TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

5. Drei-Königs-Turnier in Linz, 4. bis 6.1.2003

 

Wie alljährlich hat sich auch heuer wieder eine große Tyrolia-Crew zusammengefunden, um in Linz kurz vor Saisonstart nochmals eine Standort-Bestimmung zu machen. Nicht weniger als 19 Aktive (Eva und Heini, Anneliese und Fredi Schoppik, Evelyn und Gerhard, Doris und Helmut, Anita und Pauli, Maxl Witura mit Familie, Alfi und Ruth Frötschel, Christine Felcman, Patricia, Gitti Schleinzer und Anhang, Eva und Walter Terc, Christine und Walter Fiala) waren - teilweise mit (noch) nicht bowlinginfizierter familiärer Unterstützung - angereist.

 

Die Bedingungen: die neue Tornado Bowling-Halle in der ASKÖ-Sportanlage Kleinmünchen ist eine 18-Bahnen-Anlage, errichtet in einer ehemaligen Tennishalle. Ob das allerdings eine gute Idee war, wird sich weisen, weil der Geräuschpegel im Bahnenbereich sehr hoch ist (Metalldach nicht isoliert, hoffentlich in der heißen Jahreszeit kein zusätzliches Klimaproblem). Die Ausleuchtung ist nicht gleichmäßig und auf Bahnen direkt unter dem Scheinwerfer am Anlauf eher störend – Lichtbänder wären da die bessere Lösung. Die 1er-Bahn ist ein Problem, weil eine Trennwand zum Gang vermutlich im Auftrag eines Bowling-Laien unnötig knapp gesetzt wurde.

Die Farben im Bahnenbereich (allerdings nur dort) angenehm. Der Spielerbereich geräumig und sympathisch gestaltet.

Die Bahnenölung war unmittelbar nach der Bahnenpflege für die meisten Teilnehmer eher schwierig: relativ viel Öl und nur ganz außen – bis max. zur 3., 4. Latte – „offen“, allerdings nur für diejenigen, die den Ball im Winkelspiel erst relativ weit vorne dorthin spielen konnten. Eine Aufgabe, die nicht einmal von den Topspielern so ohne weiteres bewältigt werden konnte. Noch dazu, wo Linien nur kurzfristig gehalten werden konnten und nach wenigen Frames, jedoch maximal 2 Spielen, nachkorrigiert werden musste. Wer dabei ein gutes Händchen hatte und im richtigen Augenblick die richtige Entscheidung traf, war im Vorteil. Passte das Tempo nicht 100%ig, dann war auch auf der Ideallinie mit Split zu rechnen oder der 10er-Pin lachte. Mit entsprechend hoher Rotation und exakter Ball-Freigabe konnte man sich auch etwa um die 5. bis 7. Latte im seichten Out-In-Spiel „anlehnen“. Alle hohen Ergebnisse fielen in den 2. Durchgängen nach Bahnenpflege oder beim Morgen-Termin (wenn das Öl schon stundenlang „gelegen“ war). Ausnahmen bestätigen die Regel.

 

Die Ergebnisse:

Im Doppelbewerb (105 platzierte Doppel – bei Mehrfachstart mit demselben Partner zählte nur das beste Resultat) siegten Maxl Witura (919 aus 4) und Pauli Janott (862) mit hervorragenden 1781 Pins (222,63 Schnitt) vor Robert May/Michael Loos mit 1717 Pins und Hans-Jürgen Iller/Paul Valla mit 1705.

Bravo Burschen, eine „Tradition“ konnte fortgesetzt werden: 1999 gewannen Janott/Fiala, 2000 Walter Terc (damals noch Etoile)/Manfred Biach - keine Tyrolia-Beteiligung, 2001 wurden Valla/Fiala Zweite (allerdings war der Strike-Ball eines der beiden Deutschen Sieger – leider ohne Konsequenzen – offensichtlich nicht regelkonform) und 2002 siegten Valla/Fiala.

Die Siegerquote 2003 vom Sonntag-Nachmittag schien nach Abreise der Unistahl-Abordnung Gross & Co (auf Kurzbesuch zwischen 2 Florido-Turniertagen) kaum überbietbar, doch am Montag-Morgen wurde es noch einmal eng. Der mit der Jugend angereiste Robert May startete mit phantastischen 790 Pins in der ersten 3er-Serie und scharte praktisch alle Zuschauer hinter sich zusammen. Wie eine Maschine warf er Strike um Strike. Locker, gutes Timing, nicht aus der Ruhe zu bringen. 1002 Pins (250,5 Schnitt) ergab die Endabrechnung, war der Lohn für Robert. Die höchste 4er-Doppel-Serie, die jemals im Linzer Turnier gespielt wurde. Gratulation!

Schade für ihn, dass Michi Loos diesmal nicht mithalten konnte: mit seinen 715 Pins reichte es „nur“ für Platz 2.

