TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga Herren 5er – 8. Runde, Florido

 

Die Bedingungen:      Recht angenehme, freundliche Bahnenverhältnisse. Nicht so „lange“ Bahnen, wie dzt. in Floridsdorf eher üblich – anfangs bis etwa zum 10. Board für hohe Resultate wie geschaffen, gegen Ende immer weniger Vorrutsch, wodurch auch die Spitzenleute immer wieder „Durchhänger“ in Kauf nehmen mussten. Hätte nicht der eine oder andere technische Fehler viele kürzere Wartezeiten eingetragen, könnte man von einem gelungenen Bowlingsonntag sprechen – zumindest aus der Sicht der Erfolgreichen. 

Unser Spiel:      Start gegen Unistahl auf 33/34 nach einem technischen Timeout von etwa 10 Minuten durch im Rücklaufkanal hängen gebliebene Bälle. Pauli war nicht übel drauf, alle anderen waren eher harmlos unterwegs. Klare Niederlage mit 925:972 – wie schon oft, wäre Unistahl gerade im ersten Spiel zu packen gewesen. Weiter gleich gegen HW 17 auf 35/36 – eine Vorentscheidung über unsere Chancen, dem Abstieg evtl. noch zu entrinnen, war hier vorprogrammiert. Wir boten eine ebenbürtige Leistung, die aufgrund eines voll ausgenutzten 10er-Frames des Gonaus-Teams aber keinen Erfolg brachte. Walter Gonaus selbst spielte (nach 269 im ersten Spiel) gegen uns wieder hervorragende 258 und verhalf seinem Team zu einem knappen 1042:1033. Nun folgte unser erster und einziger Sieg an diesem grauen Sonntag: 1029 gegen 986 - Casino war auf 31/32 weiter entfernt, als das Ergebnis vermuten ließe. Etoile war „in der Mitte“ auf 33/34 unser nächster Gegner: viele individuelle Fehler, noch unterstützt durch meine Verunsicherung wegen der gegen Casino noch weiter ausgebrochenen und jetzt unbrauchbaren Spare-Kugel, machten uns das Leben schwer. Mit 875 : 998 war wohl die letzte Chance dahin. Auf den Eckbahnen war nun der Abschluss gegen BJB angesagt. Obwohl ich es ursprünglich nicht vorhatte, tauschte ich vor dem letzten Spiel doch noch Walter Terc (der offensichtlich nicht und nicht das richtige Rezept finden wollte) gegen den „auf der Loipe“ recht ordentlich spielenden Maxl Witura. Jeder Tausch birgt ein Risiko – war mir bewusst. Noch dazu, weil Maxl seit langem nicht mehr trainiert und deswegen schon fast die gesamte Saison weit hinter den in ihn gesetzten Erwartungen blieb. Kurz: auch der Achtungserfolg gegen den Tabellennachbarn war uns nicht gegönnt. Mit 986 zu 1054 verabschiedeten wir uns aus der obersten Wiener Spielklasse.

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Bittner

184

244

171

203

232

1034

206,8

Janott Paul

224

203

233

181

194

1035

207,0

Amstätter

151

203

221

184

172

931

186,2

Terc

182

181

226

147

202 R

938

187,6

Fiala

184

202

178

160

212

936

187,2

Witura

191 R

204 R

178 R

211 R

176

960

192,0

Team-Ergebnis

925

1033

1029

875

986

4848

193,92

Gegner

Unistahl

HW 17

Casino

Etoile

BJB

 

 

Ergebnis Gegner

972

1042

986

998

1054

 

 

Punkte

0

0

1

0

0

1

97,48 PP

Die Anderen und die Tagesbesten:      Bestes Team heute HW 17 mit 5175 Pins und 3 Siegen (207 Mannschaftsschnitt). Weiters noch Etoile mit 5101/3,5 und BJB mit 5042/2,5 „über“. Unistahl diesmal nur 4970/2 (allerdings ohne Gross und Schröder), Casino 4916/3 und wir mit 3 Pins mehr als in der letzten Runde (4848/1, aber diesmal nicht 2. sondern leider abgeschlagen Letzter). Die Einzelleistungen: der momentan in ausgezeichneter Form agierende Christian Schwarzbauer war mit 1218 (243,6 Schnitt) heute nicht zu schlagen. Der Mathe-Professor kam mit 1183 aber sehr nahe – gut für sein HW 17-Team, das ja noch nicht ganz sicher „gerettet“ war. Fredi Panzenböck war mit 1171 kaum schlechter. Dahinter noch weitere 10 Spieler mit mehr als 200 Schnitt, darunter auch Heini und Pauli.

Der Tabellen-Endstand der Wiener Liga nach 8 Runden:

1.(1.) Unistahl *             838,12 PP                                            Wiener Meister 2003    

2.(2.) Casino *               812,45 PP, Rückstand 25,17 Punkte      Silber

3.(3.) Etoile *                805,44 PP, Rückstand 32,18                 Bronze

4.(4.) HW 17 *               804,06 PP, Rückstand 34,06 

5.(5.) BJB *                   796,35 PP, Rückstand 41,27                 Abstieg

6.(6.) Tyrolia                 787,35 PP, Rückstand 50,27                 Abstieg

*)   für die Staatsmeisterschaft qualifiziert

Resümee:      Den Aufwärtstrend der 7. Runde konnten wir nicht fortsetzen. Selbst unser Minimalziel, nämlich dem seltsamen Modus folgend, als Absteiger wenigstens um die Staatsmeisterschaft mitspielen zu dürfen (dazu hätten wir 5. werden müssen), konnten wir nicht erreichen. Eine äußerst enttäuschende, verpatzte Saison fand den leider zu erwartenden Schlusspunkt. Die Tabellensituation blieb unverändert, die zuletzt bezogenen Positionen wurden bestätigt.

Der Abstieg trifft einige von uns wirklich schwer, weil wir wissen, dass viel viel mehr drinnen gewesen wäre, wenn..... ja, wenn... Es gäbe viele Gründe, die ich hier aufführen könnte, aber ich möchte lieber in die Zukunft blicken und gemeinsam mit dem harten Kern der Gruppe den Wiederaufbau anpacken.

Last but not least: an dieser Stelle herzlichste Gratulation an unsere Damen, die unangefochten Wiener Meisterinnen wurden. Ja, wenn... wir die Mädels nicht hätten...     

Bis bald

Walter