TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Staatsmeisterschaften 2004 - Herren 3er, Innsbruck

 

Die Bedingungen:     Vorweg ein großes Lob für die Veranstalter in Innsbruck. Das motivierte und wohltuend freundliche, bemühte Team in der Hollywood Super Bowling (von der Managerin über die Reception bis hin zur Technik und zum Servicepersonal) machte uns den Aufenthalt wirklich angenehm. Danke, Camy, Dein kundenorientiertes Team ist Klasse!

Die Bahnen selbst, aus meiner subjektiven Rechtshänder-Sicht, ganz o.k. Am Samstag genug Vorrutsch, allerdings gab es drei auffallende Bahnenbereiche - Topergebnisse konnte man einerseits rund um etwa die 4. bis 6. Latte und andererseits im Bereich 12. bis ungefähr 16./17. Latte erzielen. Rund um den 2. Pfeil neigten die Kugeln zu Überreaktionen – Tempo und exakt passende Winkelung waren da besonders wichtig. Am Sonntag für mich etwa gleiche Charakteristik, aber mehr Spieler suchten ihr Glück weiter außen – bis zur 10. Latte – und deswegen waren die Bahnen mehr und früher „abgespielt“ als am Vortag.

In Summe sehr positiv – die Super-Ergebnisse beweisen das nachdrücklich.

Unser Spiel:      Nachdem wir froh waren, uns am letzten Spieltag in Wien noch für dieses Finale qualifiziert zu haben, gingen wir am Samstag voll motiviert ins Rennen, obwohl Heini Dostal aus privaten Gründen nicht dabei sein konnte. Es lief nicht so rund, wie wir uns das vorgestellt hatten. Leider wurde auch bald klar, dass unser gewählter Austauschmodus („Rotationsprinzip“) für so ein Finale nur „in die Hose gehen“ konnte. Alle unsere Bemühungen führten zu keinen zählbaren Erfolgen. Es gelang nie, Ruhe in die Mannschaft zu bringen. Wie auch? Höchstens 2 Spiele hintereinander in gleicher Zusammensetzung. Der Spielertausch schien immer zum unpassendsten Zeitpunkt zu erfolgen. Aber klar, im Nachhinein ist man immer gescheiter. Die Tagesform aller Akteure war zudem nicht berauschend.

Das Ergebnis: nur magere 4 Punkte (Stadlau, Leondinger City Strikers) – vorletzter Rang.

Jetzt war am Sonntag „Schadensbegrenzung“ angesagt. Es war klar: getauscht wird nur, wenn die Leistung wiederholt nicht passt. Und gut war´s. Ein wenig fühlten wir uns nach passablem Start sogar als „Zünglein an der Waage“, weil wir im Startspiel Etoile die einzige Tages-Niederlage zufügten und im Spiel 2 den Mitfavoriten, die Heimmannschaft BC Blue Devils Innsbruck, bezwingen konnten. Last but not least hätten wir durch einen Sieg über Unistahl im vorletzten Spiel sogar noch den großen Showdown (Unistahl gegen Etoile um den Titel im Schlussspiel) ermöglichen können, aber der äußerst spannende und an die Nerven aller Aktiven gehende Kampf war entschieden, als Heini Bittner´s „Ketterl“ schon nach 5 Strikes, das von Thomas Gross aber erst nach einem Sechsling riss. TT und Fritzi Kern waren zudem im 10er-Frame (nach 2 Individualfehlern auf unserer Seite) wieder erstarkt und fanden gerade rechtzeitig noch die Strike-Linie zum 631 : 606 für den neuen Staatsmeister.

Unser Heini war glänzend disponiert, startete mit 923 aus den ersten 4 und scorte 1917 (213 Schnitt). Walter Terc und ich starteten schlecht und wurden nacheinander  aus der Mannschaft genommen. Alfi Schoppik fand gut ins Spiel (1410/7), Walter Terc kam nach einem Spiel Pause für mich wieder zurück, war aber nicht in gewohnter Form. Vor den letzten beiden Spielen überlegten wir noch einen (Rück)Tausch, aber entschlossen uns dann gemeinsam, nach 4 Siegen in Folge, fertig spielen zu lassen.

Toller Sonntag: 12 Punkte für uns . Nur ein Team hatte mehr (Etoile, 16). Unser 6. Endplatz war nach dem „vergeigten“ Samstag gar nicht übel.

