TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga Herren 5er – 3. Runde, Plus

 

Die Bedingungen:      Die in der Plus-Halle dzt. üblichen Highscore-Bahnen. Gespielt wurde auf den Bahnen 27 – 32. Diesmal hatten wir allerdings den Eindruck, dass die Bahnen nicht den ganzen Bewerb über „hielten“. Ab dem 4. Spiel war es für alle etwas schwieriger – der Vorrutsch schien schwächer. Nicht alle Teams – darunter leider auch wir – konnten rechtzeitig und mutig genug nachkorrigieren.

Unser Spiel:      Die Auslosung bescherte uns den Tabellen-Nachbarn HW 17 auf 29/30 als ersten Gegner. Es lief nicht schlecht, doch nicht optimal. Mit 1042 zu 993 konnten wir zwar gewinnen, aber Walter Terc (mit 183 eigentlich brav mitgespielt) gab zu verstehen, dass das heute nicht sein Tag sei und bat um Austausch. Für mich als Kapitän ein leichter Schock, da ich das Leistungsvermögen dieses ausgesprochenen „Plus-Spielers“ sehr wohl einzuschätzen vermochte. Aber ok, was soll´s...

Maxl Marliot war mit 238 gut in der Reserve gestartet und war somit dabei.

Unistahl (mit 1233 Top-Ergebnis im 1. Spiel) war auf 27/28 nächster Gegner: es lief jetzt sehr gut und nach spannendem Kampf schafften wir mit 1141 zu 1135 einen sehr wertvollen Sieg, auf dem man aufbauen konnte. Gegen Casino auf 31/32 konnten wir das Niveau fast halten, siegten mit 1109 : 1060 und waren eigentlich guter Dinge, heute vorne mitzuspielen.

Leider riss jetzt der Faden im gesamten Team: Etoile, mit denen wir bis dahin gleichauf unterwegs waren, schlug uns deutlich (901 : 1160), wobei Toni Stiel mit 279 der Tupfen auf dem i war. Die Bahnen 29/30 waren nach unserem Empfinden deutlich „kürzer“ und wir schafften es fast geschlossen nicht, uns auf diese ungleich unangenehmere Situation richtig einzustellen. Nachdem alle anderen Teams weiter deutlich „über“ spielten, schmerzte dieses Ergebnis doppelt. Jetzt mußte unbedingt frischer Wind in die Mannschaft: Maxl Witura schien komplett von der Rolle (156) und Heini machte nach 684 im ersten 3er-Zug ein Kugelwechsel schwer zu schaffen (159). Ich entschloss mich, den auf den Reservebahnen 12/13 (mehr Vorrutsch und aufgrund der wenigeren Spiele etwas einfacher) recht gut mitspielenden Helmut (822 aus 4) statt Maxl ins Team zu holen.

Im letzten Spiel des Tages bekamen wir es auf 27/28 mit BJB zu tun. Der Staatsmeister spielte bislang nicht gerade berauschend, aber mit 1111 gegenüber unseren mageren 912 hatten wir auch hier eindeutig das Nachsehen. Durchwegs bescheiden unterwegs (zwischen 176 und 187) konnten wir nichts entgegenhalten.

Zwei schwache Spiele am Ende brachten uns um die Früchte unserer anfangs guten Arbeit.

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Witura

226

233

216

156

268 R

1099

219,8

Bittner

203

224

257

159

176

1019

203,8

Terc

183

260 R

224 R

225 R

217 R

1109

221,8

Fiala

216

247

203

216

182

1064

212,8

Janott P

214

259

225

178

182

1058

211,6

Amstätter

223 R

216 R

193 R

190 R

187

1009

201,8

Marliot

238 R

178

208

192

185

1001

200,2

Schoppik R

162 R

168 R

211 R

173 R

224 R

938

187,6

Team-Ergebnis

1042

1141

1109

901

912

5105

204,2

Gegner

HW 17

Unistahl

Casino

Etoile

BJB

 

 

Ergebnis Gegner

993

1135

1060

1160

1111

 

 

Punkte

1

1

1

0

0

3

105,05 PP

Die Anderen und die Tagesbesten:      Auch ohne Thomas Gross und Niki Schröder wieder eine Klasse für sich: Unistahl mit 224,92 Mannschaftsschnitt und zwei neuen Österreichischen Rekorden - 1233 Pins in einem Spiel und 5623 Pins im Team – meine Hochachtung!

Panzenböck 1168, Kern 1149, May 1148 und Fleischhacker 1130 gehörten darüber hinaus zu den Tagesbesten.

Alle Teams spielten mehr als 203 Schnitt – was auch nach den Ergebnissen der anderen Ligen zu erwarten war.

Sehr gut heute auch Etoile mit 5574 Pins und 4 Siegen, was den Grünen eine Verbesserung vom 5. auf den 2. Tabellenplatz eintrug.

Die besten Einzelspieler, neben den vier bereits erwähnten Unistahl-Leuten, waren: Johann Lippert mit 1186 als Tagesbester (300 im 5. Spiel auf 31/32 – herzliche Gratulation !), der in dzt. ausgezeichneter Form spielende Toni Stiel mit 1130 von Etoile, Ricci Klug jun. von HW17 mit 1135 und last but not least diesmal auch Casino-Mann Robert Skach mit 1118.

Die Reihung nach 3 Runden:

1.(1.) Unistahl               319,42 PP

2.(5.) Etoile                   307,33 PP, Rückstand 12,09 Punkte

3.(2.) HW 17                 302,00 PP, Rückstand 17,42 

4.(3.) Tyrolia                 298,38 PP, Rückstand 21,04

5.(4.) BJB                     297,06 PP, Rückstand 22,36

6.(6.) Casino                 296,41 PP, Rückstand 23,01

Es fällt auf, dass nur der Führende und der Letzte den Tabellenplatz aus der zweiten Runde behalten haben.

Resümee:      Diesmal haben wir meines Erachtens eine große Chance vertan. Unser Potenzial ist bestimmt deutlich höher als gezeigt – die „Loipen-Ergebnisse“ sprechen Bände. Ein Spielertausch (sowieso immer Glücksspiel) wird scheinbar immer unsinniger. 260 Reserve nach 183 im Team und freiwilligem „Abgang“. 268 Reserve nach 156 im Team und so weiter. Da müssen und werden wir ansetzen, wenn wir das erklärte Ziel Klassenerhalt auch wirklich gemeinsam erreichen wollen.

 

Bis bald

Walter

 

PS: Es ist mir ein persönliches Anliegen, unseren Ladies zu zwei wunderbaren Österreichischen Rekorden zu gratulieren. Doris (252), Tina (236), Christine Felcmann (252) und Evi (209) spielten 949(!) in einem Spiel und nützten die freundlichen Bahnenverhältnisse zu einem wunderbaren Teamrekord von 4130 Pins (206,5 Mannschaftsschnitt).

Vor den Vorhang, Mädels. Jetzt ist der Rekord wieder dort, wo wir ihn gerne haben: bei Euch – bravo!