Die BC Tyrolia News 

 

 

TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

Österreich-Ausscheidung für den AMF-Einzelweltcup in Salzburg, 15. – 18. August 2002

 

Mit dabei war eine starke Abordnung aus unserer Mitte (in alphabetischer Reihenfolge): Christine Felcman, Christine Fiala, Anita Janott, Patricia Klug, Eva Kornherr, Doris Szvasztics und unser künftiger Neuzugang Eveline Norzt, sowie Helmut Amstätter, Heini Bittner, Walter Fiala und Paul Janott.

 

Kurz die Ausschreibung: Handicap-Turnier mit Doppel- und Einzelwertung, Mehrfach-Starts, europäisch, beste Ergebnisse (5 Spiele Doppel, 5 Spiele Einzel) als All-events-Wertung inkl. Handicap, die besten 10 Damen und 20 Herren spielen im Finale eine 9er-Serie (amerikanisch, Doppelbahn-Wechsel nach jedem Spiel) um die Teilnahme am AMF-Worldcup in Riga/Lettland (Ende Oktober 2002). Das Finale wird ohne Handicap gespielt.

Das Doppel wurde in der neuen Skylight-Bowling-Anlage (A1-Abfahrt Salzburg Flughafen) gespielt, Einzel und Finale in der allseits bekannten Star-Bowling in Gnigl.

 

Was war beim Doppel los?

Die Plastik-Bahnen in der sympathischen neuen Anlage präsentierten sich als eher schwierig (gestreift? Revers-Block? sehr splitanfällig), kaum ein Kugel-Wechsel brachte eine spürbare Verbesserung, Strike-Serien waren selbst bei den Stars nur die Ausnahme – man war versucht, auf einen Drilling anzustoßen vor lauter Freude. Da waren auch Tanya Petty, Niki Schröder, Wolferl Baumgartner, Ivo und andere „Granden“ keine Ausnahme. Während wir in der Halle waren trommelte allein der Bayerische Spitzenbowler Georg „Schorsch“ Hinterwimmer mit seinem Partner Mario Pitterka aus Salzburg im Powerbowling-Schnelldurchlauf 1093 auf die Bahn und raste rüber zum Einzel in die andere Halle. Zuvor hatte er schon 1118 erreicht. Andere hatten teilweise gute Serien (Baumgartner 1087, Ivo 1077), aber die Partner passten im richtigen Moment nicht dazu. In Summe daher relativ magere Ergebnisse der 47 gestarteten Doppel.

Die Sieger:   1. Georg Hinterwimmer/Mario Pitterka 2079 Pins (207,9 Schnitt), 2. Evelyn Tutschka/Peter Gangl(Sbg) 2073, 3. Sabine u Walter Farkas 2058 – und weitere 5 Paare über 200 Schnitt.

Die Tyrolia-Teilnehmer (in Klammern das Handicap):   11. Patricia(8)/Walter(4) 1982, 14. Felci((12)/Helmut(4) 1942, 16. Evi N.(12)/Patricia 1935, 18. Doris(8)/ Röckendorfer(Linz) 1914, 22. Christine(20)/Walter 1892, 23. Doris/Pauli(-) 1889, 24. Pauli/Walter 1870, 25. Helmut/Pauli 1860, 26.Felci/Doris 1846, 30. Eva(12)/Evi 1833, 33. Eva/Heini(-) 1790, 35. Helmut/Heini 1773, 37. Anita/Christine 1732 – mehr als ¼ aller Starts haben also wir bestritten.

 

Was war beim Einzel?

