TYROLIA AM BALL – unter diesem Titel berichtet Walter Fiala über diverse Veranstaltungen.

 

7. Saisoneröffnungsturnier des BC Tyrolia in Wien, 6. – 8. September 2002

 

Unglaublich aber wahr: nunmehr ist auch schon unser 7. Saisoneröffnungsturnier bereits Geschichte.

135 Teilnehmer (darunter 6 aus Ungarn) nahmen den Kampf um die recht ansehnlichen Trainingskostenzuschüsse auf – um 4 mehr als im Vorjahr. An sich schon ein Erfolg, weil sich in Österreich die Turnierteilnahmen angesichts der Vielfalt an ausländischen Turnieren eher rückläufig zeigen. Umso erfreulicher für uns, dass Gergely Kapronczay und seine Freunde aus Ungarn wieder dabei waren. Auch  Thomas Gross hat es sich nicht nehmen lassen, nach seiner anstrengenden Einzel-Europacup-Woche in Schiedam(NL) mit Ivo am Sonntag noch zu uns zu kommen und jeden Start zu nützen. Danke dafür und an dieser Stelle nochmals herzliche Gratulation zum 5. Platz in Holland.

 

Alle Teilnehmer hatten große Mühe, sich an die sehr kurz geölten Bahnen zu gewöhnen – wirklich durchgehend hohe Serien waren eher die Ausnahme. Man hatte kaum Spielraum für die Ballauflage, musste ständig nachkorrigieren – eine Linie zu finden, geschweige denn zu halten war mehr als mühsam. Immer deutlicher wird der Ruf nach „gemütlicheren“ Bällen, die besser zu unseren – im Moment leider vielfach üblichen – Bahnenverhältnissen passen, oder besser gesagt, die unsere Spieler auf „staubigen“ Bahnen auch wirklich beherrschen.

Positiv war jedenfalls, dass die Bahnenverhältnisse über das ganze Turnier hinweg sehr ähnlich waren und somit der Startzeitpunkt keinen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse hatte. Der Unterschied zwischen A- und B-Seite wird wohl stets ein Thema sein, wobei zu bemerken ist, dass viele Spieler die Lage noch zusätzlich anheizen.

Schade, dass man die gesamte Halle nicht diesbezüglich zur „Nichtraunzer-Zone“ erklären kann. Vielleicht könnte dann der eine oder andere mit freierem Kopf an das Spiel herangehen und es denen gleichtun, die auf Seite B auch „Medaillen“-Ränge“ erreichen (z.B. 2 der 6 Trio-Medaillen-Starts oder 2 der 3 Doppel-Medaillen-Ränge). Fraglich ist da auch, wer denn immer so brennendes Interesse an einer offenen Türe zum Parkplatz hinaus haben kann und damit die trockenen Bahnen weiter föhnen möchte.

Geschätzter Walter Gonaus, von uns wird weder Fritz Kern jun. noch irgend jemand anderer „irgendwie als Spinner abgetan“ (Zitat Gonaus auf der HW17-Homepage). Wir sehen ihn alljährlich als Bereicherung für unser Turnier und haben immer Spaß mit ihm. Jede Kritik nehmen wir ernst, natürlich auch seine und er wird Dir das vermutlich gerne bestätigen.

Anders sieht die Sache schon mit unsportlichen „Zettelwerfern“ wie Johann L. aus, der meine  - um unsere Kunden (nämlich die Turnierteilnehmer) stets sehr bemühten - Kolleginnen und Kollegen damit grob beleidigte.

Aber dafür wurde schon viel zu viel Zeit vergeudet.

 

In den 40 gespielten Trios, 70 Doppels und 87 Einzelstarts waren diverse Highlights zu sehen:

Im Trio waren Wolfgang Baumgartner mit 1732 Pins (216,5 Schnitt) und unser Markus Witura mit 1715 (214,375 Schnitt) das Maß aller Dinge. Nur zwei Teams konnten in der Endabrechnung mehr als 200 Mannschaftsschnitt bringen: die „Fav.Blitz-Löwen“ (Helmut und Felix Weissensteiner, Peter Langer) mit 4853 Pins (202,208 Schnitt, Bahnen 7/25) und die zweitplatzierten „Snoopy“ (Georg Spacal, Wolfgang Baumgartner, Werner Gerdenits) 16 Pins dahinter(Bahnen 8/2) – „typisch: zwei Prater-Mannschaften“ würden in diesem Fall nur die unsportlichen Neider sagen.

Auf den Plätzen: Casino 1 (Fürnsinn, Skach, Klug sen.) 4769 auf den Bahnen 16/28, HW 17 (Schmid, Klug jun., Gonaus) 4751 Pins auf den Bahnen 17/7.

Aus unserer Riege schafften es zwei Teams „ins Geld“: Heini, Alfi und Markus Witura mit 4714 Pins als 5. und Eva, Evi Norzt und Patri mit genau 4700 als 6.

Für das „Geld“ brauchte man diesmal nur 4633 Pins (> 193 Mannschaftsschnitt)

 

Im Doppel-Bewerb hingen die Trauben aufgrund der schwierigen Bahnen noch niedriger (oder eigentlich höher):

Robert Skach (1312) und Ricci Klug sen.(1154) ließen mit 2466 Pins (205,5 Schnitt / gespielt auf Bahn 2) unsere Kollegen Heini Bittner und Markus Witura (Bahn 25) um 8 Pins hinter sich. Dritter: Ricci jun. und Walter Gonaus mit 2436 (Bahn 26).

Auf den Plätzen: Schröder/Gross 2429 und Spacal/Baumgartner 2422. „Im Geld“ war man mit 2388 Pins.

