TYROLIA AM BALL – Oesterr. Cup 2002 - Herren, Tyrolia im Viertelfinale out

 

Die Bedingungen: Um 14 Uhr bei der 1. Runde: nicht gepflegte „Wüsten“-Bahnen ohne Vorrutsch, die teilweise vermutlich -zig Spiele „auf dem Buckel“ hatten.

Für die 2. Runde um 17:30 Uhr (nach Bahnenpflege): Highscore-Bahnen wie in der Vorwoche - in der Plus leider dzt. üblich.

Leider? Na ja, eigentlich ist das Spiel der Spitzenleute (unter diesen Verhältnissen) für die Mitstreiter und die Zuseher wunderschön anzuschauen, aber sportlich wertvoll ist es sicher weniger. Die Vergangenheit holt so manchen Top-Spieler ein: sogenannte „Trockenbahn-Heizer“ haben jetzt Saison – so mancher Top-Mann mutiert selbst zu einem solchen. Die wirklichen Spitzenleute spielen auch hier eine bedeutende Rolle, aber auch so mancher Überraschungs-„Gast“ findet sich bei den Top-Ergebnissen.

Ich wiederhole meinen Appell aus der Vorwoche: so darf es angesichts der kommenden Weltmeisterschaft nicht bleiben, weil unsere Spitzenleute sonst das „echte“ Spielen verlernen...

..und außerdem lässt eine Reaktion der anderen Hallen (ich nehme an z. B. Brunswick lässt sich nicht das Geschäft zerstören und stellt vermutlich auf „Block“ oder sonstige Ultraverhältnisse um) sicher nicht mehr lange auf sich warten. War alles schon da. Mehrmals. Leider.

Warum immer in der Verbandshalle zuerst?

Die Verantwortlichen in der Plus sollten meines Erachtens bald einlenken und die Verhältnisse normalisieren.

 

Unsere Kadersituation: Viel schlimmer geht’s jetzt nicht mehr. Unser „Lazarett“ wurde wieder erweitert: diesmal erwischte es unseren Top-Mann Maxl Witura. Er meldete sich am Freitagabend krank, war aber wegen seiner hervorragenden sportlichern Einstellung als äußerster „Notnagel“ in der Halle anwesend. „Wieder-Einsteiger“ Mexx Marliot war natürlich bereit - ohne Training - sofort auszuhelfen. Was wir allerdings in erzwungener neuer Formation leisten konnten, war uns nicht ganz klar.

Unser Spiel der 1. Runde: mit den sympathischen Leuten des BC Traun auf den Bahnen 29/30. Gutes Los, hätte schlimmer kommen können.

Mexx erwischt mit 256 einen Super-Start und reißt uns mit. 1017 : 914 – nicht schlecht, aber weit unter den Möglichkeiten, die diese Bahnen bieten würden. 939 und 992 in den folgenden Spielen bringen einen nie gefährdeten Sieg gegen die Trauner. 2948 gegenüber 2571 sind deutlich, aber wenn wir weiterkommen wollen müssen wir uns kräftig steigern.

Unsere Einzelserien: Mexx mit 649 Spitze, dahinter Walter Terc mit 636 und ich mit genau 600. Helmut spielt 545 und Heini 518.

Die Anderen: beste Team-Serien von BBC (3149), BJB (3136), Strike & Spare (3115) und HW 17 (3090) – beste Team-Einzelspiele: BJB (1172) und BBC (1100) – beste Einzelspieler: Skach 706, Milbacher 695, Schwarzbauer 688 und Stiel 681. Alles weit weg von den neuen Fabelrekorden der Vorwoche.

 

Die 2. Runde: wie erwähnt, Highscore-Loipen (nach der Gott sei Dank durchgeführten Bahnenpflege) – die Rekordjagd konnte beginnen.

Unser Spiel: von den drei noch verbliebenen Bahnen zog ich die zweitschlimmste, 26. Gegner Mitfavorit BBC auf 25. Nur Unistahl 1 wäre schlimmer gewesen, aber BC Tornado war auch noch möglich...

Wir starteten angesichts der großen Aufgabe wunderbar, aber was wir auch anstellten – BBC hielt mit. In den Frames 8 und 9 „schwächelten“ wir fast geschlossen etwas, deshalb ging die Partie mit 1109 zu 1196(!) verloren. Meine 236, Heini´s 234, Helmut´s 225, sowie 210 von Mexx und 204 von Walter Terc konnten sich aber sehen lassen.

