TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga Herren 3er – 3. Runde 2005, Prater

 

Die Bedingungen:      Unerfreulicher Beginn mit technischen Problemen im Kugelrücklauf auf 19/20 bei den Damen und 29/30 bei den Herren. Die Bahnen wurden trotz Kugelstau im Rücklauf minutenlang nicht abgedreht – wie auch, wenn sowohl Counter als auch Mechaniker eher amateurhaft unterwegs und vom Sportbowling meilenweit entfernt sind. Zuerst nach einigen Minuten Wartezeit Mechaniker-„Lokalaugenschein“ - ohne Werkzeug, versteht sich. Dann - nach langwierigem, weil im Schneckentempo absolvierten Ausflug in die Werkstatt – versucht man mit untauglichen „Spielzeug-Werkzeugen“ den Kugeltunnel zu öffnen. Geht naturgemäß nicht gleich. Endlich haben wir die Kugeln befreit, der Kugeltransport läuft natürlich noch immer – viele Bälle (4 oder 5 bei den Herren) sind nachhaltig zerstört. Macht ja nichts – ist ja nur unser Geld. So ein Kugerl kostet ja nur lächerliche 250 Euro...

Mit halbstündiger Verspätung wird gestartet, weil sich nicht alle Kapitäne auf einen endlich einmal fälligen Boykott einigen konnten. Übrigens: man hört, dass dieser Fehler kein Zufall gewesen war, weil auch schon anlässlich von Trainingsspielen am vergangenen Donnerstag einige Kugeln dran glauben mussten.

Rundet für mich selbst nur das Bild ab: beim Senioren-Einzel am Samstag wurden vor dem 14 Uhr-Termin im Prater aus mir nicht bekannten Gründen die Bahnen nicht gepflegt. Alle Starter haben pro Spiel 3 Euro zu zahlen, aber nicht alle bekommen dafür die gleiche Ware. Wo sonst noch zahlt man für schlechteren Service im gleichen Haus gleich viel? Ich kenne keine Branche. Könnte sich ja auch keine Branche auf Dauer leisten. Wie lange läuft das bei uns noch so?

Zum Sportlichen: die Bahnen waren wieder recht freundlich – die Ergebnisse bestätigen das. 29/30 bildeten da eine überraschende Ausnahme – 29 „länger“ als 30 und beide Bahnen etwas „länger“ als der Rest.

Unser Spiel:      Josef Sehnal leider verletzt. Heini Bittner, Benny Hochstöger und Heini Dostal in der Startformation. Leider klassischer Fehlstart auf 29/30. Vor allem Heini Bittner konnte seine soeben zerstörte brandneue Kugel nicht so ohne weiteres aus dem Kopf bekommen. Mit 458 zu 575 waren wir – ausgerechnet gegen HW 17 -chancenlos. Gegen die Gamblers fuhren wir auf den deutlich einfacheren Bahnen 27/28 die ersten 2 Punkte ein. 633 zu 533. Dann tauschte Heini erstmals heute: er raus, ich rein. Das nächste Spiel ging gegen Etoile denkbar knapp mit 608 zu 610 verloren. Schade. Alfi Schoppik wurde jetzt statt Benny ins Team genommen. Zurück auf 29/30 erging es uns gegen Unistahl 2 nicht wesentlich besser als im Startspiel. 526 zu 626. Heini kam für seinen Namensvetter wieder ins Team zurück. Unistahl 1 war auf 31/32 aber eine Nummer zu groß – vor allem der glänzend disponierte TT mit 255. Leider mit 572 zu 653 wieder keine Punkte. Jetzt wurde es langsam kritisch, aber mit zwei hervorragenden Spielen gegen Black Jack auf 27/28 (677 : 535) und Stadlau wieder auf 31/32 (641 : 556) konnten wir doch noch die anscheinend bei uns heuer üblichen 6 Punkte erreichen.

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Bittner

127

222

-

-

184

210

182

925

185,000

Hochstöger

142

195

184

-

-

-

-

521

173,667

Dostal

189

216

235

160

-

-

-

800

200,000

Fiala

-

-

189

186

195

267

223

1060

212,000

Schoppik Alfred

-

-

-

180

193

200

236

809

202,250

Team-Ergebnis

458

633

608

526

572

677

641

4115

195,952

Gegner

HW17

Gamblers

Etoile

Unistahl2

Unistahl1

BJB

Stadlau

 

 

Ergebnis Gegner

575

533

610

626

653

535

556

 

 

Punkte

0

2

0

0

0

2

2

 

6 Punkte

Die Anderen und die Tagesbesten:      Nur 3 Teams unter 200 Schnitt. Der bisherige Leader BJB (4185 Pins / 6 Punkte), wir und die heute indisponierten Gamblers (3951/keine Punkte). Top Stadlau mit 4481 (213+ Schnitt)/12, was in der Tabelle den Sprung von Platz 7 auf Platz 3 brachte. Stark wieder Unistahl 2 (4463/10). Dann folgten Unistahl 1 (4390/8 – wieder ohne Gross und Schröder) und HW 17 (4205/8). Die Etoile-Leute (4272), BJB und wir erreichten 6 Punkte.

Die stärksten 7er-Serien: Tybl (Uni 1) 1582, Fleischhacker (Uni 2) 1540, Schwarzbauer (Etoile) 1524, Fuchs (Stadlau) 1507 und Spacal (Stadlau) 1495. Insgesamt diesmal 11 Leute mit Schnitt 200+.

Die Tabelle nach 2 Spieltagen:

1.(2) Unistahl 2             13590 Pins       30 Punkte

2.(1) BJB                      13313               26

3.(7) Stadlau                 12886               24

4.(6) Unistahl 1             12893               20

5.(4) Etoile                    13049               18

6.(5) Tyrolia                  12673               18

7.(3) Gamblers              12791               17

8.(8) HW 17                  12474               15

 

Resümee:      In der Tabelle hat sich einiges bewegt. Nur HW 17 hat die Tabellen-Position behalten, alle anderen Teams finden sich nach der vorletzten Runde an anderer Stelle wieder. Der von mir vorausgesagte Umsturz fand statt, aber mit anderen Teams als erwartet. Es wird ein hartes Ringen um die Staatsmeisterschafts-Startplätze und um den Wiener Titel. Spannung vorprogrammiert. Wir hoffen auf ein gutes Meisterschaftsfinish unsererseits.

Hoffentlich ist das die letzte 3er-Meisterschaft, die in nur 4 Runden ausgetragen wird. 

 

Bis bald

Walter