Robert Skach am nächsten kamen Walter Gonaus mit 1271 Pins (Bahn 26), Helmut Kein 1260 (Bahn 8), Georg Spacal 1253 (Bahn 10) und unser Markus Witura 1251 (Bahn 25).

 

Das Einzel „gehörte“ als einziger Bewerb komplett der Seite A: Felix Weissensteiner mit 1317 Pins (219,5 Schnitt) und damit der Höchstserie  des Turniers war hier nicht zu schlagen. Ivonne Altmüller fand zu ihrem Spiel und markierte reine 1235 Pins, mit dem Damenhandicap also 1283 und Werner Gerdenits blieb als Dritter um 9 Pins dahinter.

Auf den weiteren „Geld“-Plätzen: Helmut Weissensteiner 1273, Gerhard Mayfahrt 1263, Ricci sen. 1259, Wolfgang Baumgartner 1246 und Walter Gonaus 1236.

 

All events-Wertung:

nach dem Grunddurchgang (6 Spiele Einzel, 6 Spiele Doppel und 8 Spiele Trio = 20 Spiele) lag der Cut bei 3942 Pins (Christian Schwarzbauer mit 197,1 Schnitt).

6 Teilnehmer schafften über 200 Schnitt. Top-Position und damit die Nummer 1 für das AE-Finale hatte Wolfi Baumgartner mit 4177 Pins (208,85 Schnitt), gefolgt von Helmut Weissensteiner 4127, unserer Dorli Szvasztics 4075, Robert Skach 4060, Felix Weissensteiner 4050 und Franz Fürnsinn mit 4001 Pins.

12 waren fix qualifiziert, die Plätze 13 – 28 konnten heuer erstmals in einer Hoffnungsrunde (1 Spiel / gespielt auf Seite B) um die restlichen vier Finalplätze rittern.

Diese neue Möglichkeit ist aus demselben Grund eingeführt worden wie die sehr bewährte Methode, schon das erstgespielte Ergebnis für die All events-Wertung zu übernehmen, nämlich: das und nur das schützt die Turnierteilnehmer, die keine Top 20-Platzierung in der ÖSKB-Schnittliste innehaben, davor, für die paar Spitzenleute als „Einzahler“ zu fungieren.

Die AE-Wertung läuft schon seit unserem 1. Turnier so und war auch immer positiv aufgenommen worden. Dass trockene Bahnen auch diese Meinung kippen können ist seltsam.

Und noch etwas: NUR diese Art der Durchführung ist der Grund dafür, dass unser Turnier als eines der wenigen mehr Zuspruch hat und haben wird als alle anderen, die nicht diesen Weg beschreiten. Österreich hat nicht das Spieler-Potenzial, dass -zig Leute für den Turniersieg in Frage kämen, wenn wir das nicht so beibehalten würden.

Das Turnier u. a. deswegen als Glückspiel abzukanzeln, tut der Bowling-Mehrheit sicher sehr weh...

 

Zurück zur Hoffnungsrunde: sieben der 13 Starter schafften auf Seite B ein Spiel über 200. Um sich einen der 4 „Rest“-Plätze im Finale zu sichern waren 217 Pins notwendig. Das höchste Spiel schaffte Peter Kromer mit 244 Pins (= Nummer 13 im Finale), vor Dodo Litzka 227 (= Nr. 14 und einziger Jugendlicher im Finale - BRAVO), Ricci Klug jun. 224 (15.) und last but not least Franz Hahn mit 217 (16.).

Knapp out: der Ungar Zoltan Kiss und Gerhard Mayfahrt mit jeweils 212. Helmut Kein mit 202 komplettiert die 200er.

Patricia Klug musste leider mit 185 Pins zufrieden sein.

 

Das All events-Finale war dann eine spannende Sache. Prater-Hausliga-Spieler Georg Spacal spielte sehr konstant und setzte sich im Finale gegen Ricci jun. knapp aber verdient durch. Nochmals herzliche Gratulation zu diesem schönen Sieg und der gehörigen „Stange Geld“, die durch das großzügige Sponsoring der Oberbank Krems zusammenkam.

Details zum Finale siehe separater Link.

 

Resümee:

Alles in allem glaube ich, dass es wieder eine sehr schöne Veranstaltung war, die dem Großteil der Spieler hoffentlich doch soviel Spaß gemacht hat, dass wir sie im nächsten Jahr beim 8. Saisoneröffnungsturnier des BC Tyrolia, vom 5. bis 7. September 2003, wieder begrüßen dürfen.

Ich danke an dieser Stelle nochmals jedem Einzelnen für die Teilnahme und verspreche, dass wir uns auch im nächsten Jahr sehr um unsere Kunden, die Turnierteilnehmer, bemühen werden.

Jede Kritik nehmen wir wie immer sehr ernst und auch die technischen Ungereimtheiten (Sound-Anlage, Mikro, Bahnen-Beschaffenheit, etc.) - für die ich mich nochmals entschuldigen möchte (obwohl wir kaum Einfluss darauf haben) - werden wir versuchen, gemeinsam mit dem Hallen-Management künftig möglichst auszuschalten bzw. auf ein Minimum zu beschränken.

Leider hat unser Sport eine Reihe von Einflussfaktoren, wie andere Sportarten auch (Tennis, Fußball, Skilauf à Wetter, Bodenbeschaffenheit.../ Hallensport à Licht, Bodenbelag, Klima, Akustik...), die nicht immer für jeden Teilnehmer den Idealzustand darstellen. Für den einen oder anderen aber doch... – vielleicht lebt unser Sport aber gerade davon?!

Danke für Euer Verständnis.

 

Bis zum nächsten Mal

Walter