TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga Herren 3er – 1. Runde 2006, 17.09.2006, Plus

 

Die Bedingungen:      Viel wird geraunzt über die Plus-Bahnen der letzten Wochen, aber eines steht fest: nicht die Plus-Bahnen sind schuld, dass allzu viele Spieler so gar nicht „ihr“ Spiel finden können. Das kleine österreichische Bowlingvolk ist verwöhnt von den Autobahnen in anderen Hallen, trainiert im Sommer weniger (bis nichts), trainiert eigentlich überhaupt kaum jemals wirklich sondern „spielt“ halt nur und zwar möglichst viele Spiele und ja ganz rasch, dass man sich einreden kann, viel für das eigene Spiel getan zu haben und und und...... Aber das alles will man nicht wahr haben, fällt einem nicht zuerst ein, wenn man zum Saisonstart einen „Schmarren“ zusammen spielt. Das sage ich nicht weil ich alle vor den Kopf stoßen will oder mich selbst betroffen fühle. Nein, dass sage ich aus innerer Überzeugung, weil es bei mir sicher nicht die Bahnen sind und zwar nie. Ich spiele auch jeden Sommer mehr oder weniger durch, aber ich – und mit mir viele andere - kann halt nicht mehr erwarten, wenn ich die Bahnen schlechter lesen kann als andere und dadurch zu lange brauche, um mich auf eine Bahnenölung richtig einzustellen. Ich weiß, dass hohe Ergebnisse möglich sind und kann diese halt nicht durchhalten, weil ich zu ungenau spiele, zu sehr „antauche“, nicht gelassen genug reagiere, zu wenig ausprobiere, oft falsch nachkorrigiere und und und...

Ich kann und will niemand belehren, darum nur noch kurz den Bahnenzustand aus meiner Sicht: Winkelspiel in einem breiten Bereich war die Lösung. Die „wirklich Guten“ spielten von anfangs 15 auf etwa 6 bis10 und mit Fortdauer des Spiels immer steiler – von bis zu 25+(!) auf 6 – 10 oder auch 10 – 15 oder 15 – 20. Also viel Platz, aber „hin treffen“ muss man halt auch. Leute mit weniger Kugel-Rotation und ruhigem Spiel hatten genug Möglichkeiten, aber halt  „viel weniger Platz“. 

Unser Spiel:    In der Startformation mit Alfi Schoppik, ÖSKB-Neuling Helmut Weissensteiner und meiner Wenigkeit. BJB konnten wir zum Wieder-Einstand in der Wiener Liga mit 520 : 485 bezwingen, obwohl ich nur eine peinliche 132er beisteuern konnte. Solche „Peinlichkeiten“ passierten uns leider ziemlich oft. Kaum einer blieb verschont. Spiel 2 war mit 514 zu 620 gegen Unistahl 2 deutlich „weg“. Und langsam wurde klar, dass das ausgerechnet zum Start unser Niveau sein sollte: um die 500 und nie mehr als 1 Spieler 200+. Ok, da mussten wir durch. Knapper als das Resultat sagt, verloren wir gegen Strike mit 517 : 536. Tausch Weissensteiner Felix für Alfi. Stadlau 492 zu 581. Tausch Hochstöger für Fiala. Cumberland 482 : 614. Unistahl 1: 513 zu 700. Tausch Alfi für Felix. Abschließend mit Pech 603 zu 611 gegen Etoile.

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Schoppik

177

128

158

-

-

-

186

649

173,500

Weissensteiner Helmut

211

183

168

181

156

176

170

1245

177,857

Fiala

132

203

191

135

-

-

-

661

165,250

Weissensteiner Felix

-

-

-

176

158

148

-

482

160,667

Hochstöger

-

-

-

-

168

189

247

604

201,333

Team-Ergebnis

520

514

517

492

482

513

603

3641

173,381

Gegner

BJB

Unistahl2

Strike

Stadlau

Cumberland

Unistahl1

Etoile

 

 

Ergebnis Gegner

485

620

536

581

614

700

611

 

 

Punkte

2

0

0

0

0

0

0

 

2 Punkte

Die Anderen und die Tagesbesten:      Nur ein Team bzw. nur Gross & Loos hatten die Bahnen voll im Griff: Unistahl 1 spielte als einziges Team einen Schnitt von 200+ und stellte mit 4257 Pins (202,714 Schnitt) und 10 Siegpunkten alle anderen weit in den Schatten. Stadlau erreichte ebenfalls 10 Siegpunkte aber nur 3890 Pins. Dahinter BJB (3813) und Strike & Spare (3791) mit je 8 Punkten vor Cumberland, Etoile und Unistahl 2 mit je 6 Punkten. Wir sind leider mit 2 mageren Punkten Schlusslicht.

Die stärksten 7er-Serien (insgesamt spielten nur 9 Spieler alle Partien durch, davon Unistahl 1 und Strike & Spare als komplettes Team): einsame Klasse wieder einmal Thomas Gross mit phantastischen 1624 Pins (232 Schnitt) vor seinem Teamkollegen Michi Loos mit 1479. Gerald Fuchs war mit 1379 Drittbester.

Die Tabelle nach der ersten Runde:   1. Unistahl 1                 4257 Pins         10 Punkte

2. Stadlau                    3890                 10

3. BJB                         3813                   8

4. Strike & Spare          3791                   8

5. Cumberland  3878                   6

6. Etoile                       3874                   6

7. Unistahl 2                 3844                   6

8. Tyrolia                      3641                   2

Resümee:      Katastrophaler Start unsererseits. Es gelang leider in keinem einzigen Spiel mehr als einem Spieler unseres Teams ein brauchbares Resultat. Das war zuwenig. Die insgesamt nur 4 Runden erschweren unsere Aufgabe zusätzlich. Wir können mehr und wollen das auch in den verbleibenden Auseinandersetzungen beweisen. „Die Plus“ hat uns jedenfalls „abgeworfen“. Fast alle Mannschaften taten sich schwer. Das hurtige Hin- und Hertauschen in 6 der 8 Teams spricht eine deutliche Sprache.

Bis bald

Walter