Die uns Tyrolianern eigentlich immer entgegen kommenden Holzbahnen (übrigens: die nachfolgenden Plastik-Bahnen liegen – leider ! - schon zur Montage bereit) in der klimalosen Star-Bowling erlaubten mit sauberem Finish sowohl außen (5. Board) als auch innen (bis über den 3. Pfeil) praktisch jedes Winkelspiel. Wichtig war nur (wie immer) ruhig „durchzuziehen“ und nicht „anzuschieben“, denn da grüßte so manches Split. Die 44 Starter spielten einerseits mit stärksten Bällen, aber auch die eine oder andere Räum-Kugel war beim Anschub zu sehen. Hohe Ergebnisse waren also möglich, „Absturz-Partien“ jedoch keine Seltenheit.

Die Deutschen (und damit im Finale natürlich nicht startberechtigten) Georg Hinterwimmer und Tanya Petty machten den Sieg untereinander aus. Georg knüppelte im wahrsten Sinne des Wortes in rasendem Tempo 1195 Pins (239 Schnitt) herunter (er war zu seinem Starttermin mit Doppel-Partner Pitterka allein). Fast hätte ihm Tanya, im vorletzten Start neben mir auf der Bahn, die Show gestohlen: das viel diskutierte 8er-Damen-Handicap verhalf ihr zu 1189 Pins, wobei aber die „reinen“ 1149 (229,8 Schnitt) auch „nicht von schlechten Eltern“ waren...

Die Sieger:   1. Hinterwimmer 1195, 2. Petty 1189, 3. Georg Spacal(aus der Millennium-Truppe von Helmut Amstätter) 1141, 4. Schröder Niki 1136, 5. Ivo 1128.

Die Tyrolia-Teilnehmer(HCP wie oben):     13. Walter 1056, 19. Doris 1020, 20. Patricia 1015, 24. Evi N. 996, 28. Felci 967, 29. Eva 963, 30. Pauli 960, 36. Helmut 908, 39. Christine 901, 44. Anita 840 – Heini konnte aufgrund einer Daumenverletzung (hohe Luftfeuchtigkeit und Hitze in den Hallen!) nicht starten.

 

Das heißt in der All events-Wertung...

Hinterwimmer 2313 (231,3 Schnitt) vor Spacal 2213, Petty 2211, Ivo 2202 und Walter Farkas 2188, sowie (nur ?) weitere 14 Teilnehmer über 200 Schnitt (allerdings mit HCP) – die Skylight-Halle hat uns auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt... Der spätere große Sieger, Stefan Schmid war 25. In der Herren-Wertung 13.

... und für die Tyrolia-Teilnehmer:   12. Doris 2061, 15. Patri 2059, 18. Walter 2016, 21. Evi, 23. Felci, 24. Pauli, 29. Christine, 30. Helmut, 31. Eva, 43. Anita – 43 in der Wertung.

 

Wer von uns war für das Sonntag-Finale um den WC-Start qualifiziert?

Damen: Doris (3.), Patri (4.), Evi (7.), Felci (8.), Christine (9.), Eva (10.) – Eva startet nicht, daher rückt Uschi Ganglbauer auf.

Herren: Walter (10.), Pauli (13.), Helmut(18.).

 

Das Finale

Damen - Siegerin Ivonne Altmüller    

Traumstart von Patri mit 254, die durch die folgenden 155 egalisiert werden, dann 206 und wieder 153 – wunderbare 1084 in den letzten 5: 1852 (205,778) – Schlussrang 2 (leider nicht einmal „die Hand“ – nur die Siegerin geht nicht leer aus).

Doris stürmt mit 655 (192, 258, 205) los, dann leider 147, um mit 1048 in den letzten 5 auf dem ebenfalls unbelohnten, undankbaren 3. Rang zu landen: 1850 (205,556).

Fehlt nur noch Ivo als die Favoritin aus der Quali. Sie hält dem Druck unseres Star-„Doppelpacks“ bis zum Schluss souverän Stand und sichert sich mit 1918 (213,111) das RIGA-Ticket. Bravo Ivo, aber auch Hochachtung für Patri und Doris!

Diese drei Damen waren im Feld eine Klasse für sich.

