TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga 3er Herren 2008/09 – 4. und letzte Runde, 25.01.2009, Florido

 

Die Bedingungen:      Aus Zuschauersicht kann ich sagen, dass es sich offensichtlich um eher freundliche Bahnen gehandelt hat, in dieser letzten 3er-Runde der Wiener Liga. Die Bahnen waren rechts und links „offen“, viele Linien waren spielbar. Starkes Finish sorgte für viele Restpins auf der Grundlinie.

Unser Spiel:    Diesmal ging Heini nicht mit dem Standardteam auf Punktejagd, sondern gab dem wieder genesenen Alfi Schoppik eine Chance. Helmut Weissensteiner komplettierte die Mannschaft. Und es begann wunschgemäß: Casino wurde in einem extrem engen Spiel mit 619 zu 604 knapp bezwungen. Unsere Lage schien gefestigt. Zu diesem Zeitpunkt wusste man noch nicht, dass sich hier die beiden „Punktelieferanten“ der letzten Runde gegenüber standen. Gegen Black Jack 1 gab es eine eindeutige Niederlage: 550 zu 682. Alex Rauschers 268 waren uns zu viel. Dass genau Alex im nächsten Spiel nur 144 (wenn ich mich recht erinnere) scorte zeigt, wie glücklich es für uns gelaufen war. Natürlich muss man bei Alex mit 200+ eher rechnen als mit 140, das ist mir auch klar.

Gegen Unistahl 2 war selbst mit 644 kein Kraut gewachsen (644 : 678). Dann kam ein Schlüsselspiel: gegen die ambitionierten BSC Phönix Jungen hätten wir einen wichtigen Schritt zum Klassenerhalt machen können. Hätten…  das Spiel ging leider unglücklich mit 570 zu 583 verloren. Gegen Stadlau gelang gar nichts. Mit 549 zu 628 ging auch dieses Spiel deutlich verloren – und jetzt war wirklich Feuer am Dach. Weil sich Black Jack 2 mittlerweile auch schon Punkte erkämpfte und die Phönix-Youngsters einen richtigen „Lauf“ bekamen. Letzte (?) Chance im vorletzten Spiel: BJB 2 war der Gegner. Es schien, als wollte keine der beiden Mannschaften gewinnen, so viele individuelle Fehler schlichen sich ein. Am Schluss stand ein dürftiges 502 einem nicht viel besseren 544 gegenüber, aber eben wieder keine Punkte für uns. Nur noch ein Wunder konnte uns im letzten Spiel retten: wenn wir Unistahl 1 schlagen (an sich schon nicht einfach) und Phönix und BJB 2 verlieren, geht es sich für uns noch aus. Der langen Rede kurzer Sinn: auch das ging schief. Wir kämpften verbissen bis zum letzten Ball, der Meister hatte allerdings mit 594 zu 592 quasi mit dem letzten Wurf das bessere Ende für sich. Keine Tragik mehr, nachdem im Verlauf der Schlussspiele unserer Tabellengegner immer deutlicher wurde, dass beide gewinnen konnten. Und so war es dann auch. Für die technisch guten Phönix-Jungen ein Traumtag: gemeinsam mit Unistahl 1 und Stadlau erreichten sie 10 Punkte. Alle Achtung und Gratulation zum Klassenerhalt. Ich bin überzeugt, dass wir nicht die schlechteste Mannschaft der Wiener Liga waren, aber wir landeten eben – wenn auch heute nicht ganz glücklich – am Tabellenende. Punkt.

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Bittner

258

186

259

180

186

192

208

1469

209,857

Schoppik

216

204

161

197

171

163

185

1297

185,286

Weissensteiner Helmut

145

160

224

193

192

147

199

1260

180,000

Team-Ergebnis

619

550

644

570

549

502

592

4026

193,333

Gegner

Casino

BJB 1

      Unistahl 2

BSC Phönix

Stadlau

          BJB 2

Unistahl 1

 

 

Ergebnis Gegner

604

682

678

583

628

544

594

4313

205,381

Punkte

2

0

0

0

0

0

0

 

  2 Punkte

Die anderen und die Tagesbesten:      Die in der Schlusstabelle top platzierten 5 Teams erreichten mehr als 200 Mannschaftsschnitt. Mit Abstand voran Unistahl 1 (Fleischhacker, Panzenböck, Loos) mit 4453 Pins (212,048 Schnitt) und 10 Punkten. Punktemäßig (wie so oft in der Dreier halt nicht unbedingt pinmäßig) dahinter Stadlau (4281/10) und BSC Phönix (4115/10). 8 Punkte erreichten: BJB 1 (4239) und Unistahl 2 (4213). BJB 2 – der 2. Absteiger neben uns – erreichte 6 Punkte und 3924 Pins. Für Casino (4226) und unser Team (4026) blieben diesmal nur 2 Pünktchen.

Die Tageshöchstspiele (erreicht im 2. Durchgang): Unistahl 1 (714 – Fredi Panzenböck mit 280) und Stadlau (700 – Geri Fuchs 259).

Die tagesbesten Spieler: Michi Loos 1549, Ricci Klug 1545, Alex Rauscher 1542, Patrick Schlosser 1506, Geri Fuchs 1495, Fredi Panzenböck 1474, Heini Bittner 1469, Roman Fürbacher 1467, Franz Fürnsinn 1458, Philip Schlosser 1428 und Georg Spacal 1422.

Die Abschluss-Tabelle:           1.(1) Unistahl 1            44 Punkte / 18056 Pins

2.(3) Unistahl 2           30 / 17320

3.(4) BJB 1                 30 / 16930

4.(2) Casino                28 / 17235

                                               5.(6) Stadlau               26 / 16811

                                               6.(8) BSC Phönix        24 / 16226

                                               7.(7) BJB 2                 22 / 16291         

                                               8.(5) Tyrolia                 20 / 16886

Resümee:      Unsere Traum-Performance in der Plushalle hat etwas darüber hinweg getäuscht, dass wir mit einem Mangel zu kämpfen haben: im entscheidenden Augenblick können wir „den Sack nicht zu machen“. Oft verlieren wir Spiele durch offene Frames im entscheidenden Augenblick, oder dadurch, dass einer von drei Spielern etwas nachhinkt. Das kann man sich nicht leisten, außer wenn 2 der 3 eben Spitzen-Scores schaffen. Das haben wir auch nicht zu oft. War es heute die richtige Startmannschaft? Was ist schon richtig? Wir haben heute sicher alles versucht, hatten wirklich kein Glück, aber vielleicht hätte man nach dem 4. Spiel auch den einen oder anderen Spielertausch wagen können. Aber egal: nachher ist man immer gescheiter…

Wir werden uns bemühen, bald den Wiederaufstieg zu schaffen. Basta.

Bis bald

Walter