 

Der Einzelbewerb wurde wie immer in drei Gruppen gespielt.

Sieger in Gruppe A (39 Teilnehmer) wurde Robert May (1101 Pins/220,2 Schnitt) vor Tom Gross (1092)und Pepi Gablek (1053). Die Plätze 4 und 5 belegten Doris (1034) und Heini (1032).

Doris gelang dieses Kunststück im allerletzten Durchgang. Dabei konnte sie sich auch das Höchstspiel noch alleine sichern, das sie davor (245) noch mit Ivo teilen musste. Erstmals an diesem Wochenende sahen wir sie gelöst lächeln.

Kurz davor war mein Angriff auf „das Geld“ noch knapp gescheitert, aber mit 1016 konnte ich leben. „Das Glück ist ein Vogerl“...

 

Thomas Tonsern gewann in B (35 TN) mit 1062 Pins/212,4 Schnitt und der Linzer Markus Wögerer wuchs in Gruppe C (47 TN) mit 1070/214 Schnitt zum Erstaunen selbst seiner Landsleute wahrlich weit über sich hinaus.

Die gesammelten Ergebnisse können auf der Leondinger-Homepage (http://www.citystrikers.linzland.com) nachgelesen werden.

 

Turnier-Höchstspiele:

Damen – 257 Pins, Doris Szvasztics

Herren – 290 Pins, Robert May

 

Was haben wir erreicht?

Doppel: Nach den bereits erwähnten Siegern Witura/Janott gab es für unsere Teilnehmer im Doppel noch folgende gute Platzierungen unter den ersten 20:

  4. Terc W.(844)/Valla 1667 Pins

  7. Klug P.(828)/Tybl 1628

  8. Janott(812)/Fiala W.(813) 1625

10. Szvasztics(847)/Amstätter(770) 1617

13. Holy/Terc(759)

14. Bittner(744)/Janott(852)

18. Valla/Fiala W.(840)

19. Bittner(822)/Valla.

Weiters: 23.Schoppik Alfred(760)/Höbinger(795), 25.Terc(831)/Frötschel(716), 31.Janott(758)/Valla, 33.Amstätter(702)/Witura(818), 36.Frötschel(724)/Witura(784), 39.Iller/Janott(717), 43.Kornherr(676)/Bittner(820), 53.Amstätter(757)/Valla, 57.Szvasztics(783)/Felcman(659), 62.Amstätter(665)/Bittner(756) u.v.a.m.

Einzel A: 8. Fiala W. 1016, 9. Witura 1013, 12. Terc W. 984, 14. Klug P. 983, 22. Frötschel 953, 23. Amstätter 950, 32. Janott 911 und 37. Kornherr 780.

Einzel B: 14. Schoppik Anneliese 921, 19. Schoppik Alfred 910, 30. Höbinger 845, 31. Felcman 841.

Einzel C: 15. Fiala Christine 893, 31. Janott Anita 822, 35. Schleinzer 808.

 

Resümee: Linz war wieder eine Reise wert. Die Leondinger City Strikers - Olaf Volkert, Swenja und Josy Proyer, Uwe Kroiss, Fredi Haider und Freunde – waren wieder sehr bemühte, sympathische und gastfreundliche Veranstalter. Man fühlt sich bei ihnen einfach wohl – mit ein Grund, warum dieses Turnier von uns gerne besucht wird. Abgesehen davon, dass Linz für uns scheinbar ein guter Boden ist.

Nicht so toll die Gastronomie in der Halle: worauf es in unserem Sport ankommt, war den offensichtlichen Aushilfskräften nicht klar gemacht worden à Getränke wurden im Spielerbereich achtlos getragen und damit verschüttet. Die Preise hatten Wien-Innenstadt-Niveau: ein großer Brauner stand mit Euro 3,10(!) zu Buche – alle Achtung. Dafür war das Turnier-Angebot Cola-Rum um Euro 1,50 zu haben?! Weiß man nicht, dass man in einer Sporthalle ist? Dass immer sofort kassiert wurde war zwar nachzuvollziehen, aber dennoch zusätzlich permanent lästig.

 

Schade, dass in der Florido-Halle zur gleichen Zeit mit diesem Linzer Traditionsturnier auch ein interessantes Turnier veranstaltet wurde, das wir auch gerne gespielt hätten. Aus meiner Sicht kann ich nur sagen: in meinem fortgeschrittenen (Bowling-)Alter tut man sich das nicht an, mit einem H.. auf mehreren Hochzeiten zu tanzen, noch dazu, wenn sie etwas weiter auseinander liegen und die Trauben für unsereins ohnehin hoch hängen. Auch viele Jüngere aus der erweiterten Bowling-Spitze denken genauso.

 

Viel Glück beim bevorstehenden Meisterschaftsstart und ein erfolgreiches Bowlingjahr 2003

wünscht Euch

Walter