Unsere anderen Starterinnen waren gemeinsam mit Uschi Ganglbauer (1603) und Sabine Farkas(1594) „im Paket“ weit dahinter beisammen: 6. Evi (1591), 7. Christine (1579). Felci gibt nach bescheidenen 668 (aus 4) auf – sie sagt, eine Verletzung der Fingerkuppen an der Spielhand behindert bei der Kugel-Freigabe. Schade.

Herren – Sieger Stefan Schmid

Klassischer Fehlstart meinerseits: 170, 169, 171 – nach 3 Spielen Letzter. Na bravo. Schöne 1064 in den nächsten 5 bringen mich kurz auf den 10. Platz rauf, aber 170 auf den „Lieblingsloipe 1-2“ reichen nur für Endrang 13.

Pauli – mit mir auf der Doppelbahn - geht es nicht besonders gut, aber anfangs besser als mir (577). Er kommt mit 234 im 6. in die Top-Ten, wird dann von mir überholt, liegt nach weiteren 180, 187 an 13. Stelle, wird aber mit 214 im letzten Spiel noch 10. Helmut kämpft brav, ist aber der Situation noch nicht gewachsen. Kurz: mit der Entscheidung hatten wir an diesem Tag in keiner Phase was zu tun.

Vorne ein an diesem Wochenende wieder ausgezeichnet disponierter Stefan Schmid, der sehr lange mit dem Salzburger Youngster Peter Gangl (Traumstart mit über 750) zu kämpfen hat – Mario Röckendorfer und Christian Strobl (mit Steff auf der Doppelbahn), sowie Wolferl Baumgartner lauern im Hintergrund. Fast unbemerkt schummelt sich Baumgartner noch dicht heran, Stefan schlottern auch gegen Ende etwas die Knie, aber Gangl verliert mangels Routine offenbar (diesmal noch) die Nerven und gibt den Sieg aus der Hand.

Verdienter, strahlender Sieger: Stefan Schmid, HW 17, mit 1925 (213,889) vor Baumgartner (1902), Gangl (1899), Röcki (1880) und Strobl (1843).

Schon mehrmals traumhafte Ergebnisse für Stefan Schmid in Salzburg, aber diesmal endlich belohnt: auf nach RIGA, guten Flug, Stefan!

 

Zusammenfasung

Tops  

-          unsere Stimmung à ein schönes, gemütliches Wochenende

-          unsere beiden Spitzen-Damen

-          Danke an Paulis Schwester Helga, unserem treuen Fan

-          das gemütliche Outfit der beiden Hallen

Flops

-          die Bahnenpflege in der Skylight (alle meine 4 Kugeln und 2 Kugeln von Christine rundum „zerhackt“à Splitter im Fangkorb, wie der Mechaniker zugibt à Franz Buchner zuckt mit den Schultern: „Wären große Löcher, könnte man mit der Versicherung wegen Maschinenschaden was machen, aber so tut´s mir halt leid...“ – OK, eigene Kugel(n) – eigenes Risiko)

-          die wie immer nüchterne Aufnahme in Salzburg, kein Dank an die angereisten Wiener, nur Lob für Salzburger (was wäre gewesen, wenn nicht Tyrolia und Unistahl und Baumgartner & Co angereist wären ? à manchmal waren wir mit den Baumgartners fast allein in der Halle)

-          AMF-Worldcup-Quali mit Handicap ????

-          im Finale nur ein Preis, nämlich die Reise, und für den Rest „nicht einmal die Hand“ ???? (allerdings diese Hand gabs für den Sieger und die Siegerin auch nicht...)

 

Wir kommen trotzdem wieder, weil wir Wettkampf-Bowling gerne haben.

Franz Buchner, Wolfi Schrott, Top-Mechaniker Theo und Mercedes bemühen sich und ich bin sicher, das wird einmal Früchte tragen...

Auch wir Wiener werden uns einmal willkommen fühlen und nicht nur als Geld-Lieferanten anreisen...

 

Bis zum nächsten Mal

Walter