TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

8. Saisoneröffnungsturnier des BC Tyrolia in Wien, 5. – 7. September 2003

 

134 Teilnehmer (darunter 14 aus Ungarn und 3 Oberösterreicher) nahmen den Kampf um die begehrten Trainingskostenzuschüsse auf – nur einer weniger als im Vorjahr. An sich ein Erfolg, aber es war doch deutlich zu merken, dass viele unserer heimischen Spitzenspieler diesmal fern blieben. Die Bahnenverhältnisse waren da vermutlich das Hauptmotiv. Umso erfreulicher für uns, dass zahlreiche Spieler aus Ungarn wieder dabei waren und diesmal auch unsere Freunde aus Leonding die Reise nach Wien auf sich nahmen.

 

Ungekürzt könnte ich die Textblöcke über den Zustand der Bahnen aus dem Vorjahr übernehmen.

Auf den Punkt gebracht: leider wieder viel zu kurz geölt usw. usw. Sollte man sich heuer oder spätestens vor Beginn der nächsten Spielsaison doch in den Gremien endlich wieder einmal auf eine sogenannte „ÖSKB-Ölung“ einigen können, werden uns die zweifellos notwendigen und fix geplanten Verhandlungen mit dem Hallenmanagement im Prater wohl eher Erfolg bringen. Positiv war wie im Vorjahr, dass die unliebsamen Bahnenverhältnisse wenigstens über das ganze Turnier hinweg sehr ähnlich waren. Der „Unterschied zwischen A- und B-Seite“ war diesmal kaum Thema.

 

Aus meiner subjektiven Sicht lief das Turnier in sehr angenehmer und sportlich fairer Atmosphäre ab – dafür gebührt allen Aktiven und jedem Mitarbeiter der Tyrolia-Crew ein besonderes Dankeschön.

 

In den 34 gespielten Trios, 60 Doppels und 88 Einzelstarts waren diverse Highlights zu sehen:

Topergebnis im Trio waren die 1713 Pins aus 8 Spielen (214,1 Schnitt) von Thomas Gross, gefolgt von Fritz Kern (1653) und Helmut Weissensteiner (1644). Ivonne Gross (1650 inkl. 64 Damen-Handicap) war beste Dame.

Drei Teams brachten mehr als 200 Mannschaftsschnitt: Unistahl 1 (Ivo und Tom Gross, Niki Schröder) mit 4.922 Pins, die Fav. Blitz Löwen wie schon im Vorjahr (Helmut und Felix Weissensteiner, Peter Langer) mit 4837 Pins und Etoile 2 (Schauer, Stiel, Schwarzbauer) mit 4.816.

Auch drei Tyrolia-Teams konnten sich im Geld platzieren – ein schöner Erfolg, zumal auch uns die Bahnen schwer zusetzten.

Patri, Pauli und Maxl Witura wurden 5. Doris, Helmut Amstätter und ich 7. Patri und Helmut cashten mit Evi als 8. noch einmal.

186,167 Mannschaftsschnitt reichten fürs „Geld“ – das spricht wohl Bände...

 

Auch im Doppel-Bewerb war gegen die 1.337 Pins (222,8 Schnitt) von Thomas Gross „kein Kraut gewachsen“, obwohl er da mit Ivo nur den 8. Platz belegen konnte – sie fand bei diesem ersten Antreten im Turnier noch nicht ins Spiel. Schade.

Tom am nächsten kamen „Prater-Mann“ Martin Liftenegger mit 1.279 Pins (er machte überhaupt bei diesem Turnier einen sehr guten Eindruck) sowie Robert Skach und Chris Schwarzbauer mit jeweils 1.278.

Erfreulich für uns: das Doppel wurde eine Beute von Doris Szvasztics (mit 1.322 inkl. 48 HCP beste Dame) und Helmut Amstätter. Als Draufgabe gelang Doris dabei auf Bahn 14 auch das Damen-Höchstspiel mit 246 Pins. Mit 2.494 Pins (207,8 Schnitt) kratzten sie als einziges Doppel an den 2.500. Dahinter ging es eng zu: Roland Horak / Martin Liftenegger schafften mit 2.478 Pins gerade um 1 Pin mehr als die beiden sympathischen Ungarn Geri Kapronczay / Zoltan Kiss.

Geld gabs ab 2.342 Pins.

 

Das Einzel war wieder eine Demonstration der Superklasse von Thomas Gross: auf Bahn 32 spulte er mit einer selten gesehenen Präzision seine Strike-Serien herunter, korrigierte mit stoischer Ruhe fast immer richtig nach, wechselte stets im rechten Augenblick auf anderes Material und und und... 1.343 Pins (223,8 Schnitt) waren der gerechte Lohn – obwohl die 178 Pins am Ende der Serie vermutlich seine Freude ein wenig trübten. Die begeisterten Zuseher hätten ihm den 1.400er mehr als gegönnt. Bravo Tom.