Toni Stiel (279) und Christian Schwarzbauer (259) zeigten uns jedoch, was wirklich an diesem Tag möglich war.

Spiel 2 gelang uns so gar nicht nach Wunsch – plötzlich keine Strikes mehr. Wir spielten zu brav und knüppelten die Bälle nicht – wie erforderlich – nach vorne.

Mit 910 zu 1136 gingen wir leider deutlich unter. Spiel 3 war schön (1064), aber es war leider schon gelaufen. BBC spielte mit 973 einen hohen Sieg heim.

3305 zu 3083 – Tageshöhepunkt war das aber noch nicht.

Unsere Zweitrundenserien: Heini 647, Walter Terc 620, ich 617, Helmut 605 und Mexx 594 – alles gut, aber wie gesagt zu brav und deutlich hinter der Spitze.

Unsere Tages-Gesamtserien aus Runde 1 und 2: Walter Terc 1256, Mexx 1243, ich 1217, Heini 1165 und Helmut 1150.

 

Die Anderen und die Tagesbesten: eine bisher nicht da gewesene Rekordflut prägte diese 2. Runde.

Unistahl 1 setzte im Alleingang neue Maßstäbe: mit 3591 Pins (239,4 Schnitt) im Team (Halda, Fleischhacker, Gablek, Schröder, Gross) pulverisierte man den erst 1 Woche alten eigenen Rekord (3405). 1249 Pins in einem Spiel waren um 30 Pins mehr, als BBC in der Vorwoche erreichen konnte und „Altspatz“ Pepi Gablek schaffte endlich auch seinen ersten offiziellen 300er. Als Draufgabe stellte Niki Schröder den ÖR in der 3er-Serie mit 781 Pins ein. Gratulation, tiefe Verbeugung und Hochachtung für diese Unistahl-Truppe – so etwas war noch nicht da.

Weitere gute Teamserien: Unistahl 2 mit 3366, BJB mit 3212 und HW17 mit 3084. Wie gesagt, wir waren „dabei“, aber nicht Spitze.

Zu den bereits erwähnten Top-Serien, gab es noch: 774 von Toni Stiel, 733 (Gross), 729 (Gablek), 720 (Gjøsund), 707 (Sevelda), 706 (Halda) und 701 (Treitler)

 

Am Finaltag (leider ohne Tyrolia-Beteiligung) ging es in ähnlicher Tonart weiter:

Semifinale – Unistahl 1 gegen BJB 3550(!) : 3150 und BBC schlägt Unistahl 2 mit 3338 : 3073. Wieder zwei Unistahl 1-Rekorde: 1288 Pins (1 Spiel 5er-Team - 257,6 Schnitt) und neuerlich Niki Schröder, diesmal mit dem „alleinigen“ Rekord von 784 Pins in der 3er-Serie. Hoch Burschen, vor den Vorhang !

Weiters: 748 (Gross), 725 (Fleischhacker), 723 (Schwarzbauer) und und und

Finale – Sieger Unistahl 1 (3400) gegen BBC (3152). Fleischhacker (747) und Rotter (704) waren die Spitze.

An dieser Stelle nochmals herzliche Gratulation an alle Sieger und Finalisten.

 

Resümee: Wie gesagt, schön anzusehen, aber vielleicht doch nicht das Wahre für eine positive Zukunft unseres Sports.

Wir hatten leider nie das Vergnügen, in Bestbesetzung zu spielen, daher kennen wir unser wahres Potenzial in einer solchen Plushalle gar nicht. Dennoch scheint es so, als könnten wir – im Moment noch – die sich durch die Bahnenverhältnisse bietenden Gelegenheiten nicht so ausnützen, wie wünschenswert. Kommt noch. Versprochen.

Die Ergebnisse scheinen „leicht“ erspielt – denkste! Man muß diese Scores erst einmal erreichen.

Also nochmals: Hochachtung für alle dementsprechenden  Resultate.

 

Ein schönes Fest und ruhige Tage zum Jahresausklang wünsche ich allen Lesern meiner Berichte.

Bis bald.

 

Walter