TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga Herren 3er – 4. und letzte Runde 2004, Prater

 

Die Bedingungen:       Die Prater-Bahnen boten heute das gewohnte Bahnenprofil bei ÖSKB-Bewerben: anfangs für etwa 2 – 3 Spiele ordentlicher Vorrutsch und starkes Finish, das aber rasch verschmierte und so – wie schon im 5er-Bewerb – fast allen Akteuren Rätsel aufgab. Der bekannt unregelmäßige Anlauf (außen sehr rutschig, innen eher griffig) tat das Übrige. Tempospiel rund um den 2. Pfeil war keine schlechte Variante, aber wichtig war, weit in die Bahn hinein zu greifen. Die Topleute mit hoher Kugelrotation und Winkelspiel waren heute gut dran, aber auch „harmlosere“ Bälle und kurze Wege brachten den einen oder anderen Erfolg. Splits – vor allem auf der Grundlinie – waren allgemein häufig zu sehen.

Unser Spiel:      Unsere Ausgangssituation ist rasch umrissen: einer der beiden unmittelbaren Gegner – BJB oder Strike & Spare musste überholt werden, sonst waren Abstieg und Nicht-Teilnahme an der Staatsmeisterschaft gewiss. Die Auslosung brachte uns Titelfavorit Unistahl als ersten Gegner auf 31/32. Gott sei Dank erwischte ich selbst diesmal einen guten Start und konnte mir nach 2 Spares mit einem Sechsling einen gewissen Polster schaffen. In der Endabrechnung 235 – zusammen mit Heini Bittners Schlussoffensive (reichte noch für 217) brachte das die wichtigen ersten 2 Punkte. Schade, dass Unistahl-Startspieler Robert Halda nach wenigen Würfen mit seiner schon seit Tagen bekannten Oberschenkelverletzung aufgeben musste. Fritzi Kern und TT spielten ab Frame 4 (beide 85) ein Synchronspiel – letztlich je 225 – aber durch den empfindlichen Halda-Ausfall war das zuwenig. 636 : 595 für uns. Auf 28/27 wartete jetzt Etoile. Scheinbar heuer unser Angstgegner: wieder kein Punkt gegen die Grünen. 530 : 565. Käptn Frötschel tauschte jetzt Heini Dostal – fand diesmal keine Linie – gegen Fredi Schoppik. Scheinbar gute Wahl: seine 225 zum Einstand und solide 190+ von Heini und mir brachten auf 29/30 die Punkte 3 und 4. 616 gegen 495 der Phönix-Youngsters. Tabellen-Nachbar Strike & Spare wartete jetzt auf 27/28.

Durch ein sicheres 581 zu 506 fiel eine gewisse Vorentscheidung für uns. 6 Punkte waren im Trockenen. Die ohne Topmann Richard Schwanzer angetretenen Gelben hatten einen rabenschwarzen Tag – sie blieben heute bis zum Schluss punktelos. BJB kam mit einem Polster von bereits 8 Punkten zum direkten Duell gegen uns auf 25/26. Wieder war nichts zu holen – heuer gelang uns erst ein Unentschieden gegen die Roten. Die Niederlage fiel mit 528 : 592 deutlich aus. Für mich (158) eine typische „Sparpartie“, wobei auch Fredi Schoppik mit 169 schon einen Durchhänger hatte. „Im Paket“ ist so was zu viel. Für die Spiele 6 und 7 kam Walter Terc statt mir ins Team. Stadlau auf 32/31 (552:632) und HW17, jetzt mit Alfi Frötschel statt Schoppik, auf 26/25 (605 : 659) waren nicht zu biegen.

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Bittner

217

178

193

203

201

193

235

1420

202,857

Fiala

235

183

198

175

158

-

-

949

189,800

Dostal

184

169

-

-

-

-

-

353

176,500

Schoppik Alfred

-

-

225

203

169

156

-

753

188,250

Terc

-

-

-

-

-

203

167

370

185,000

Frötschel

-

-

-

-

-

-

203

203

203,000

Team-Ergebnis

636

530

616

581

528

552

605

4048

192,762

Gegner

Unistahl

Etoile

HW17 2

Strike

BJB

Stadlau

HW17 1

 

 

Ergebnis Gegner

595

565

495

506

592

632

659

 

 

Punkte

2

0

2

2

0

0

0

 

6 Punkte

Die Anderen und die Tagesbesten:     Unistahl heute wieder eine eigene Liga: 4390 (209+ Schnitt), aber nur 8 Punkte. Es folgte HW17 1 (4210/8) mit ebenfalls noch mehr als 200 Mannschafts-Schnitt – in der Endabrechnung ergab das den undankbaren 4. Platz. BJB rettete sich souverän mit 4135/10. Stadlau überholte mit 4104/10 noch die Gonaus.-Truppe und holte Bronze. Wir lagen mit 4048/6 heute im Mittelfeld. Etoile blieb mit 3988/10 auf dem Silber-Platz. Strike (3699/0) und die HW17-Phönix-Youngsters (3618/4) müssen den Weg in die 1. Klasse antreten.

Die Abschlusstabelle der Wiener Liga 2004: Gold für Unistahl 38 Punkte/17240 Pins (205,238 Schnitt), Silber für Etoile (34/16549), Bronze für Stadlau (34/16398).

4. HW17 1 (32/16643), 5. BJB (27/16340), 6. Tyrolia (23/16210 – 192,976 Schnitt) – diese 6 Teams spielen Mitte Mai in Innsbruck um den Staatsmeister-Titel mit.

7. Strike & Spare (18/15662), 8. HW17 2 (18/14760).

Die stärksten kompletten 7er-Serien: Fritzi Kern jun. 1504. Robert May 1473, Chris Schwarzbauer 1467, Walter Rieger 1449, Georg Spacal 1442, Gerald Fuchs 1423 und unser Heini Bittner 1420. Tageshöchstspiel erzielte Tom Tybl im zweiten Match mit 290 Pins. Herzliche Gratulation allen Medaillengewinnern und Tagesbesten.

Resümee:      Es ist noch einmal gut gegangen. Eine für uns eher schwache Saison (wir erreichten nie mehr als 6 Punkte) fand einen versöhnlichen Abschluss. Dem „Paternoster-Betrieb“ diesmal entgangen und damit das eigentliche Saisonziel erreicht. Noch dazu für die Staatsmeisterschaften qualifiziert – und in Innsbruck werden ja die Karten neu gemischt. Warum wir im 3er-Team allesamt (Ausnahme: Heini Bittner) unsere Leistung nicht bringen, wird noch zu analysieren sein.

Ein Hoch unseren 1er-Damen, die souverän den Wiener Titel holten. Vor den Vorhang, Mädls!

Bis bald. Walter