TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga Herren 5er – 7. Runde, Prater

 

Die Bedingungen:      Es sieht so aus, als wäre im Moment alles dazu angetan, uns den Spaß an unserem Sport zu verleiden: a) die Zufahrt zur Prater-Halle zwischen 8(!) und 15 Uhr gesperrt(!), b) für meine Begriffe etwas überheizte Halle (erinnert an einen Seniorenclub mit Kaffee und Kuchen, aber nicht an eine Sporthalle), c) (zu?) kurz geölte Bahnen, anfangs noch mit etwas Vorrutsch, scharfes Finish – für den Großteil unserer Spieler gegen Ende der Runde kaum noch mit Erfolg bespielbar. Wie immer in meinen subjektiven Beurteilungen heißt das auch diesmal nicht, dass die Bahnen schlecht waren, sondern dass unser Niveau und unser Trainingseinsatz nicht ausreicht, um diese Bedingungen auszunützen bzw. rechtzeitig auf „einbrechende“ Bahnen richtig zu reagieren. Ich meine, Spieler mit hoher Kugelrotation hatten heute mit Fortdauer des Spiels die schlechteren Karten.

Ein Rätsel bleibt für mich auch nach dieser Runde offen: wie lange lassen wir uns diese mangelnde Kundenorientierung der Veranstalter (bei – wohlgemerkt – ständig steigendem Preisniveau) eigentlich noch gefallen? Wenn in der Privatwirtschaft eine Firma so eine Ware zu einem so überhöhten Preis anbietet, bleiben die Kunden weg – im Bowling kommen sie immer wieder. Schade, dass es keine Alternativen gibt – man sehnt sich förmlich danach.

Unser Spiel:      Start gegen HW 17 auf 21/22 mit nicht üblen 985 : 867. Es war mehr drinnen, aber eine richtige Strike-Linie konnte außer Heini (221) niemand finden. Auf 19/20 (heute extrem unterschiedlich: rechts blieben die Bälle liegen, links liefen sie „rund um die Uhr“) hatten wir gegen eine noch nicht auf gewohntem Niveau spielende Unistahl leider das Nachsehen. 885 : 921 wäre diesmal vermeidbar gewesen. Dann hatten wir gegen eine gut spielende Etoile-Mannschaft auf 21/22 mit 933 : 1075 keine Chance. Ein Doppeltausch Terc-Witura gegen Marliot-Amstätter konnte jetzt nicht mehr hinausgeschoben werden. Walter leider krank und Maxl Witura nicht mit der sonst üblichen Kraft unterwegs und deswegen heute unser Splitkönig. Die nicht einfache Aufgabe der unbedingt notwendigen Aufholjagd in der Tabelle scheint nur noch Utopie. Mexxi Marliot bringt glänzende Stimmung mit, feuert unentwegt an und hat großen Anteil an dem 1024 : 976 gegen den Tabellen-Nachbarn BJB auf 23/24. Zurück zu den beschi... 19/20-Loipen, zurück zum Mittelmaß: 918 gegen 877 war das bescheidene Spiel gegen die bis dahin ungeschlagenen Casino-Leute. Auch Ricci, Skach und Co wunderten sich da gehörig über den nunmehrigen Zustand ihrer Startbahnen (die 1033 aus Spiel 1 waren für das Topteam dieser Runde in weiter Ferne).

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Bittner

221

187

168

228

185

989

197,8

Witura

203

140

158

-

-

501

167,0

Terc

182

194

201

-

-

577

192,3

Amstätter

165 R

181 R

158 R

157

183

844

168,8

Janott Paul

190

209

206

248

198

1051

210,2

Fiala

189

155

200

197

170

911

182,2

Marliot

141 R

177 R

202 R

194

182

896

179,2

Team-Ergebnis

985

885

933

1024

918

4745

189,8

Gegner

HW 17

Unistahl

Etoile

BJB

Casino

 

 

Ergebnis Gegner

867

921

1075

976

877

 

 

Punkte

1

0

0

1

1

3

97,45 PP

Die Anderen und die Tagesbesten:      Kein Team mit über 200 Mannschaftsschnitt. Casino mit 4 Siegen und 4886 Pins (195,44 Schnitt) heute das Maß aller Dinge. Wir konnten ansonsten mithalten und waren mit 4745/3 sogar – wie schon in der Plus - zweitbestes Team, knapp gefolgt von Unistahl mit 4741/3 und Etoile mit 4727/3. Etwas dahinter BJB mit 4682/2 und - heute deutlich abgeschlagen - HW17 mit 4439/ohne Sieg.

Wie bei den Teams, so auch bei den Einzelleistungen kaum 200er-Schnitte: bester Mann Ricci sen. mit 1071, gefolgt von unserem Pauli mit hervorragenden 1051 Pins. Nur noch drei weitere 200er: Schwarzbauer 1037, Fleischhacker 1006 und Robert Skach mit exakt 1000 Pins.

Tageshöchstspiel: Pepi Gablek mit 297 auf den Reservebahnen 17/18 – herzliche Gratulation „Altspatz“.

Die Reihung nach 6 Runden:

1.(1.) Unistahl               736,42 PP

2.(2.) Casino                 711,29 PP, Rückstand 25,13 Punkte

3.(4.) Etoile                   700,18 PP, Rückstand 36,24

4.(3.) HW 17                 697,31 PP, Rückstand 39,09 

5.(5.) BJB                     693,18 PP, Rückstand 43,24

6.(6.) Tyrolia                 689,37 PP, Rückstand 47,05 (= noch etwa 8 Punkte hinter dem rettenden Platz 4)

Resümee:      Heute haben wir etwas Boden gut gemacht, aber es wird sehr, sehr schwer werden. Wir können unser Potenzial heuer in keiner Phase ausschöpfen – die Gründe dafür liegen nicht nur im mentalen Bereich. Die Situation werden wir aufarbeiten müssen, um künftig wieder an alte Leistungen anknüpfen zu können.

Auf geht´s zur letzten Runde. Noch einmal „beißen, kratzen, zwicken, spucken“. Es liegt an uns, Burschen. Aufgegeben wird nur ein Brief.

PS: Gott sei Dank gibt’s bei uns kein Phrasenschwein wie im DSF-Sport, sonst wäre ich heute arm geworden...

Bis bald

Walter