Unsere Ergebnisse im Detail:

SAMSTAG

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Spiel 8

Spiel 9

Serie

Schnitt

Bittner

181

190

-

-

-

196

193

180

224

1164

194,000

Terc

190

190

173

247

203

-

-

-

-

1003

200,600

Fiala

178

207

177

201

211

173

-

-

-

1147

191,167

Frötschel

-

-

158

-

-

178

183

161

-

680

170,000

Schoppik

-

-

-

202

168

-

-

-

190

560

186,667

Schindler

-

-

-

-

-

-

169

184

192

545

181,667

Team-Ergebnis

549

587

508

650

582

547

545

525

606

5099

188,852

Gegner

BJB

Blue Devils, Innsbruck

Bowling Team Salzburg

Stadlau

Unistahl

Leondinger City Strikers

HW17

BC Schmidt Salzburg

Etoile

 

 

Ergebnis Gegner

608

624

546

609

656

492

608

605

635

 

 

Punkte

0

0

0

2

0

2

0

0

0

 

4 Punkte

Die Anderen und die Tagesbesten am Samstag:      Unistahl (Tybl, Kern, Gross) mit 18 Punkten ungeschlagen, 5853 Pins (216,778 Schnitt), neuer Österr. Rekord. Bravo, Burschen!

Etoile mit 5564/14 Zweiter vor BSC Phönix/HW17 (5589/12) und den Blue Devils aus Innsbruck (5262/12). 5. BJB mit 5328/10. 6. BC Transporte Schmidt (5095/6) vor den Leondinger City Strikers (4972/6). Am Ende des Zwischenklassements unser Team vor dem Schlusslicht BTS aus Salzburg (4889/4)

Höchste 9er-Serien: Gross 2028, Kern 1975, Grundschober 1970, Schwarzbauer 1935, Markus Gering (Innsbruck) 1888 und Fuchs 1887.

SONNTAG

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Spiel 8

Spiel 9

Serie

Schnitt

Bittner

233

210

212

268

183

209

188

224

190

1917

213,000

Terc

177

149

-

179

225

193

205

188

148

1464

183,000

Fiala

177

178

156

-

-

-

-

-

-

511

170,333

Schoppik

-

-

192

179

203

214

212

194

216

1410

201,429

Team-Ergebnis

587

537

560

626

611

616

605

606

554

5302

196,370

Gegner

Etoile

Blue Devils, Innsbruck

BJB

BC Schmidt Salzburg

Leondinger City Strikers

HW17

Stadlau

Unistahl

Bowling Team Salzburg

 

 

Ergebnis Gegner

510

515

703

560

532

582

545

631

561

 

 

Punkte

2

2

0

2

2

2

2

0

0

 

12 Punkte

Die Anderen und die Tagesbesten am Sonntag:       Etoile 5582 Pin/16 Punkte vor BSC/HW17 (Loos, Grundschober, Gonaus) 5844 (nur 9 Pins unter dem erst einen Tag alten Rekord – schade „Gonaus & Buben“), Unistahl 5825 und Tyrolia 5302 – alle mit 12 Punkten. Dahinter BJB (5645) und Stadlau (5468) mit nur je 8 Punkten trotz Mannschaftsschnitten 200+. Es folgten Schmidt, Blue Devils und City Strikers mit je 6 Punkten und BTS mit 4.

Höchste 9er-Serien: Schwarzbauer 2006, Gonaus 1984, A. Rauscher 1979, Riegler 1968, Grundschober 1962 und Bittner 1917. TT, Kern und GT wären wohl auch dabei gewesen, aber sie ließen in sportlich fairer Manier im bereits bedeutungslosen Schlussspiel gegen Etoile ihre Ersatzleute Halda, Gablek, Altmüller noch Wettkampfluft schnuppern.

Der Salzburger Pitterka erzielte hervorragende 1800 Pins aus 8 Spielen.

Der Endstand der Staatsmeisterschaften 2004:

Unistahl 30 (11678 Pins – 216,259 Schnitt) vor Etoile 30/11146 und BSC Phönix/HW17 24/11433.

4. BJB 18/10973, 5. Blue Devils 18/10355, 6. Tyrolia 16/10401 (192,611 Schnitt), 7. Vorjahrsmeister Stadlau 12/10695, 8. Schmidt 12/10472, 9. City Strikers 12/9856 und 10. BTS mit 8 Punkten und genau 10000 Pins.

 

Resümee:      Eine nicht aufregende, eigentlich eher enttäuschende Saison endet für uns in Innsbruck mit dem 6. Platz. Vielleicht haben wir es uns in Tirol selbst etwas schwerer gemacht als nötig, wie bereits erwähnt. Schwamm drüber! Auf zu neuen Taten. Wir schauen nach vorn.

Innsbruck war in jedem Fall eine Reise wert. Die Stimmung und die äußeren Bedingungen waren Beispiel gebend für so manch andere Halle in Österreich.

Bis bald

Walter