Überhaupt war anscheinend im letzten Turnier-Starttermin ein Großangriff auf den bis dahin führenden Vorjahrssieger Felix Weissensteiner (1.296) angesagt. Helmut Kraushofer schaffte als Zweitplatzierter hervorragende 1.301 Pins und Christian Schwarzbauer verfehlte mit 1.291 nur knapp die Weissensteiner-Marke.

Trainingskostenzuschüsse gabs ab 206,5 Schnitt.

 

All events-Wertung:

nach dem Grunddurchgang (6 Spiele Einzel, 6 Spiele Doppel und 8 Spiele Trio = 20 Spiele) lag der Cut bei 3933 Pins (Patricia Klug).

7 Teilnehmer schafften über 200 Schnitt. Top-Position und damit die Nummer 1 für das AE-Finale war - nach seinen Top-Leistungen in allen drei Bewerben – natürlich Thomas Gross (219,5 Schnitt – 393 „über“). Felix Weissensteiner mit 4.167 (immerhin auch noch 208,35 Schnitt) und Fritz Kern jun. mit 4.092 folgten auf den Plätzen. Doris war mit „reinen“ 3.910 Pins (195,5 Schnitt), also 4.070 inkl. HCP beste Dame des Feldes.

12 waren fix qualifiziert, den neu eingeführten fixen Startplatz für den besten Senior holte sich Ricci sen. (Rang 17 aus dem Grunddurchgang). Die Plätze 13 – 28 konnten wieder in einer Hoffnungsrunde (1 Spiel / gespielt auf Seite B) um die restlichen drei Finalplätze rittern. Diese Option nahmen heuer alle wahr. Auch Hansi Riegler (der 22.) – aber dazu später.

 

Zur Hoffnungsrunde: Höchstspiel mit 249 für „Moneymaker“ Hansi Riegler (damit als zweiter Senior neben Ricci Klug im großen Finale). Unser Alfi Schoppik (226 Pins) dahinter und Alex Gabrielian mit sehr schönen 218 auch heuer wieder im Finale dabei. 4 Spiele der 15 Starter lagen über 200 und weitere 2 nur knapp darunter – alle Achtung in dieser Nervenmühle vor zahlreichen Zusehern.

 

Das All events-Finale war dann eine spannende Sache. Prater-Hausliga-Spieler waren das Salz in der Suppe. So eliminierte Martin Liftenegger mit einem Start-Sechsling den Topmann Niki Schröder. Mit Felix Weissensteiner und Helmut Kraushofer waren noch 2 im Semifinale und last but not least Felix im Finale um den hochdotierten Topf. Mit den Sonderprämien der Sponsoren ging es diesmal für den Sieger um schöne 759 Euro. Hansi Riegler schaltete im Semifinale Thomas Gross aus und war dann im Finale (über 2 Spiele) mit 204 und 288(!) auch vom sichtlich nervösen Felix Weissensteiner nicht zu biegen. Bravo Hansi. Deine 1.154 Pins aus 5 Spielen im KO-System (230,8 Schnitt) sind nicht von schlechten Eltern, auch wenn Martin Liftenegger im Viertelfinale fast den Durchmarsch verhindert hätte. Seine 190 : 191 gegen den späteren Sieger brachten Martin viel Applaus.

 

Resümee:

Ich glaube, wir waren wieder ein engagierter Gastgeber für unsere Turnier-Teilnehmer – wir haben uns zumindest sehr um unsere Kunden bemüht. Vieles war OK, die Spannung war oft nicht zu überbieten und es gab kaum technische Pannen. Natürlich kann man immer noch etwas verbessern – wir arbeiten daran.

Die Bahnenverhältnisse? Na ja, da ist sicher dringend der Hebel anzusetzen und wir werden das tun.

Jede Kritik nehmen wir wie immer sehr ernst. Sachlich kann über alles gesprochen werden. Anregungen sind immer herzlich willkommen.

Hoffentlich können wir den einen oder anderen heuer abwesenden Spitzenspieler bzw. Spitzenverein wieder für unser Turnier zurückgewinnen. Es wäre schön.

Abschliessend nochmals danke für die Fairness aller TeilnehmerInnen, für die erwiesene „Turnier-Treue“ vieler lieber Freunde und Kollegen.

Auf Wiedersehen beim 9. Saisoneröffnungsturnier des BC Tyrolia vom 10. bis 12. September 2004.

 

Bis zum nächsten Mal

Walter