TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga Herren 5er – 1. Runde, Prater

 

Die Bedingungen:      Rein organisatorisch im Prater das alte Bild: der Meisterschaftstermin kam eher überraschend. Man wusste nicht, wie viele Bahnen der Landesverband braucht. Beim Betreten der Halle fiel den Aktiven sofort auf, dass etwas nicht stimmen konnte, weil Openbowler und Vereinsspieler kunterbunt auf fast allen Bahnen spielten bzw. trainierten. Die Bewerbsbahnen waren freigegeben, oder doch nicht? Ratlosigkeit. Die Regel (ist es überhaupt eine solche?), dass in der obersten Spielklasse auf Null-Bahnen gestartet werden soll, ist nicht bekannt und und und

Man versuchte alles einzufangen, gelang auch beinahe, wenn da nicht noch – ohne Hallen-Mitschuld - das Tüpfelchen auf dem i gewesen wäre: es gibt zwei Klassen mit je 6 Teams (Damen bzw. Herren), also nach LVWB-Gepflogenheiten je 6 Wettkampfbahnen plus 4 (in der ersten Runden eventuell 6 ?) Reservebahnen je Klasse – also mindestens 20 „gesperrte“ Bahnen. Bleiben maximal 12 zum Einspielen. 12 Teams – 1 Bahn pro Team. Klar.

Denkste. Alle sind gleich, nur einige eben gleicher: ein Großklub spielte auf 4 Bahnen – viele andere schauten durch die Finger...

Der LVWB-Centerleiter weiß nachweislich davon, schreitet aber nicht ein. Schade. Tschüs, Fairness.

     Zu den Wettkampfbedingungen selbst: die Praterbahnen befanden sich nicht in Bestform. Kaum bzw. kein Vorrutsch. Aggressives aber unsauberes Finish. Selbst auf der Doppelbahn teils krass unterschiedliche Beschaffenheit. Laien sagten früher: „Reverse-Block“ oder „Gruabn in der Mitte“. Laien sagen heute: nicht berechenbar, „gestreift“ und teilweise mit seltsamer Kugelreaktion. Wenn man etwa die 8./9. Latte spielte, war ein Wash-out oder das linke bzw. rechte 3er-Packl vorprogrammiert – die Bälle „blieben liegen“. Eine Latte daneben, steiler oder flacher – egal: schon strahlten die Eckpins oder unspielbare Splits oder der Ball ging aggressiv ab und verfehlte die Gasse auf der falschen Seite deutlich. Die Eckpins waren für manche eine Insel, weil der Ball nach aussen wegrutschte.

Spieler mit hoher Kugelrotation waren diesmal sehr benachteiligt. Selbst Topspieler der Liga schienen über weite Strecken eher ratlos.

Resultat: eher dürftige Quoten. Nur 4 Spieler über 1000. Bald werden wir sicher zu hören bekommen: „lernt´s erst mal das Spiel und dann regt´s euch auf“ – beliebte Statements im Prater (ich bezeichnete uns deshalb vorhin schon kollektiv als „Laien“, um uns ÖSKB-Bowlern wenigstens einen Vorwurf von bestimmter Seite – nämlich den der Selbstüberschätzung - zu ersparen). Aber wir geben die Ölsuche nicht auf. Quo vadis, Prater?

Wir, als Prater Heimmannschaft, geben auch die Hoffnung nicht auf, dass es irgendwann doch einen Heimvorteil für uns geben wird. Wir gönnen diesen ja auch jedem anderen Mitstreiter in seiner Umgebung. Nun: es heißt weiter warten...

Unser Spiel:      Zurück in der obersten Spielklasse. Leider nicht komplett (Tom verletzt, Neuerwerbung Ricci Schoppik krank), aber voll motiviert.

Können wir mithalten? Das war die wichtigste Frage. Ich glaube wir können.

Es gelang uns kein wirklich guter Start, aber wir sahen an den Ergebnissen der anderen Teams, dass wir „dabei“ waren und nicht viel passieren konnte.

HW17 wurde zum Auftakt mit 910 zu 876 geschlagen. Nur Pauli über 200. Max/Mexx/Heini/Walter Terc blieben unter ihren Möglichkeiten.

Spiel 2: Unistahl fand sich ebenfalls nicht zurecht. Wir hatten mit 945 : 881 das bessere Ende für uns. Aufstellung unverändert.

Im dritten Spiel wurde Etoile nach vielen Individualfehlern auf beiden Seiten mit 918 : 863 niedergerungen. Ich dachte, es müsste mehr zu machen sein und griff zu einem Doppeltausch. Walter Terc (149) und Heini (177) tauschten mit Helmut Amstätter und meiner Wenigkeit Platz.

Nächster Gegner: Staatsmeister BJB, unser Widerpart aus der Relegation. 909 : 986. Die erste Niederlage, leider rabenschwarzer Einstieg von Helmut (148).

Der heurige Modus erlaubt in den 5 Spielen uneingeschränkten Tausch, daher versuchte ich den riskanten und bei mir eher unüblichen Rücktausch und holte Heini (205 auf der Loipe) für Helmut wieder ins Team zurück. Gott sei Dank klappte es.

Casino konnten wir im letzten Spiel mit 997 : 889 deutlich schlagen. Platz 2 in der Tagesabrechnung. Wir waren nicht unzufrieden.

Unsere Ergebnisse im Detail (R = Reserve):

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Serie

Schnitt

Witura

170

167

222

193

218

970

194,000

Marliot

189

193

180

170

159

891

178,200

Bittner

179

202

177

205 R

237

1000

200,000

Terc

171

198

149

194 R

175 R

887

177,400

Janott P

201

185

190

185

193

954

190,800

Amstätter

176 R

189 R

178 R

148

178 R

869

173,800

Fiala

174 R

185 R

201 R

        213

190

963

192,600

Team-Ergebnis

910

945

918

909

997

4679

187,160

Gegner

HW 17

Unistahl

Etoile

BJB

Casino

 

 

Ergebnis Gegner

876

881

863

986

889

 

 

Punkte

1

1

1

0

1

4

97,29 PP

Die Anderen und die Tagesbesten:      Diese erste Runde der neuen Saison hatte, wie schon erwähnt, keine Glanzpunkte. Der regierende Staatsmeister BJB war noch am besten disponiert und setzte sich mit gespielten 4893 Pins (195,72 Schnitt), 4 Siegen und 101,43 Petersenpunkten vor uns (4679/4/97,29) an die Tabellenspitze.

Dahinter in knapper Aufeinanderfolge HW 17 (4664/3/96,14), Unistahl (4676/2/95,26) und Casino (4651/1/94,01). Vorerst 5. und Letzter: Etoile mit 4560/1/92,10.

Nur 4 Spieler (Alex Rauscher, Heinz Spor, Berti Lang und Ricci sen.) erreichten Scores über 200 Schnitt. Unser Heini spielte genau 1000 Pins, jedoch davon 1 Spiel auf den Reservebahnen.

 

Resümee:      Dieses erste Abtasten, die erste Standort-Bestimmung war aufgrund der widrigen Bedingungen nicht wirklich aussagekräftig. Alles offen.

Auf zu neuen Taten: zurück in den Prater zum 3er-Bewerb.

 

Bis bald

Walter