TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga Herren 3er – 4. und letzte Runde 2005, Plus

 

Die Bedingungen:      Ich bin erst im 5. Spiel des Tages eingestiegen, daher kann ich vielleicht nicht ein ganz stimmiges Bild der Bahnen zeichnen. Mir ist aufgefallen, dass wieder relativ kurz geölt war und nur hohes Tempo zum Erfolg führte. Das sehr starke und lange Finish konnten nur die Spieler ausnützen, die den kurzen Vorrutsch durch kräftigen Vortrieb des Balles überwinden konnten. Dürfte auch anfangs schon ähnlich gewesen sein, da schon im ersten Spiel Rechtshänder öfter den 9er aus der Gasse übrig hatten und auch 7-10 aus der Gasse nicht selten lachten. Kontrollkegel in vielfältiger Art und Weise räumten immer wieder – oder bei Pechvögeln eben nicht – die Eckpins auf der Grundlinie. Lange Strike-Serien wechselten mit unangenehmen Split-Orgien. Das notwendige druckvolle Spiel führte meines Erachtens oft zu entbehrlichen Räumfehlern, wenn man mit dem Sparebll nicht voll konzentriert bei der Sache war.

Unser Spiel:    Beide Heinis und Benny in der Startformation. Die sehr ambitioniert kämpfenden Stadlauer waren anfangs im Pinfall glücklicher und räumten besser, daher leider 597 zu 686. Dann folgte gleich eines der Schlüsselspiele. Das bis dahin am Ende der Tabelle platzierte Team BSC Phönix/HW 17 1 mit Gonaus, Oralek, Loos fightete uns mit 711 zu 656 nieder. Schade. Ab jetzt ging es um die Existenz im Oberhaus. Viele Räumfehler und kein günstiger Pinfall (das kommt dann leider meistens noch dazu) führten gegen die durchaus schlagbare Unistahl 1 (544 : 609) und gegen Etoile (570 : 620) zu Niederlagen, die an einem besseren Tag zu vermeiden gewesen wären. Heini Bittner entschied sich jetzt in bereits höchster Not (noch null Punkte auf unserem Konto) zu einem Doppeltausch. Alfi Schoppik und ich kamen für Benny und Heini Dostal. Leader Unistahl 2 konnten wir nach hartem Kampf (weil auch Alfi und mir unnötige Räumfehler passierten) mit 623 zu 575 schlagen, aber unsere Situation hatte sich damit nicht nachhaltig verbessert. Auch die beiden letzten Spiele mussten wir gewinnen und HW 17 (heute allerdings in Top-Form) müsste alle beiden Spiele verlieren. Ein scheinbar aussichtsloser Kampf. Und so war es letztendlich auch. Wir holten zwar noch die wichtigen 4 Punkte (569:548 gegen BJB und 615:486 gegen die Gamblers), aber auch Gonaus und die beiden jungen „EM-Silberlinge“ aus Antwerpen machten den einen rettenden Sieg im vorletzten Fight und platzierten sich mit einem Punkt Guthaben auf uns an der rettenden 6. Stelle.

Das war´s für uns. Ade, Wiener Liga.

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Bittner

192

234

192

225

257

189

231

1520

217,143

Hochstöger

172

247

169

190

-

-

-

778

194,500

Dostal

233

175

183

155

-

-

-

746

186,500

Fiala

-

-

-

-

197

183

201

581

193,667

Schoppik Alfred

-

-

-

-

169

197

183

549

183,000

Team-Ergebnis

597

656

544

570

623

569

615

4174

198,762

Gegner

Stadlau

HW 17

Unistahl1

Etoile

Unistahl2

BJB

Gamblers

 

 

Ergebnis Gegner

686

711

609

620

575

548

486

 

 

Punkte

0

0

0

0

2

2

2

 

6 Punkte

Die Anderen und die Tagesbesten:      4 Teams über und 4 Teams unter 200 Schnitt. Gonaus & Co heute die Pinbesten mit 4494 (214 Schnitt) aber mit 10 Punkten nicht die Punktbesten. Das waren heute die Grünen: Etoile konnte 12 Punkte einfahren, musste sich aber in der Schlusstabelle aufgrund der 4272 Tagespins (- 204 gegenüber Unistahl 1 – 4476/10) mit der undankbaren „Ledernen“ begnügen. Der bisherige Leader Unistahl 2 konnte mit heute nur 4027 Pins und mageren 4 Punkten den Generalangriff der Stadlauer (4242/10) gerade noch parieren und holte sich den Titel. Der bisherige Zweite BJB (dürftige 3865/2) hatte gröbste Personalprobleme, weil nach Walter Riegers Skiunfall auch noch Rudi Friess wegen Urlaubs ausfiel. Sogar Loisl Pecanka wurde wieder aktiv, aber den Rückfall aus den Medaillenrängen konnte man nicht verhindern. Der BC Gambler in der Tageswertung (3761/2) und in der Tabelle Schlusslicht.

Die stärksten 7er-Serien: an der Spitze - wie schon im Prater - Thomas Tybl (Uni 1, 1554). Diesmal vor Leo Grundschober (Etoile – 1550), Heini Bittner (1520) und ex aequo Schröder (Uni 1), Oralek und Loos (beide HW 17) mit je 1517.

Höchstes Teamspiel: HW 17 mit 711 (im 2. Spiel gegen uns). Höchstspiele: Oralek 288 und Schröder 279.

Die Endtabelle der Wiener Meisterschaft 2005:

1.(1) Unistahl 2             17617 Pins       34 Punkte

2.(3) Stadlau                 17128               34

3.(4) Unistahl 1             17349               30

4.(5) Etoile                    17321               30

5.(2) BJB                      17198               28

6.(8) HW 17                  16968               25

7.(5) Tyrolia                  16847               24

8.(7) Gamblers              16552               19

 

Resümee:      In der Tabelle fällt auf, dass mit Ausnahme des neuen Wiener Meisters Unistahl 2, der schon nach 3 Runden in Führung gelegen war, alle Mannschaften durcheinander „gewürfelt“ wurden. Es ging allerdings „gerecht“ zu, weil die Rangordnung weitgehend nach Pinfall sortiert ist (Ausnahme: Stadlau).

Für uns endete das Sportjahr leider in doppelter Hinsicht schlecht, weil nach dem „Paternoster-Abstieg“ im 5er-Bewerb nun auch in der 3er das Oberhaus verlassen werden muss. Schade auch um den Startplatz bei den Staatsmeisterschaften in Innsbruck. 4 x nur gerade mal 6 Punkte – das konnte eben nicht reichen.

Wir lassen die Köpfe nicht hängen und müssen eben trachten, möglichst rasch wieder zurück zu kommen.

 

Abschließend gratuliere ich den erfolgreichen Teams auch auf diesem Wege nochmals recht herzlich.

Tiefe Verbeugung auch nochmals vor unseren drei Silber-Medaillen-Gewinnern bei den Jugend-Europameisterschaften 2005 in Antwerpen: Michi Loos (2x Silber), Christoph Oralek und Leo Grundschober – fast müßig zu erwähnen: natürlich alle drei auch heute wieder bei den Tagesbesten.

 

Bis bald

Walter