TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga Herren 3er – 2. Runde 2006, 10.12.2006, Prater

 

Die Bedingungen:      Der Prater äußerlich in neuem Glanz – die Halle ist für meine Begriffe wirklich wunderschön geworden, aber leider „innerlich“ gleich geblieben. Was heißt das? Nun ja, das Wort Kundendienst ist dort seit langem nicht mehr groß geschrieben. Man glaubt – übrigens nicht nur als als ÖSKB-Spieler - man wäre etwas schuldig, statt als Kunde herzlich willkommen zu sein. Nicht, dass man vor uns auf den Knien rutschen müsste. Nein, keinesfalls. Aber an Kleinigkeiten merkt man, dass viele Angestellte offensichtlich den Beruf verfehlt haben. Das derzeit sehr bemühte und zumeist ausgesprochen freundliche Servierpersonal sei hier ausgenommen. Die können ja auch nichts dafür, dass die Abzocke mit Burgern um mehr als 9 EUR galoppierend fortschreitet. Die können auch nichts dafür, dass viele am Counter ignoriert oder „angebissen“ werden, wenn Kollegin xy wieder einmal Frontdienst hat, oder Kollege xx gerade am Handy telefoniert...

Nicht alles heute passiert - nur ein Querschnitt der letzten 3 Wochen...

Die vom Service-Personal können auch nichts dafür, dass nicht einmal der Schiedsrichter die Möglichkeit hat, rasch einen Mechaniker zu organisieren – „der hebt nämlich kein Telefon ab“, oder „wird ohnehin gleich kommen und sehen, dass er intervenieren muss“...

Nicht erfunden, ehrlich!

Man erfährt das aber ohnehin nur, wenn man überhaupt den Counter „aufgetrieben“ hat. Auch nicht immer eine leichte Übung. Dass man als Counter auch selbst was mitkriegen könnte (wie zum Beispiel in der Bruderhalle Post und in vielen Hallen der Welt) hat man sich im Prater eh schon abgeschminkt. Nun gut, wir kommen dennoch wieder, weil wir gerne Bowling spielen, uns wie gesagt die Halle gefällt und weil wir immer noch auf die längst notwendige Erleuchtung hoffen. Viele von uns sind in kundenorientierten Jobs tätig und wüssten, wie es ginge. Auch die anderen Hallen zeigen es deutlich vor. Wie lange dauert´s denn noch, bis auch die Letzten kapiert haben, WER den für wen da ist?!

Ganz nett, was man so alles an Randerscheinungen mitkriegt, wenn man einmal nicht aktiv im Einsatz ist.

Kurz zum sportlichen Teil: gleichmäßige, bis zum Schluss „haltende“ Bahnen, die beste Ergebnisse erlaubten. Highscore-Bahnen, wenn man die Vorteile zu nutzen verstand. Die Aktiven „verstanden“ es großteils.

Unser Spiel:    In der Startformation mit Heini (wieder genesen nach Sehnenriss im linken Daumen und frisch gebackener Silberner in der Mix-Doppel-Staatsmeisterschaft 2006 vom vergangenen Wochenende) und den beiden „Prater-Brüdern“ Felix und Helmut Weissensteiner. BJB im Startspiel durch Walter Rieger´s 266 knapp zu stark (637 zu 666). Dann 606 zu 650 gegen Unistahl 1 und schwache 524 zu 556 gegen Stadlau. Teils gutes Spiel leider bislang wieder mit keinem einzigen Punkt belohnt. Heini machte jetzt Benny Platz und gegen die „Gelben“ – pardon, die sind ja jetzt auch schon schwarz – von Strike und Spare erreichten wir in einem heißen Match mit 641 zu 632 die ersten Punkte dieses Spieltages. Die jetzt erwünschte Siegesserie fand leider nicht statt: das Spiel gegen Cumberland ging unglücklich mit 563 zu 565 verloren. Im vorletzten Spiel konnten wir einmal glücklich (weil so knapp, wie wir schon x Spiele verloren hatten) als Sieger von der Bahn gehen: Unistahl 2 konnten wir nicht nur wegen einer wunderbaren 266er von Benny (einem Neunling folgte leider ein 8er-Lasser – schade) mit 665 : 662 schlagen. Im Schlussspiel wurden wir vom Top-Team der Runde, Etoile, mit 718 zu 604 deklassiert. Gegen Unistahl 1 hatte sich Etoile davor schon mit 714 zu 684(!) richtig warm geschossen. Bravo, Burschen.

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Bittner

212

197

162

-

-

-

-

571

190,333

Weissensteiner Helmut

209

188

203

225

185

189

222

1421

203,000

Weissensteiner Felix

216

221

159

206

197

210

205

1414

202,000

Hochstöger

-

-

-

210

181

266

177

834

208,500

Team-Ergebnis

637

606

524

641

563

665

604

4240

201,905

Gegner

BJB

Unistahl1

Stadlau

Strike

Cumberland

Unistahl2

Etoile

 

 

Ergebnis Gegner

666

650

556

632

565

662

718

 

 

Punkte

0

0

0

2

0

2

0

 

4 Punkte

Die Anderen und die Tagesbesten:      5 der 8 Teams mit Schnitt 200+. Pinmäßig klar voran diesmal Etoile mit 4499 Pins(214,2 Schnitt) und 10 Siegpunkten vor Unistahl 1 mit 4447/6 (ohne Thomas Gross). Punktemäßig sah es in diesem Bewerb wie so oft ganz anders aus: neben Etoile, das auch nach Punkten vorne gleichauf war, erreichten noch Unistahl 2 mit 4276 und Stadlau mit „nur“ 4096 zehn Punkte. Unistahl 1, BJB (4295) und Strike (4060) kamen auf 6, Cumberland (3945) und wir mit guten 4240 Pins erreichten nur 4 Tagespunkte.

Die stärksten 7er-Serien: Alex Gabrielian 1582 (Tageshöchstspiel 279 im 4. Spiel), Tom Tybl 1577 und Walter Rieger 1535. Mit Fleischhacker 1498, Schwarzbauer 1482, Loos 1480, Günter Weiss 1453, Spacal und Helmut Weissensteiner 1421, Felix Weissensteiner 1414, Flehberger 1402 und Schmid 1400 eine Reihe von im Prater „üblichen Verdächtigen“ die restlichen 200+-Serien.

Die Tabelle nach der zweiten Runde:            1. Stadlau         20 Punkte / 7956 Pins

2. Unistahl 1     16 / 8704

3. Etoile           16 / 8343

4. Unistahl 2     16 / 8120

5. BJB              14 / 8108

6. Strike           14 / 7851

7. Cumberland  10 / 7823

8. Tyrolia            6 / 7881         

Resümee:      Schweres Los für uns. Zwei Teams müssen absteigen – das macht die Sache noch schwerer. Wenn im entscheidenden Augenblick das Glück und auch die Coolness im entscheidenden Augenblick einkehren, kann noch ein Wunder geschehen. Viele Spiele haben wir in den ersten beiden Runden um wenige Pins aus der Hand gegeben..

Bis bald

Walter