TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Wiener Liga Herren 3er – 4. und letzte Runde, Post

 

Die Bedingungen:     Die Postbahnen waren diesmal eher schwierig zu spielen. Gute Ergebnisse waren nur bei ruhiger Ballfreigabe und schöner Länge, Ideallinie 3. bis etwa 10. Board, zu erreichen. Wurde bei rotationsstarkem Ball der Winkel übertrieben, war sofort ein Split oder ein Einzelpin auf der Grundlinie der Dank. Die Bahnen von der Charakteristik her ziemlich „trocken“, die Unterschiede von Board zu Board nicht so auffallend (sprich: nicht so „gestreift“) wie zuletzt manchmal. Alle Bahnen auf annähernd gleicher Linie zu spielen.

Unser Spiel:      Unser Kampf gegen den Abstieg begann auf 29/30 - wie gewohnt - gegen Unistahl. Die Startformation mit Maxl Witura, Mexx Marliot und Schlussmann Alfred Schoppik stand einer „zahm“ wirkenden Unistahl gegenüber, konnte aber die Gunst der Stunde leider durch Räumfehler nicht nützen. Das Spiel ging 545 zu 564 verloren, schade - so „billig“ bekommt man Unistahl nicht bald wieder. Nichts passiert, weil die unmittelbaren Rivalen Stadlau und BJB ebenfalls eine Startniederlage kassierten.

Gegen HW 17auf 23/24 lief es für Maxl und Alfi besser, Mexx kam noch nicht auf Touren. Der deutliche Abstand von 90 Pins (604 : 694) zeigte aber, dass auch ein Topspiel für alle 3 nicht unbedingt gereicht hätte. Stadlau schaffte die ersten 2 Punkte. Es wurde enger.

Im dritten Spiel der erste Sieg: 578 gegen 549 konnten die Männer von Strike & Spare wieder auf 29/30 bezwungen werden. Diesmal schaffte BJB auch den ersten Sieg – also alles wie vor dem Start.

Spiel 4 auf 23/24 gegen BBC wurde knapp 544 : 540 unsere Beute. BJB scorte auch zum 2. Mal. Stadlau ging leer aus, war daher mit uns punktegleich. BJB jetzt 1 Punkt vor uns.

Jetzt entschloss ich mich zu einem Spielertausch: Mexx (bisher 173 bis 181) war nicht besonders drauf. Ich versuchte mein Glück.

Gegner auf 25/26 war BJB. Ein Krimi, angeheizt durch diverse Räumfehler auf beiden Seiten. Zuletzt hatte BJB mit 557 zu 554 die Nase vorn. Dass Stadlau zugleich gewann, kostete uns fast schon den Klassenerhalt. Aber: „aufgegeben wird nur ein Brief“, wie es so schön heisst – eine theoretische Chance lebte noch.

Vor dem vorletzten Spiel stand der Abstiegskampf bei: Stadlau - 22, BJB - 23, Tyrolia - 20.

Auf 27/28 musste jetzt gegen Etoile (bis dahin glück- und punktelos) die Entscheidung fallen. Günter Schauer eröffnete mit 7 Strikes und machte uns die Arbeit extrem schwer. Mir passierte ein fatales 147-Spiel – ich war am Boden. Selbstzweifel und immer wieder den Spruch „never change a winning team“ im Kopf. Der Wechsel nach 2 gewonnenen Spielen war vielleicht doch keine so tolle Idee? Dass wir mit 538 zu 647 ganz deutlich „untergingen“ war nur ein winziger Trost. BJB siegte zum vierten Mal in Folge, Stadlau holte die rettenden Punkte 5 und 6 – für uns war es leider vorbei.

Das bedeutungslose Schluss-Spiel gegen Stadlau konnten wir mit soliden 589 : 537 für uns entscheiden.

Irgend eine Schuldzuweisung auf unsere Seite ist sinnlos und nicht unser Stil. Verloren haben wir durch eine Summe vergebener Chancen, durch die eine oder andere Formkrise und teilweise auch durch Mangel an Glück, das wir gerade heuer dringend gebraucht hätten.

