TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Meisterschaft Einzel, Herren - Post

 

Die Bedingungen:  Eine exakte Aussage läßt sich aus meiner Zuschauer-Sicht diesmal nicht treffen, aber es schien, als wären die Post-Bahnen diesmal eher freundlich gesinnt. Rund um die 5. Latte waren bei gutem Tempo sehr schöne Resultate möglich. Wer den Ball mit viel Rotation im Winkelspiel noch weiter nach aussen spielen konnte verschaffte sich zusätzliche Vorteile.

Unsere Teilnehmer: Pauli Janott, Walter Terc und Heini Bittner trafen auf 5 Unistahl-Leute (Kern, Gablek, Farkas, Fleischhacker, Strobl), Schwarzbauer und Lippert von Etoile, Tybl von Phönix und Mit-Favorit Fuchs von Stadlau.

Der Kampf selbst – Spannung pur, bis zum letzten Frame:

Heini (486 aus 3) und Walter (514) hatten einen klassischen Fehlstart. Pauli startete nicht optimal (202, 165), gab dann aber gehörig Gas und stürmte mit 269-258-190-246 an die Spitze des Feldes. Nach 6 Spielen lag er mit 1370 Punkten (davon 40 Siegpunkte) deutlich vor Fuchs (1256/30), Gablek (1253/40), Tybl (1244/40) und Kern (1212/40). Nach 9 Spielen war immer noch alles in Butter: Pauli mit 1951 noch 45 Punkte vor Tybl (1906) und 63 vor Fuchs und 66 vor Kern. Im 10. Spiel der große Showdown Janott gegen Tybl. Thomas Tybl – rein optisch jetzt „fit wie ein Turnschuh“ – hatte mit 199 gegen 182 das bessere Ende für sich und verringerte den Rückstand auf Pauli mit Hilfe der 10 Siegpunkte auf nur mehr 18 Punkte. Pauli war im entscheidenden Wurf nach einem Zwilling etwas glücklos.

Fritzi Kern (268 und 247 in den Spielen 9 und 10) setzte sich vor dem letzten Spiel knapp an die Spitze des Feldes. Gerry Fuchs (247 und 231) ließ sich nicht lumpen und war ihm auf den Fersen. Vor dem letzten Spiel hatten also noch vier Mann reelle Gold-Chancen: 1. Kern 2142 Punkte, 2. Janott 2133, 3. Fuchs 2119, 4. Tybl 2115.

Pauli erkämpfte gegen Lippert ein 202:202-Remis. Gerry schaffte 214 und 10 Siegpunkte. Tybl passierte eine 191-Niederlage – damit war er 4. Fritzi haderte mit dem Schicksal, als ihm nach Strike im 9er-Frame eine 5er-Kraxn scheinbar praktisch alle Chancen auf den Sieg raubte. Er schaffte „nur“ 202 + 10 Siegpunkte und glaubte zu diesem Zeitpunkt, den Sieg um 7 Körndln dem alten Fuchs überlassen zu haben.

Aber eben nur scheinbar. Fritzi wird es erst zu Hause erfahren haben (er hatte die Halle schon im Laufschritt verlassen), aber ein zwischenzeitlich aufgedeckter Rechenfehler bei Gerry Fuchs (man hatte im 4. Spiel irrtümlich 264 statt 246 für ihn notiert) wähnte ihn um 18 Pins höher.

Erfreuliches Ende für KFJ: nicht 7 Punkte Rückstand, sonder 11 Punkte Vorsprung. Gratulation, lieber Fritzi. Eine alte Regel hat sich bewahrheitet: für das Bowling-Spiel braucht man Zeit – diesmal sogar noch nach dem Bewerb.

Pauli jetzt zwar nicht unzufriedener, aber unglücklicher Dritter (3 Zerquetschte hinter Fuchs). Gratulation Langer – das war Spitze.

Und Heini und Walter?

Heini erfing sich ab dem 3. Spiel: tadellose 1693 netto (+ 60 Siegpunkte) in den letzten 8 Spielen verhalfen ihm zum recht ordentlichen 6. Platz.

Walter war heute nicht mit sich im Reinen und fand daher nie zu seinem Spiel, aber mehr als 195 Schnitt in der Post sind auch für Dich kein Beinbruch, Alter.

Inoffizielles Endergebnis:

1. und Wiener Meister 2003: Fritz Kern jun.        2354 Punkte

2. Gerald Fuchs                                               2343 Punkte

3. Paul Janott                                                   2340 Punkte

4. Thomas Tybl                                                2306 Punkte

5. Josef Gablek                                                2273 Punkte

6. Heinrich Bittner                                             2239 Punkte

8. Walter Terc                                                  2189 Punkte

 

Resümee:      

Unsere Teilnehmer haben in dem hochklassigen Feld (und es war ein solches, obwohl der eine oder andere Spitzenspieler diesmal nicht dabei war) gute Figur gemacht. Mit etwas mehr Glück wäre noch mehr möglich gewesen - vor allem Pauli war an seinem ersten Einzeltitel diesmal verdammt nahe dran.

 

Bis bald

Walter