafften Casino (4196) und Unistahl (4132). Die 4118 Pins des Teams Bowling4You reichten ebenso wie die 4113 Pins von Pegasus für 6 Punkte. 4103 Pins bringen Black Jack nur 4 Punkte, obwohl Future/BTA mit heute enttäuschenden 3993 Pins ebenfalls 4 Punkte erreichte.

Die besten 7er-Serien: Strike & Spare-Kapitän Christian Provaznik liegt mit dem einzigen 1500er, exakt 1532 (218,86 Schnitt), an der Spitze. Dahinter Erich Binder 1481, Walter Gonaus 1476, Andreas Leb 1465, Bernhard Pittesser 1445, Wolfgang Bednar 1440 (279 im 1. Spiel), Hans Had 1438, Heini Bittner 1431 und Paul Flehberger 1400 (Tageshöchstspiel der 1. Klasse A mit 289 im 4. Durchgang).

Höchste Teamspiele: Strike & Spare 733 im 4., Casino 695 im 1. und Tyrolia 691 im letzten Spiel.

 

Tabellen-Endstand:                 1.(1) Tyrolia 2                            54 Punkte / 25273 Pins             ) die beiden Aufsteiger

2.(2) Strike & Spare 1               52 / 25323                                ) in die Wiener Liga

3.(4) Team Bowling4You1          46 / 25157

4.(3) Future/BTA 1                    46 / 24361

5.(5) Casino Wien 2                  43 / 24903

6.(6) Unistahl 3                         40 / 24079

                                                7.(7) Pegasus 1                        33 / 23803                                ) die beiden Absteiger

                                               8.(8) Black Jack 2                     26 / 23774                                ) in die 2. Klasse

 

Resümee:      Das erste Saisonziel haben wir erreicht. Es war spannend bis zum letzten Wurf. Wir sind als Team sehr gut und vor allem geschlossen aufgetreten und können stolz sein auf unsere Leistungen in diesen immer sehr engen 6 Runden.

Bis bald

Walter