Unsere Ergebnisse im Detail:

 

Spiel 1

Spiel 2

Spiel 3

Spiel 4

Spiel 5

Spiel 6

Spiel 7

Serie

Schnitt

Witura

203

221

202

176

211

199

203

1415

202,143

Marliot

173

169

181

178

-

-

-

701

175,25

Schoppik Alfred

169

214

195

190

182

192

204

1346

192,286

Fiala

-

-

-

-

161

147

182

490

163,333

Team-Ergebnis

545

604

578

544

554

538

589

3952

188,190

Gegner

Unistahl

HW 17

Strike

BBC

BJB

Etoile

Stadlau

 

 

Ergebnis Gegner

564

694

549

540

557

647

537

 

 

Punkte

0

0

2

2

0

0

2

 

6 Punkte

Die Anderen und die Tagesbesten:      Wie seinerzeit in der Florido-Halle, war wieder nur ein Team „drüber“: Unistahl mit sehr guten 4355 Pins (207,4 Schnitt) und allen 14 Punkten – bravo! Walter Gonaus und sein Team kamen mit 4167(8) am nächsten. Etoile mit 3869 und den 2 Punkten gegen uns war diesmal Schlusslicht und vergab damit eine scheinbar sichere Medaille.

Unser Score reichte nur zum 6. Tagesplatz – das war, wie gesagt, leider zuwenig.

Die besten Einzelspieler (von denen, die alle 7 Spiele durchspielten): Leo Bachinger (Stadlau) mit 1480 Pins, unser Maxl Witura 1415 und Hansi Riegler mit 1408.

Die Abschlusstabelle:

Wiener Meister ist Unistahl mit 44 Punkten, vor Strike & Spare 35 und HW 17 mit 32. Den undankbaren 4. Platz erreichte Etoile (28), vor BJB (25) und Stadlau (24).

Diese 6 Teams werden Wien im Kampf um den Staatsmeistertitel in Innsbruck vertreten.

Den Abstieg in die 1. Klasse müssen wir (22 Punkte) gemeinsam mit BBC (14) antreten.

Resümee:      Eine denkbar schlechte Saison für uns. Wir konnten von Beginn an nicht richtig Fuss fassen und haben nunmehr (zum zweiten Mal in einer Meisterschaft, die nur lächerliche 4 Runden dauert) den Weg nach unten anzutreten. Der sofortige Wiederaufstieg muss unser Ziel sein. Das Experiment (ein junges Team mit einem routinierten Kapitän) war nicht vom Erfolg gekrönt. Wiederholte Verletzungen in der jungen Riege, selbst verordnete Spielpausen von zwei weiteren jüngeren Kräften und leider auch fehlendes Spielglück waren zuviel auf einmal. Der kurzfristig im Team eingesprungene (und vor Saisonbeginn nicht geplante) „Helfer in der Personalnot“, Alfi Schoppik, hat wunderbar gekämpft und war immer unter unseren Stärksten, aber auch das war leider nicht genug.

Dass Tyrolia jedoch auch in der folgenden Saison erstklassig unterwegs sein wird, verdanken wir unseren Aufsteigern aus der 1. Klasse (Pauli, Heini, Walter Terc, Alfi Frötschel, Helmut Amstätter). Im Prater haben sie heute – 1 Runde vor Schluss – den Aufstieg praktisch fixiert. Wir gratulieren, Burschen. Tolle Leistung. Auch die erste Klasse hatte ja hochkarätige Gegner zu bieten. Auf unseren Traum, einmal mit zwei Herren-Teams in der obersten Spielklasse mitzumachen, müssen wir noch etwas warten.

Unsere Damen hatten das heuer schon geschafft: die „1er“ schafften den Wiener Meistertitel – Hochachtung und herzliche Gratulation, Mädls.

Die „2er“ waren in den letzten beiden Runden bravourös unterwegs und konnten sich als 5. ebenfalls für die Staatsmeisterschaft qualifizieren.

Bravo und beiden Teams schon heute viel Glück in der Florido!

Bis bald

Walter